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Hohes Niveau der Ingenieurausbildung beibehalten

07.01.2008 VDVinformiert Von VDV vor 9 Jahr(en)


VDV-Position zu Bachelor-/Master-Abschlüssen

Die Ingenieurausbildung muss Qualifikationen vermitteln, die den Anforderungen der Berufsausübung ? soweit absehbar ? auch in Zukunft entsprechen. Dabei ist die Veränderung des wirtschaftlichen und technischen Umfeldes für Ingenieure zu berücksichtigen. Der VDV erkennt die Chancen des künftigen europäischen Bildungsraumes, in dem Qualität, Transparenz und Vergleichbarkeit der Ausbildung mit den neuen gestuften Studiengängen im Zuge des Bologna-Prozesses erreicht werden sollen. Der VDV sieht aber auch die Probleme, die sich vor allem in der Zeit des Überganges von den herkömmlichen zu den neuen Studienabschlüssen ergeben und zu Verunsicherung führt. Dazu zählen die ungesicherte Akzeptanz der neuen Abschlüsse am Arbeitsmarkt, unklare Abschluss- und vielfältige Studiengangsbezeichnungen sowie prozentual eingeschränkte Zulassungen zu konsekutiven Masterstudiengängen.


Der VDV fordert deshalb:

     

  • die Gleichbehandlung aller Hochschularten bei der Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen sowie bei der Bewerbung für den öffentlichen Dienst,
  • eine Gewährleistung berufsqualifizierender Mindestanforderungen der Bachelorabschlüsse,
  • die Zulassung zum konsekutiven Masterstudiengang nach bestandenem Bachelorabschluss allein nach qualitativen Kriterien,
  • ein abgestimmtes Vorgehen der Bundesländer bei der Novellierung der Kammergesetze in Bezug auf die Kammerfähigkeit der Bachelor- und Masterabsolventen,
  • dass die Masterabschlüsse den Zugang zum höheren Dienst eröffnen.
  • Der VDV ist gegen die Vergabe und Führung eines Bachelor-Professional-Titels außerhalb der Hochschulausbildung.