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Goldenes Lot für Prof. Dr. Klaus Grewe

13.09.2014 VDVinformiert Von Wilfried Grunau vor 3 Jahr(en)


Prof. Dr. Klaus Grewe / Foto: (c) Ullrich Wille

Prof. Dr. Klaus Grewe / Foto: (c) Ullrich Wille

Prof. Dr. Klaus Grewe, Geodät und Buchautor, wurde für seine herausra­genden wissenschaftlichen Arbeiten und Publikationen zur Erforschung römischer Aquädukte im Rahmen einer großen Fest­veranstaltung am 12. Oktober in Köln im Kristallsaal der Koelnmesse (Ost) vom Verband Deut­scher Vermessungsingenieure (VDV) mit dem GOLDENEN LOT ausgezeichnet.

 

Bekannt wurde Grewe durch zahlreiche Publikationen von Ausgrabungen und Ver­messungen an verschiedenen römischen Wasserleitungen, von denen aktuell das Kompendium „Aquädukte – Wasser für Roms Städte“ einen empfehlenswerten und sehr anschaulichen Überblick über das hohe Niveau der römischen Ingenieurkunst gibt. Die ebenfalls von Grewe bearbeitete „Bibliographie zur Geschichte des Ver­messungswesens“ ist ein Standardwerk der Technikgeschichte. Die Forschungs­arbeiten von Prof. Dr. Klaus Grewe haben international große Beachtung gefunden und sind keineswegs nur auf das Rheinland beschränkt: Grewe forschte in ganz Europa, Nordafrika und in Vorderasien nach den Resten von Wasserleitungen aus der Römerzeit.

 

Prof. Dr. Klaus Grewe, Dipl.-Ing, Jahrgang 1944, studierte in Mainz Ver­mes­sungs­wesen und übernahm 1967 am Rheinischen Landesmuseum Bonn die neuge­schaffene Stelle des Ver­messungsingenieurs. Seit Beginn seiner Tätig­keit in Bonn widmete er sich intensiv der Erfor­sch­ung römischer Wasser­leitungen im Rheinland und übernahm Ende der 70er Jahre die Leitung des For­schungsprojektes Eifelwasserlei­tung. Die Ergebnisse seiner Arbeiten fanden in der Publikation eines "Atlas der römi­schen Wasserleitungen nach Köln" ihren Nieder­schlag. Diesem folgte bald die populär­wissenschaftli­che Publika­tion zum Römerkanal-Wan­derweg. Eine weitere wichtige Publikation stellt der Band 4 in der Reihe Geschichte der Wasserversorgung über die 'Was­serversorgung im Mittelalter' dar.

 

1997 hat er an der Universität Nimwegen promoviert; der Titel seiner Dis­sertation lautet: "Licht am Ende des Tunnels - Planung und Trassierung im antiken Tunnelbau".

Seit 2009 ist Dr. Klaus Grewe Honorarprofessor an der RWTH Aachen.

 

In diesem Jahr wurde das GOLDENE LOT zum 25. Mal verliehen. Als Vorjahrespreisträger hielt der Wissen­schaftscomedian Bernhard Hoëcker die Laudatio auf seinen Nachfolger.

 

Das GOLDENE LOT wird vom VDV an Persönlichkeiten verliehen, die sich mit ihrem persönlichen Einsatz, ihrem Wissen und ihrer stetigen Ausdauer und Geduld im Verband Deutscher Vermessungsingenieure e. V., in Wissenschaft und Forschung, in Wirtschaft und Technik sowie im öffentlichen Leben ausgezeichnet haben“. So wurden z. B. 1991 Hans-Dietrich Genscher, 1996 Dr. Ulf Merbold, 1997 Dr. h.c. Johannes Rau, 2002 Dr. h.c. Joachim Gauck und 2008 Arved Fuchs mit dem GOLDENEN LOT geehrt.