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VDV – Auf dem Dach Deutschlands

11.09.2008 VDVinformiert Von Heiko Krohm vor 9 Jahr(en)


Hat eine VDV-Fahne jemals auf dem höchsten Punkt Deutschlands geweht? Im August 1999 wurde bei den bergsportbegeisterten Kollegen des VDV-Bezirkes Wuppertal die Idee geboren, auf dem Gipfel der Zugspitze auf 2.962,06 m ü. NHN das VDV-Emblem zu entfalten. Es sollten schließlich 9 Jahre vergehen, bis die Idee endlich in die Tat umgesetzt wurde.

 

Am Montag, dem 25.08.2008 trafen sich die VDV-Kollegen Andreas Krüger (1. Vorsitzender), Heiko Krohm (2. Vorsitzender) und Jens Oberbossel (Schriftführer) am Fuß der Zugspitze im Wettersteingebirge (Nördliche Kalkalpen) an der Talstation der Ehrwalder Zugspitzbahn in Österreich. Wer denkt, die Kollegen wählten den „schnellen Aufstieg“, sollte sich irren. Natürlich war geplant, den höchsten Berg Deutschlands im direkten Durchstieg über einen gesicherten Klettersteig zu bezwingen und am Gipfelkreuz die VDV-Fahne zu entfalten.

 

Um 07:30 Uhr ging es los. Ausgerüstet mit dem notwendigen Material für eine hochalpine Tour hieß es zunächst, über die Skipiste in das Gamskar zu steigen, um das 1. Etappenziel – die Wiener-Neustätter-Hütte (2213 m ü. NHN ) – zu erreichen. Auf dieser Strecke war schon erkennbar, dass der Berg den 3 Kollegen alles an Technik und Kondition abverlangen sollte. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit wurde auf dieser 1. Etappe der Bergtour schon gefordert. Aber es sollte noch steigerungsfähig werden.

 

Nach einer kurzen „Jause“ auf der Wiener-Neustätter-Hütte hieß es neue Kräfte sammeln und den steilen Anstieg über den „Stopselsteig“ auf den Zugspitzgrat (Grenze Deutschland-Österreich) anzugehen. Am Einstieg in den Klettersteig wurden die Sicherungsausrüstungen (Gurte, Helm, Handschuhe) angelegt und die Trekkingstöcke im Rucksack verstaut. Ab jetzt war Klettertechnik gefordert. Durch eine Felshöhlung (Stopselzieher) wurde das erste Steilstück überwunden. Weiter ging es über eine abgesicherte und steile Felsspur auf den Grenzgrat zur Zugspitze. Man spürte, dass mit zunehmender Höhe der Sauerstoff knapper wurde, was wiederum erheblich an den Kräften zehrte. Die verlorene Körperflüssigkeit konnte über abfließendes Schmelzwasser ausgeglichen werden. Auch der Helm war nicht umsonst mitgenommen. Immer wieder musste bei abstürzenden Felssteinen aufgepasst werden.

 

Mit „schweren“ Beinen erreichten die 3 Bergkameraden schließlich um 15:30 Uhr die Plattform der Ehrwalder Zugspitzbahn und wurden von den mitgereisten Frauen erleichtert und herzlich empfangen. Diese hatten den etwas „leichteren“ Weg nach oben genommen.

 

Die Krönung war natürlich das Gipfelerlebnis. Hierzu musste man den gesicherten Bereich der Plattform wieder verlassen und über einen nicht ungefährlichen Steig zum Gipfelkreuz klettern. Endlich war das Ziel erreicht und eine großartige Naturlandschaft breitete sich unter den „Gipfelstürmern“ aus. Augenblicke, die bergverbundene Menschen nie vergessen. Und auch das Hissen der VDV-Fahne am Gipfelkreuz sollte ein bis dahin einmaliges und erstmaliges Ereignis in der Geschichte des VDV sein und symbolisch ausdrücken:

VDV – Top of Germany !

 

Heiko Krohm