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Ehrung für ehemaligen ZBI-Präsidenten

28.02.2010 VDVinformiert vor 7 Jahr(en)


Foto ©: Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen / Ralph Sondermann

Dr. Helmuth Becker, Bundestagsvizepräsident a.D. und ehemaliger Präsident des ZBI ist am 14. Januar 2010 vom nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet worden.

 

Der Ministerpräsident dankte Becker und den anderen 19 zeitgleich ausgezeichneten Persönlichkeiten: „Sie alle haben den Mut, sich für Ihre Mitmenschen stark zu machen. Sie haben ein beeindruckendes Zeichen der Verantwortung und Solidarität gesetzt. Sie haben gezeigt, dass Sie als Starke in der Gesellschaft sehr wohl die Schwachen im Blick haben. Sie haben nicht nur Mut gezeigt, sondern auch Mut gemacht. Wir brauchen Vorbilder wie Sie. Wir brauchen deshalb auch Auszeichnungen wie die, die wir heute vergeben. Ihre Ehrung ist für uns Erinnerung daran, wie sehr wir darauf angewiesen sind, dass Menschen sich füreinander einsetzen.“

 

 

Die Laudatio im Wortlaut:

Es gibt ja Leute, die können einfach nicht genug bekommen – nicht genug vom Engagement für andere Menschen. Dr. Helmuth Becker gehört zu diesen Menschen. Beruflich hat er es weit gebracht: Angefangen hat er als Elektroingenieur im Fernmeldewesen der Deutschen Bundespost. In Betriebsrat und Postgewerkschaft vertrat er die Interessen der Arbeitnehmer. 1964 trat er in die SPD ein, wurde Mitglied im Landes- und Parteivorstand und stieg über die Jahre auf bis zum Parlamentarischen Geschäftsführer auf Bundesebene. Anfang der 1980er Jahre war er Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für das Post- und Fernemeldewesen. Die Krönung seiner beruflichen Karriere erreichte er mit dem Amt des Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages.

Er engagierte sich in ganz verschiedenen Feldern für sein Heimatland Nordrhein-Westfalen. Mit Nachdruck setzte er sich für die Sicherung des Bergbaustandortes Ibbenbüren ein, dazu gehörte Ende der siebziger Jahre auch die Inbetriebnahme des für Ibbenbüren so wichtigen Steinkohlekraftwerks.

Außerdem engagierte er sich erfolgreich für eine ganze Reihe Verkehrsbauprojekte in Nordrhein-Westfalen, jüngst auch für den Ausbau des Flughafens Münster/Osnabrück.

Seit dem Jahr 2000 ist er Sprecher und Mitglied des Beirates im sozialen Nachbarschaftsprojekt „Parea“. Der Name „Parea“ kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet „Miteinander“. Das trifft es genau: Denn „Parea“ ist ein einmaliges Projekt sozialen Engagements. Es verbindet soziale Verantwortung mit den Interessen der Wohnungswirtschaft. Es bietet soziale Dienstleistungen an, fördert das soziale Engagement der Mieter und bemüht sich um eine bessere Wohn- und Lebensqualität von Mietern in Groß- und Hochhaussiedlungen. Hilfe zur Selbsthilfe ist dabei Motto und Arbeitsprinzip.

Kein Zweifel: Dr. Helmuth Becker lebt vor, dass hier bei uns in Nordrhein-Westfalen das Band der Solidarität und des Miteinanders besonders stark ist. Dafür gebührt ihm unsere besondere Anerkennung.

 

Der Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ist im März 1986 gestiftet worden. Er wird an Bürgerinnen und Bürger aus allen Gruppen der Bevölkerung verliehen, deren außerordentliche Verdienste für die Allgemeinheit in allen Lebensbereichen erworben worden sein können. Die Zahl der Landesorden ist auf 2500 begrenzt. In den fast 24 Jahren seines Bestehens sind insgesamt 1357 Bürgerinnen und Bürger mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet worden.