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„Suchet der Stadt Bestes.“ VDV-Bundesmitgliederversammlung in der Frauenkirche zu Dresden eröffnet.

15.05.2009 VDVinformiert vor 8 Jahr(en)


„Suchet der Stadt Bestes“. Diese Aufforderung des Propheten Jeremia steht auf einer der acht Glocken der Frauenkirche. Bewegende Momente in der Frauenkirche zu Dresden erlebten die Teilnehmer der Bundesmitgliederversammlung 2009 in einer der wohl eindrucksvollsten Eröffnungsveranstaltungen seit Gründung des VDV vor 60 Jahren. VDV-Präsident Wilfried Grunau erinnerte in seinem Grußwort daran, dass die Frauenkirche ein einzigartiges Symbol sei, dass an die zerstörerische und unmenschliche Gewalt des Krieges gemahne, zugleich aber auch ein sichtbares Zeichen der Kraft, des Friedens und der Versöhnung sei. Grunau forderte dringend einen gesellschaftlichen Diskurs über gesellschaftliche und ethische Werte ein, „denn es kristallisiert sich nach allgemeinem Verständnis immer mehr die Überzeugung heraus, dass nur eine klare Werteorientierung dem Leben Halt gibt, und dieser Halt unter den Bedingungen einer beschleunigten Globalisierung dringender vonnöten ist als zu früheren Zeiten“. Viele Diskussionsstränge so Grunau weiter, versuchten bereits zu ergründen, wie die in ihrer ethischen Substanz als richtig zu betrachtenden Werte unserer Kultur in zeitgemäßer Weise stärker im öffentlichen Bewusstsein verankert werden könne. Die Dresdner Frauenkirche sei in dieser Debatte als geschichtsträchtiges Symbol deshalb ein Ort der Besinnung, des Nachdenkens und des gesellschaftlichen Diskurses zugleich.

 

In sehr persönlich gehaltenen Worten erinnerten der ehemalige Baudirektor Dr. E.H. Eberhard Burger und der VDV-Bezirksvorsitzende von Dresden, Matthias Kaden, wie die Vision vom Wiederaufbau der Frauenkirche Realität wurde: „Hier in diesem prächtigen Gotteshaus gelingt die Symbiose zwischen der großen ideellen Kraft des Glaubens und dem weltlichen abstrakten, materiell geprägten Handelns, was in Bezug auf den Inhalt der Vermessung sogar eine Steigerungsform zum absolut Rationalen erfährt. Nur eines ist vonnöten: bleiben wir dabei immer ein guter Mensch, bei dem das Herz stets seiner Doppelfunktion gerecht wird“, so Matthias Kaden.