Bezirke:
1. Vorsitzender
Dipl.-Ing. Helmut Wenninger
| Privat: | Schatzbogen 39/II 81829 München Deutschland |
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2. Vorsitzender
Dipl.-Ing. Frank Pöhlmann
| Privat: | Potsdamer Str. 9 91438 Bad Windsheim |
| Tel. privat: | +49 (09841) 651651 |
| E-Mail privat: | Poehlmann |
Termine
| 14.09.2010 | 12. Wertermittlungstag NRW | BILDUNGSWERK VDV | Ort: Fortbildungsakademie des IM, Herne-Sodingen |
| 21.09.2010 - 22.09.2010 | "Interdisziplinäre Messaufgaben im Bauwesen" | BILDUNGSWERK VDV | Ort: Bauhaus-Universität Weimar, Hörsaal A, 99423 Weimar, Marienstraße 13 |
| 01.10.2010 | Spurensuche - Vom Erzlager und Stahl zum Endlager | BILDUNGSWERK VDV | Ort: Schachtanlage Konrad 1, Bleckenstedter Straße 37, 38239 Salzgitter |
| 05.10.2010 - 07.10.2010 | INTERGEO 2010 | allgemeine Termine | Ort: Köln |
| 22.10.2010 | Goldenes Lot 2010 | Bundesverband | Ort: Köln, Messe-Ost, Blauer Salon |
Veranstaltungsrückblick
| 07.05.2010 - 08.05.2010 | Besichtigung bei Intergraph und dem Bauprojekt Durchmesserlinie | Landesverband Bayern | Ort: Oberkochen und Zürich |
| 16.01.2009 | Landesmitgliederversammlung | Landesverband Bayern | Ort: Unions-Bräu-Haidhausen, König-Otto-Saal, Einsteinstr. 42, 81675 München |
| 30.07.2008 | KonsumerGIS - eine Chance oder eine Gefahr für das innovative Vermessungsbüro! | Landesverband Bayern | Ort: Vortragssaal im Münchner Stadtmuseum |
Mitteilungen des Verbandes
Wir bitten alle Mitglieder des VDV Ihre E-Mail-Adresse unter der Mail-Adresse info
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Berichte zu früheren Veranstaltungen
Die Allianz Arena in München, eine bautechnische Besonderheit
(he) Dass bei einem gigantischem Bauprojekt, wie der Allianz Arena, nicht nur das Bauwerk an sich, sondern auch die Infrastruktur als eine planerische Herausforderung darstellt, erfuhren u.a. 15 Studenten des Studiengangs Vermessung und Geoinformatik der Fachhochschule Würzburg, die im Rahmen einer vom VDV (Verband Deutscher Vermessungsingenieure e.V.) organisierten und finanzierten Studienfahrt am 26.11.2004 den Bauplatz in München besichtigten. An der Baustellenbesichtigung nahmen neben den Studenten aus Würzburg ca. 35 weitere VDV-Mitglieder aus München, Nürnberg und Würzburg teil.
Zu Beginn präsentierte uns der leitende Baudirektor der Landeshauptstadt München und Stadionbeauftragte, Herr Gabriel, den Ausbau der U-Bahnhaltestelle Fröttmaning. Da zu erwarten ist, dass wegen der verkehrsgünstigen Lage des Stadions zur Autobahn mehr Fans mit dem PKW als mit öffentlichen Verkehrsmittel anreisen werden, muss deren Attraktivität gesteigert werden. Zu den Baumaßnahmen gehören neben dem Ausbau der besichtigten U-Bahn Station Fröttmaning auf 4 Gleise die Modernisierung und Ertüchtigung der Strecke Marienplatz-Fröttmaning durch zusätzliche Weichen und Signale.
Neben der Infrastruktur der öffentlichen Verkehrsmittel müssen für die 66.000 Stadionbesucher auch reichlich Parkplätze und ausreichend Verkehrsanbindungen vorhanden sein, damit lange Staus auf dem Heimweg vermieden werden. Vom obersten Parkdeck des kürzlich fertiggestellten Park & Ride - Gebäudes aus erläuterte uns Herr Gabriel das Verkehrskonzept. Um einen kreuzungsfreien Verkehr zu garantieren, wurde ein Parkhaus mit Zufahrten in verschiedenen Höhenlagen gebaut. Das 4-geschossige Parkhaus für 11.000 Autos, hat ein begrüntes und begehbares Dach, über das die Zuschauer wie über eine Rampe die Allianz Arena erreichen können.
