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 Laserscanning - neue Vermessungsmethoden

 Vortrag von Dipl.-Ing. Ingo Dörr am 7.3.2001

 

Ein überaus großes Interesse fand der Vortrag über Laserscanning mittels Hubschrauber von Dipl. Ing. Ingo Dörr, Mitarbeiter der Firma TESSAG. Dieser Name steht für Technische Systeme und Services AG und ist ein Zusammenschluss von vielen Firmen. Die TESSAG ist weltweit tätig und beschäftigt insgesamt 17.000 Mitarbeiter.

Laserscanning mittels Hubschrauber:

Der Hubschrauber besitzt zwei seitlich angebrachte GPS-Antennen. Geflogen wird erst, wenn mindestens 6 Satelliten empfangen werden können. Ein Inertialsystem misst gleichzeitig die Lage des Helikopters.

 

Über Basis-Stationen (3 Stück auf 100 km) wird das System im Landesnetz orientiert. Die Aufnahme der Geländepunkte erfolgt mittels zweier Laserstrahlen, von denen einer nach unten und ein anderer nach vorne gerichtet ist. Zusätzlich wird das Gelände zur Erleichterung der Auswertung und der Fehlersuche durchgehend auf Videoband aufgenommen.

Dipl.-Ing. Ingo Peters und Dipl.-Ing. Ingo Dörr (rechts)

Herr Dörr konnte überzeugend die Vorteile des Laserscanverfahren gegenüber anderen Messmethoden darlegen: Keine anderes Verfahren liefert mit einer Genauigkeit von ca. 10 cm (Lage und Höhe) bei langgestreckten Objekten (Bahntrassen, Wasserläufe, Deiche) 3D-Koordinaten in dieser kurzen Zeit:

 

Ein 60 m - 120 m breiter und 100 km langer Streifen wird an einem Tag mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 km/h durchflogen. An weiteren Arbeitszeiten hinzurechnen sind noch einige Tage für Vorbereitung und Ausarbeitung.

 

Der Umfang der Ausarbeitung richtet sich nach den Kundenwünschen und beinhaltet u.a. Lage- und Höhenpläne, Längs- und Querschnitte.

 

Da das Verfahren 12.000 Punkte pro Sekunde erfasst, steht und fällt die Auswertung mit der zur Verfügung stehenden Software. Erleichtert wird die Auswertung durch die Videoaufnahmen und die Einfärbung der Punkte aufgrund der Messintensität.

 

Das Laserscanverfahren mittels Hubschrauber wird z. Zt. nur  bei großen langgestreckten Objekten ab 100 km eingesetzt.

 

Der VDV-Bezirk Bonn bedankt sich bei den Herren Dörr und Peters für die gelungene Veranstaltung.

Kurt Andrä

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