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Digitale Bildung forcieren

17.11.2016 VDVinformiert Von ZBI vor 190 Tagen


Dipl.-Ing. Helmut Zenker (ZBI), Dipl.-Ing. Claus Hinrichs (ZBI), Sven Volmering (MdB), Dipl.-Ing. Wilfried Grunau (ZBI), Doreen Blume (ZBI) und Dipl.-Ing. Heinz Leymann (ZBI) (v. l.)

Dipl.-Ing. Helmut Zenker (ZBI), Dipl.-Ing. Claus Hinrichs (ZBI), Sven Volmering (MdB), Dipl.-Ing. Wilfried Grunau (ZBI), Doreen Blume (ZBI) und Dipl.-Ing. Heinz Leymann (ZBI) (v. l.)

Deutschland muss das Thema „Digitale Bildung“ wesentlich stärker in den Fokus nehmen. Darin sind sich das Präsidium des Zentralverbandes der Ingenieurvereine (ZBI) und der Bundestagsabgeordnete Sven Volmering (CDU) einig. Bei einem politischen Hintergrundgespräch im Deutschen Bundestag tauschten sich die Gesprächsteilnehmer darüber aus, wie digitale Bildung in Deutschland zukünftig aussehen könne, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu sichern.

 

Ein wichtiges Ziel digitaler Bildung müsse die Vermittlung von Kompetenzen sein, die für den Erfolg in Ausbildung und Beruf entscheidend sind. Aktuellen Studien zufolge werden in naher Zukunft rund 90%  der Berufe diese digitalen Kompetenzen einfordern. Die ökonomische Innovationskraft Deutschlands wird nicht zuletzt von den Stärken der (beruflichen) Bildung getragen. Dies gilt in besonderem Maße für die Industrie 4.0, die mit steigenden Anforderungen an Berufsfelder im Umgang mit technologischen Veränderungen verbunden ist.

 

„Um die mit der Digitalisierung verbundenen Chancen besser nutzen zu können, muss die Digitale Bildung dringend zukunftsweisender gestaltet werden“, forderte ZBI-Präsident Wilfried Grunau. „Wesentlich ist hierbei zum einen die sehr zeitnahe Schaffung einer den aktuellen technologischen Entwicklungen angepassten Infrastruktur an den Schulen sowie die Einführung neuer didaktischer Lernformen um digitale Angebote, zum anderen aber auch eine signifikante Erweiterung der Kompetenzen der Lehrenden.“

 

„Wir brauchen eine Strategie digitalen Lehrens und Lernens“, unterstrich auch Heinz Leymann, Vizepräsident des ZBI und Bundesvorsitzender der IfKom – Ingenieure für Kommunikation: „Ich bin davon überzeugt, dass Bildung mittels digitaler Technologien und digitaler Inhalte einen Beitrag leisten kann, um in Deutschland ein ‘digitales Wirtschaftswunder‘ zu erreichen.“

 

Hierzu merkte Volmering an: „Ich begrüße es sehr, dass Bundesbildungsministerin Johanna Wanka mit ihrer Ankündigung, dass der Bund bereit ist, alle Schulträger mit 5 Milliarden Euro bei der digitalen Ausstattung und Infrastruktur zu unterstützen, auf enormes Echo gestoßen ist. Sie setzt somit den maßgeblich von der CDU/CSU-Bundestagsfraktion erarbeiteten und im Bundestag 2015 verabschiedeten Antrag „Durch Stärkung der Digitalen Bildung Medienkompetenz fördern und digitale Spaltung überwinden“ um. Ich hoffe sehr, dass die Länder das Angebot annehmen und im Gegenzug entsprechende pädagogische Konzepte entwickeln, die Aus-,Fort- und Lehrerbildung erheblich stärken und gemeinsame technische Standards umsetzen. Nur im Zusammenspiel von Bund und Ländern wird Deutschland im Bereich der Digitalen Bildung erfolgreich sein.“

 

 

 

 

Der ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e.V. ist ein Spitzenverband im Bereich des Ingenieurwesens. Zu seinen Mitgliedern gehören Ingenieurvereine und Organisationen, die sich mit dem Ingenieurwesen befassen. Der ZBI bündelt die Interessen und Belange seiner Mitgliedsverbände mit über 50.000 Ingenieuren und vertritt sie gegenüber Politik und Gesellschaft. Der ZBI nimmt Einfluss auf die Gesetzgebung von Bund und Ländern und pflegt hierzu seine fachlichen und direkten Kontakte zu Politikern aller Parteien.