Bezirke
1. Vorsitzender
Dipl.-Ing. Bernd Sack
| Privat: | Ostendstraße 27 35410 Hungen Deutschland |
| Tel. privat: | +49 (06402) 7374 |
| E-Mail privat: | Sack |
| Tel. geschäftl.: | +49 (06172) 9666 54 |
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weitere Vorstandsmitglieder:
| 2. Vorsitzender: | Dipl.-Ing. Lothar Liesen | |
| Ehrenlandesvorsitzender: | Dipl.-Ing. Friedhelm Roth | |
| Schatzmeister: | Dipl.-Ing. Horst-H. Helmig | |
| Schriftführer: | Dipl.-Ing. Horst Gläsmann | |
| Referent für Bildung: | Prof. Dr.-Ing. Ulrich Schmidt | |
| Referent für freien Beruf: | Dipl.-Ing. Bernd Sack | |
| Referent für Ingenieurkammer: | Dipl.-Ing. Bernd Sack | |
| Referent für öffentlichen Dienst: | Dipl.-Ing. Dieter Schepp | |
| Referent für Gesetzgebung: | Dipl.-Ing. Dieter Schepp | |
| Referent für Bezirksarbeit: | Dipl.-Ing. Erwin Jost |
Termine
| 05.10.2010 - 07.10.2010 | INTERGEO 2010 | allgemeine Termine | Ort: Köln |
| 22.10.2010 | Goldenes Lot 2010 | Bundesverband | Ort: Köln, Messe-Ost, Blauer Salon |
| 16.06.2011 - 19.06.2011 | Bundesmitgliederversammlung 2011 | Bundesverband | Ort: Bremerhaven |
Mitteilungen des Verbandes
Wir bitten alle Mitglieder des VDV Ihre E-Mail-Adresse unter der Mail-Adresse info
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Veranstaltungsrückblick
| 07.05.2010 | Landesverbandstag 2010 | Landesverband Hessen | Ort: Bad Hersfeld |
| 06.06.2008 | Landesverbandstag 2008 | Landesverband Hessen | Ort: Limburg |
Positionspapier der Ingenieurkammer und der Ingenieurverbände des Landes Hessen zur Novelle 2010 der HOAI
Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) bildet den Rahmen für Qualität und Nachhaltigkeit der Bauinvestitionen in der Bundesrepublik Deutschland. Ihre Europatauglichkeit wurde mit der Novelle 2009 klargestellt.
Die HOAI ist sowohl auf Auftraggeber - als auch Auftragnehmerseite anerkanntes Instrument für Preisstabilität und Kostentransparenz. Durch die bundesweit verbindliche Regelung des Honorars wird einerseits eine effiziente Vergabe und Abrechnung der geistigschöpferischen Architekten- und Ingenieurleistungen ermöglicht und andererseits Qualitätswettbewerb, Zuverlässigkeit und die bestmögliche Beratung des Bauherren für termingerechte und sichere Herstellung von Bauobjekten bei Einhaltung des durch den Bauherren vorgegebenen Kostenrahmens in den Vordergrund gestellt.
Allerdings wurde in der Novelle 2009 mit der Abtrennung der Leistungen für
Umweltverträglichkeitsstudien, Thermische Bauphysik, Schallschutz und Raumakustik, Bodenmechanik, Erd- und Grundbau, Vermessungstechnik sowie Bauüberwachung im Ingenieurbau vom geregelten Teil ein struktureller Fehler begangen, der die gestiegenen Anforderungen z.B. bezüglich Energieeffizienz und Sicherheit ignoriert und bereits in der kurzen Zeit seiner Rechtsgültigkeit zu einer deutlichen Verkomplizierung der Vergabe von Planungs- und Überwachungsleistungen geführt hat.
Den vollständigen Text finden Sie hier.
Brief an Herrn Staatsminister Posch
Novelle der HOAI Teil XIII – Vermessungstechnische Leistungen
Sehr geehrter Herr Staatsminister Posch,
seit 1996 stehen der Verband Deutscher Vermessungsingenieure e.V. Landesverband Hessen (VDV-Hessen), die Ingenieurkammer Hessen (IngKH) und der Ausschuss der Verbände und Kammern der Ingenieure und Architekten für die Honorarordnung e.V. (AHO) im Dialog mit der Politik und arbeiten ehrenamtlich und konstruktiv an der Novellierung der HOAI mit.
Bereits im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD vom 11.11.2005 wurde die Novellierung der HOAI vereinbart.
Das BMWi hat schließlich im Februar 2008 einen ersten Referentenentwurf zur 6. HOAI -Novelle vorgelegt, der angesichts massiver Kritik des freiberuflichen Berufstandes der Ingenieure und Architekten und auch zahlreicher Politiker zur Überarbeitung zurückgezogen werden musste.
Am 24.03.2009 wurde den Kammern und Verbänden während der Osterferien ein neuer Entwurf mit einer zweiwöchentlichen Frist zur Stellungnahme übersandt. Dieser Entwurf muss von unserem Verband in der vorliegenden Form klar abgelehnt werden.
Verursacht durch den vom BMWi erzeugten Zeitdruck fanden in den letzten Wochen bis kurz vor dem Kabinettsbeschluss zahlreiche Sitzungen diverser Fachgremien statt, in denen Änderungsentwürfe und Stellungsnahmen zum HOAI - Entwurf des BMWi erarbeitet wurden und die dem BMWi vorliegen.
