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DVW, BDVI und VDV: gemeinsame Entschließung zur Rückbesinnung auf die Dachmarke „Geodäsie“

21.09.2011 VDVinformiert vor 6 Jahr(en)


In der Diskussion um die Profilierung der Studiengänge und deren Bezeichnung sind sich die drei Spitzenverbände, der VDV (Verband Deutscher Vermessungsingenieure e.V.), der BDVI (Bund der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure e.V.) und der DVW (Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement e.V.) mit ihren knapp 15.000 Mitgliedern einig: Die Begriffsvielfalt der angebotenen Studiengänge in unserer Branche hat nicht den erwünschten Erfolg einer Steigerung der Studentenzahlen erzielt.

Die Verbände sehen große Nachwuchssorgen und bitten die Hochschulen und Universitäten nachdrücklich, mit der in 2010 gemeinsam festgelegten Dachmarke „Geodäsie“ alle Tätigkeitsfelder unseres Berufes zusammenzufassen. Nur mit einem einheitlich anerkannten Begriff wird es zu einer notwendigen Stärkung des Berufsfeldes und zugleich zur Verbesserung der öffentlichen Wahrnehmung kommen, die dringend zur Begegnung der Nachwuchssorgen erforderlich ist.

Die Geodäsie (wörtlich aus dem Griechischen „Landaufteilung“) ist die Vermessung und Visualisierung unserer Umwelt, die Analyse ihrer räumlichen und zeitlichen Veränderungen und die Verwendung dieser Geoinformationen für vielfältige Aufgaben in Gesellschaft und Wissenschaft. Die Geodäsie ist eine Ingenieurwissenschaft. Geodäten sind interdisziplinär arbeitende Ingenieure. Herausragende Tätigkeitsfelder sind die Bereiche „Bau & Industrie“, „Klima & Umwelt“, „Grund & Boden“, „Navigation & Mobilität“ sowie „(Geo-)Wissenschaft & Forschung“. Heute wird die Geodäsie durch die intensive Nutzung digitaler Technologien geprägt.

Die Spitzenverbände haben ihrerseits eine gemeinsame zentrale Nachwuchsplattform www.arbeitsplatz-erde.de aufgebaut, die sich zu einem stark frequentierten Werbemittel für unseren Berufsstand entwickelt. Wir bitten die Hochschulen und Universitäten ausdrücklich, bei einer Reakkreditierung die Dachmarke „Geodäsie“ in der Beschreibung der Studiengänge zentral aufzunehmen. Eine notwendige Profilierung der Studienangebote kann durch Zusätze oder Untermarken beschrieben werden.