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Statusbericht zur Umsetzung des 7-Punkte-Programms der berufspolitischen Deklaration

07.02.2011 VDVinformiert vor 6 Jahr(en)


Teilnehmer des Workshops (von links) Volkmar Teetzmann, Christof Rek, Karl-Friedrich Thöne, Christoph Hommerich, Burkhard Kreuter, Michael Zurhorst, Wilfried Grunau, Hagen Graeff, Uli Esch.

Mit der Sieker Deklaration vom 13.02.2010 haben sich die drei Verbände in die Verantwortung genommen, das Berufsfeld der Geodäsie als Ingenieurdisziplin gemeinsam zukunftsfähig zu entwickeln. In einem Nachfolgeworkshop der Verbandsspitzen am 4.-6.02.2011 – wiederum in Siek – unter Moderation von Herrn Prof. Dr. Christoph Hommerich wurden die Ergebnisse des bisherigen Zusammenwirkens ausgewertet und das weitere Vorgehen zur Umsetzung des 7-Punkte Programms konkret verabredet.

Erste Priorität zur Stärkung des Berufsfeldes, zugleich zur Verbesserung der öffentlichen Wahrnehmung, wird auf die Erarbeitung einer gemeinsamen Marketingstrategie für die Dachmarke Geodäsie gelegt.

Hierzu soll zunächst der normative Rahmen des Berufes erfasst werden. Dies betrifft den Wertekanon und die Qualitätsphilosophie, die unsere Profession auszeichnen. Hierbei soll insbesondere die Treuhänderfunktion geodätischer Arbeit im Sinne eines Vertrauensmarketings hervorgehoben werden. Anschließend ist das Berufsbild nach dem Nutzen für die Gesellschaft und mit Hinblick auf die Zielgruppen unserer Tätigkeit zu definieren. Dies soll sich an den zentralen gesellschaftspolitischen Themen orientieren. Die gesellschaftliche Einordnung der Geodäsie in diese Themen und der Beitrag der Geodäsie zur Lösung von Zukunftsfragen sollen dabei aufzeigt werden. Außerdem sollen allgemein verständliche Kennzahlen erarbeitet werden, die die Leistungen der Geodäsie für die Gesellschaft dokumentieren.

Zur Vermittlung dieses Leitbildes wird eine Kommunikationsstrategie entwickelt, die auf eine verbesserte Innenwahrnehmung bei den Berufskollegen zielt und die Außendarstellung unseres Berufes für unterschiedliche Zielgruppen optimiert. Adressaten für eine stärkere Wahrnehmung sind Politik und Medien, Gesellschaft und Verbände, sowie Kunden und Schüler.

 

Als konkreter Schritt wird eine Arbeitsgruppe aus je zwei Vertretern der Verbände gebildet, die unter Begleitung von Herrn Prof. Dr. Hommerich Inhalte des Berufsbildes erarbeiten und beschreiben werden. Die Ergebnisse werden innerhalb der Verbände breit diskutiert werden und als wichtiges Element in ein konsistentes Leitbild für die Geodäten einfließen. Das Leitbild ist die Grundlage für eine langfristig angelegte Marketingstrategie für die Dachmarke Geodäsie.

Auch die Umsetzung der weiteren Punkte der Sieker Deklaration von 2010 ist auf gutem Wege:

 

So haben sich die 3 Gesellschaften gemeinsam mit den anderen Geoverbänden wieder positiv im Verbändepark auf der INTERGEO 2010 in Köln präsentiert und verabredet, dieses Engagement fortzusetzen.

 

Die gemeinsame zentrale Nachwuchsplattform www.arbeitsplatz-erde.de hat sich zu einem stark frequentierten Werbemittel für unseren Berufsstand entwickelt. Die Druckversion mit einer Auflage von 100.000 Stück ist ein erfolgreicher Werbeträger. Die Verbände appellieren an ihre Mitglieder und an die Universitäten und Hochschulen, dies für eine aktive Nachwuchswerbung zu nutzen.

 

Unter Leitung des VDV haben sich die Vertreter der Verbände für Fragen der Fort- und Weiterbildung am 11.11.2010 getroffen und erste Schritte zur Harmonisierung der Aktivitäten in Hinblick auf Angebot und Qualitätssicherung vereinbart. Als Ziel wird ein einheitliches Management aller Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen der Verbände unter einem organisatorischen Dach verfolgt. Es wurde die Abstimmung der jeweiligen Seminare über einen zunächst internen gemeinsamen Seminarkalender  initiiert. Die Mitglieder aller drei Verbände zahlen künftig gleiche Teilnehmerbeiträge für Seminarveranstaltungen. Die nächste Sitzung der AG Fort- und Weiterbildung findet im September 2011 statt.

 

Zur Stärkung des Profils der Geodäsie im Geoinformationswesen haben die Verbände einen gemeinsamen Think Tank durchgeführt und erste Ergebnisse auf der Intergeo 2010 in Köln vorgestellt. Die drei Verbände sehen die Bereitstellung und Inwertsetzung von unabhängig und fachneutral erzeugten Geobasisdaten als eine Kernkompetenz der Geodäten an und unterstreichen die Notwendigkeit zur Wahrnehmung dieser Aufgaben zur Daseinsvorsorge insbesondere in Zeiten zunehmender Datenintegration durch Dienste wie Google. In diesem Sinn werden die Verbände ihre Facharbeit unter Federführung des DVW koordinieren und eine gemeinsame Strategie weiterentwickeln.

 

Mit der Sieker Erklärung 2010 wurden entscheidende Impulse für ein zukunftsfähiges Berufsfeld Geodäsie gesetzt. Die verabredeten Inhalte werden inzwischen auf allen Ebenen der Verbände gelebt und führen zu einem verstärkten Miteinander.