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Fritz Pleitgen mit dem Goldenen Lot geehrt

17.10.2009 VDVinformiert vor 8 Jahr(en)


Preisträger Fritz Pleitgen (links) gemeinsam mit dem Stifter des Lotes Wolfgang Kramer (Mitte) und VDV-Präsident Wilfried Grunau (rechts). Foto: Dores

Der Geschäftsführer der RUHR.2010 GmbH und ehemalige Intendant des WDR Dr. h.c. Fritz Pleitgen wurde am 16. Oktober 2009 in Köln mit dem GOLDENEN LOT 2009 des Verbandes Deutscher Vermessungsingenieure e.V. (VDV) ausgezeichnet.

Mit der höchsten Auszeichnung des Verbandes, mit der u. a. auch Hans-Dietrich Genscher, Johannes Rau und Rita Süßmuth geehrt wurden, würdigt der VDV insbesondere das konstante und entschiedene Eintreten von Fritz Pleitgen für kulturelle Vielfalt, Toleranz, Humanität und Integration in Europa.

„Sein herausragendes nationales wie auch internationales kultur- und medienpolitisches Engagement ist außergewöhnlich und beispielhaft gleichermaßen“, sagte Wilfried Grunau, Präsident des Verbandes. „Wir ehren einen Menschen, dessen Haltung zu bewundern ist, für seinen Mut öffentlich Fragen zu stellen und nach Antworten zu suchen.“

Zu dem Festakt waren auch einige der bisherigen Preisträger anwesend und hießen Fritz Pleitgen in ihrer Runde willkommen: Norbert Burger (1994), Ulf Merbold (1996), Harald Lucht (1998), Manfred Bonatz (2000), Wilfried Grunau (2003), Eberhard Burger (2006) sowie Arved Fuchs (2008), der traditionsgemäß als Vorjahrespreisträger auch die Laudatio hielt.

 

Pleitgen, der vielen Fernsehzuschauern u. a. auch durch den „ARD-Presseclub“ bekannt ist, war langjähriger ARD-Korrespondent, Chefredakteur, Hörfunkdirektor und zwölf Jahre Intendant des WDR. Allein achtzehn Jahre berichtete er für das Erste Deutsche Fernsehen und seine Dritten Programme aus Moskau, Ost-Berlin, Washington und New York. 1988 übernahm Fritz Pleitgen das Amt des Chefredakteurs in der WDR-Fernsehdirektion. Er moderierte das Fernsehmagazin „Weltspiegel“ und eine Reihe von ARD-Brennpunkten und Sondersendungen, vor allem über den Zusammenbruch der DDR, die deutsche Vereinigung und den Zerfall der Sowjetunion.

Für die ARD-Tagesthemen kommentierte er hauptsächlich außenpolitische Themen, aber auch innenpolitische Vorgänge in der Ära des Kanzlers Helmut Kohl. 1994 wählte ihn der WDR-Rundfunkrat zum Hörfunkdirektor. Pleitgen ordnete das Radio neu und richtete mit der Welle WDR 5 ein reines Wortprogramm ein. Radio Eins Live, eine Radiowelle für junge Hörerinnen und Hörer, geht auf seine Idee zurück. Nach dem vorzeitigen Ausscheiden von Friedrich Nowottny wurde Fritz Pleitgen 1995 mit überwältigender Mehrheit zum Intendanten gewählt. In den Jahren 2001 und 2002 war er zusätzlich als Vorsitzender der ARD tätig. Pleitgen ist ferner für die Europäische Rundfunkunion (EBU) aktiv, der er seit 2002 als Vizepräsident und seit 2006 als Präsident vorsteht. Zurzeit ist er zudem Vorsitzender der Geschäftsführung der RUHR.2010 GmbH (Kulturhauptstadt Europas 2010).