Die Rettungswege (z.B. für Polizei, Feuerwehr, ...) und auch ein Bus-Shuttle zur nächsten U-Bahn-Linie verlaufen völlig separat vom öffentlichen Straßennetz. Um das größere Verkehrsaufkommen nach einem Fußballspiel zu bewältigen, wurde außerdem ein neuer Halbanschluss an die A99 westlich des Autobahnkreuzes München-Nord und somit direkt hinter der Nordtribüne des Stadions fertiggestellt.
Darüber hinaus wird momentan die A 9 zwischen Frankfurter Ring und Fröttmaning sechs- sowie zwischen den Autobahnkreuzen München - Nord und Neufahrn achtstreifig ausgebaut. Zur bereits bestehenden Anschlussstelle Fröttmaning werden zusätzliche Verflechtungsstreifen gebaut und ermöglichen künftig ein zweispuriges Aus- bzw. Einfahren. Für den Lärmschutz ist die städtebaulich äußerst schwierige Konstruktion von bis zu 9 m hohen Anlagen nötig.
Die Kosten der Erschließungsmaßnahmen, die hauptsächlich der Allianz-Arena dienen, belaufen sich auf rd. 210 Mill. €. Ca. 50 % davon werden bezuschusst von Bund u. Land.
Der Vorsitzende des VDV Landesverbandes Bayern Dipl.-Ing. Helmut Wenninger dankte Herrn Gabriel für seine ausführlichen Erläuterungen und führte uns direkt im Anschluss zum Präsentationscontainer der Alpine Bau Deutschland GmbH. Dort empfing uns ein Vertreter der G.P.M. GbR (General Project Marketing), der eine Präsentation mit einer anschließenden Baustellenführung vorbereitet hatte. Er erläuterte uns vor der Führung, dass im Jahre 2001 der FC Bayern München und der TSV 1860 München beschlossen hatten, gemeinsam ein eigenes Stadion zu bauen, nachdem die Pläne über einen Umbau des Olympiastadions verworfen worden waren.
Unter fünf möglichen Standorten wurde als Favorit München-Fröttmaning gewählt und in einem Bürgerbegehren am 21.10.2001 mit einer überwältigenden Mehrheit von der Münchner Bevölkerung bestätigt. Von acht ausgewählten Planungsgemeinschaften schafften es gerade mal zwei Entwürfe in die nächste Runde, wobei die Schweizer Architekten Herzog und de Meuron zusammen mit der Alpine Bau Deutschland GmbH als Sieger hervorgingen. Nach dem Baubeginn im Oktober 2002 erfolgte die Erteilung der Baugenehmigung erst fast ein Jahr später im März 2003. Die Baukosten in Höhe von rd. 300 Mill. € werden vollständig von den Fußballvereinen "TSV 1860 München" und "Bayern München" übernommen, die sich zum Stadionbau zu einer Gesellschaft zusammen geschlossen haben.
Nach dieser kurzen Einführung setzte sich unsere Gruppe über das Parkdeck in Richtung Allianz Arena in Bewegung. Auffallend war schon vom weiten die "Hülle" des Stadions, welche aus ca. 2800 transparenten, transluzenten und mit Luft gefüllten Kissenelementen besteht, die eine UV-Durchlässigkeit von ca. 98 % haben. Durch ein integriertes Lichtsystem lässt sich die Arena in die jeweiligen Farben der Vereine hüllen: Rot, Blau und Weiß für Länderspiele etc. Trotz ihrer nur 0,2 mm Dicke halten die Luftkissen einer Belastung von 200 kg pro m² stand. In der Arena selbst stiegen wir auf eine der 15 Kaskadentreppen nach oben zu den Logen.
Diese Logen sind für eine Jahresmiete von 60.000 - 240.000 Euro zu beziehen und bieten einen guten Ausblick über das gesamte Spielfeld. Durch die unterschiedliche Neigung der drei Zuschauerränge ist selbst von der obersten Reihe aus eine hervorragende Sicht auf das Geschehen möglich. Da der Zuschauer im Stadion möglichst nah am Feld sein soll, wird außerdem bewusst auf einen Zaun in der untersten Ebene verzichtet. Zur Förderung des Wachstums des Rasens kann die Sonnenschutzschicht des Daches zwischen den Spielen zurückgezogen werden, um mehr Sonnenlicht auf die grüne Fläche zu bringen.
Nach Einbruch der Dunkelheit verließen wir beeindruckt das Stadiongelände und wer wollte, traf sich danach noch beim Neuwirt in Ismaning, um seine Impressionen beim Abendessen auszutauschen.
Stefan Henneberger, 5. Sem. Geoinformatik u. Vermessung, FH Würzburg - Schweinfurt





















