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VDV-Preis 2012: Vermessungsingenieure beherrschen die „Black-Box“ der Laserscanner

21.04.2012 VDVinformiert vor 5 Jahr(en)


Bildunterschrift (von links): Stefan Raetz (Bürgermeister der Stadt Rheinbach), Eva Feldmann (Preisträgerin) und Andrea Kleber (VDV-Präsidium und Laudatorin)

Der diesjährige VDV-Preis für die bundesweit beste Diplomarbeit im Fachgebiet Geodäsie und Geoinformatik ist am 21. April 2012 im Waldhotel Rheinbach verliehen worden.

 

Der  Preis für die bundesweit beste Diplomarbeit im Studiengang Vermessung/Geoinformation geht in diesem Jahr nach Nordrhein-Westfalen. Deshalb wurde auch der nordrhein-westfälische Landesverbandstag des VDV für die Preisverleihung ausgewählt.

 

Frau Dipl.-Ing. Eva Feldmann, Absolventin der Hochschule Bochum, erhält den VDV-Preis für ihre Diplomarbeit „Entwicklung und Erprobung eines praxisnahen Feldverfahrens zur Prüfung terrestrischer Laserscanner“.

 

Laserscanner sind Messgeräte, die seit ca. 10 Jahren auf dem Markt sind und speziell für Erfassung komplexer, räumlicher Strukturen eingesetzt werden, z.B. in der Archäologie, der Architektur und zur Qualitätskontrolle bei der Industrievermessung. Diese Geräte scannen das Objekt und erzeugen eine Vielzahl von Vermessungspunkten in kurzer Zeit. Das persönliche Anzielen wird dem Ingenieur genommen, er muss der Technik vertrauen und sich auf die einwandfreie Messtechnik verlassen. Doch wie prüft man den Laserscanner vor einer großen Messkampagne ohne das Gerät extra zum Hersteller zur Prüfung zu schicken? Ist es möglich diese Blackbox zeitnah und praxisorientiert zu prüfen?

 

Frau Feldmann hat in ihrer prämierten Diplomarbeit ein Feldverfahren entwickelt, das die Prüfung terrestrischer Laserscanner ermöglicht und dieses Verfahren auf seine Praxistauglichkeit in einem Ingenieurbüro in NRW geprüft. Zudem hat Sie hierzu eine Auswertesoftware entwickelt, die es jedem Fachanwender ermöglicht die entwickelte Methode zu nutzen.

 

Die Jury des VDV-Preises hat diese Abschlussarbeit als besonders innovativ und praxisnah bewertet, sie entspricht allen formalen Ansprüchen und ist eine hervorragende wissenschaftliche Arbeit.

 

Frau Feldmann hat die Blackbox der Laserscanner beherrschbar gemacht.

 

Der VDV-Preis geht in diesem Jahr erneut an die Hochschule Bochum. Der Preis wird einmal jährlich verliehen an die bundesweit beste Diplom, Bachelor- und Masterarbeit mit einem Gesamtwert von 3.000 Euro.

 

Der VDV ist mit ca. 6.500 Mitgliedern die größte berufspolitische und fachbezogene Vertretung der Vermessungs- und Geoinformationsingenieure in Deutschland.