Über ein Jahr haben Ministerialbeamte im BMWi gebraucht, um schließlich Ende März 2009 mit einer dreimonatigen Verspätung einen überarbeiteten Entwurf vorzulegen. Die durch den Entwurf aufgeworfenen Probleme für die Architekten und Ingenieure wurden seitens des AHO in einer mehrseitigen Stellungnahme aufgezeigt. Die Herausnahme der Planungsleistungen XIII (Vermessungsleistungen) aus dem verbindlichen Teil der HOAI stellt für den VDV den schwerwiegendsten Knackpunkt dar.
Wie an anderer Stelle wiederholt dargestellt, sind vermessungstechnische Leistungen zu einem gewichtigen Teil Planungsleistungen, da sie integraler Bestandteil der Planung jedes Bauvorhabens sind. Insbesondere sind planende vermessungstechnische Leistungen auch Bestandteil der Planung von kleineren Bauvorhaben wie Einfamilienhäusern. Insofern ist hier besonders ein Beibehalt der Regelungen aus Verbraucherschutzgründen geboten.
Mit der von der Bundesregierung angestrebten HOAI - Novelle wird ein Keil in die deutsche Ingenieurgesellschaft getrieben. Tritt die HOAI - Novelle in der jetzigen Form in Kraft, bedeutet diese eine deutliche Ausbremsung der Konjunkturprogramme. Das BMWi missachtet offensichtlich, dass sich auch die Auftraggeber, wie Unternehmen, Bund, Länder, Kommunen und sonstige Bauherrschaften auf die veränderte Verordnung einstellen müssen und somit ab Eintritt der neuen Rechtslage neue Vertragswerke auszuarbeiten sind.
Es ist eine grobe Missachtung des Berufsstandes der Ingenieure, wenn dem Vorstandsmitglied des AHO, Herrn Dipl.- Ing. Karsten Zill, von den zuständigen Personen im BMWi in einer unbeschreiblichen Arroganz mitgeteilt wird, dass die HOAI im Ministerium geschrieben wird und man keinerlei Beratung von den betroffenen Berufen selbst oder von Außen benötige.
Diese Haltung dürfte bei tausenden Ingenieuren und deren Familien die Politikverdrossenheit sicherlich steigern.
Mit der am 29.04.2009 von der Bundesregierung beschlossenen HOAI wird die vermessungstechnische Leistung von der planerischen Leistung in eine Beratungsleistung abgestuft. Die von BMWi getroffene Einstufung der Vermessungsleistungen in die Kategorie „Beratungsleistungen“ ist nicht nachvollziehbar, willkürlich und unbegründet. Es handelt sich um eine Diskriminierung unseres Berufsstandes und eine Herabqualifizierung unserer Planungsleistungen. Die negativen Auswirkungen werden überwiegend kleine Ingenieurbüros zu tragen haben, die in den vergangenen Jahren ohnehin schwere Zeiten ertragen mussten, wie es das Gutachten von Prof. Hommerich deutlich belegt.
Unser Verband lehnt den HOAI - Entwurf aus den geschilderten Gründen ab und fordert die Aufnahme der Vermessungsleistungen in den verbindlichen Teil der HOAI.
Der Bayerische Landtag hat in einem Dringlichkeitsantrag und in der anschließenden Pressemitteilung vom 26.03.09 zutreffend kritisiert: „Bei so komplexen Leistungen wie thermische Bauphysik, Schallschutz, Raumakustik, Bodenmechanik und Vermessungstechnik können wir uns keine Preiskämpfe leisten. Wir müssen vermeiden, dass hier ein Einfallstor für schlechte Qualität geöffnet wird“, so der Vorsitzende des Wirtschaftsauschusses im Bundesrat Martin Zeil (FDP).
Wir wären Ihnen dankbar, wenn Sie sich unseres Problems annehmen könnten und einen entsprechenden Antrag im Bundesrat einbringen oder unterstützen könnten. Der vorliegende Entwurf wäre durch den von den Spitzenverbänden am 23.12.2008 vorgelegten Entwurf (Anlage) zu ergänzen. Somit wären die wichtigsten Planungsanteile des Vermessungswesens aus dem bisher ungeregelten Anhang wieder in den verbindlichen Teil der HOAI eingebunden.
Patrick Döring (MdB) - Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion für Stadtentwicklung und europäische Verkehrspolitik - unterstützt unsere Forderungen und sieht die Möglichkeit, dass die Defizite dieser Reform im Bundesrat aufgearbeitet werden können. Hierzu will er sich mit den zuständigen Landesministern der FDP in Verbindung setzen.
„Auch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) hat stets die Auffassung vertreten, dass die Leistungen der Teile X-XIII der HOAI nicht ausschließlich als Beratungsleistungen zu klassifizieren sind und einen durchaus erheblichen Anteil an Planungsleistungen beinhalten“, so der Staatssekretär Herr Dr. Daldrup in seinem Schreiben vom 04.02.2009 an den AHO - Vorsitzenden.
Sehr geehrter Herr Staatsminister Posch, wir bitten Sie recht herzlich, im Sinne unserer Mitglieder die HOAI - Novelle anhand der hier aufgezeigten Fakten im Bundesrat zu unterstützen.
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Sack
VDV – Landesverbandsvorsitzender
50-jähriges Jubiläum VDV-Hessen: Landesverbandstag Limburg mit Festveranstaltung
Unter dem Motto „50 Jahre berufsständisches Wirken des VDV Hessen“ begrüßte VDV-Landesorsitzender Dipl.-Ing. Bernd Sack zur Jubiläumsveranstaltung im DOMHOTEL der Stadt Limburg neben Bürgermeister Richard die Hauptreferenten der Festveranstaltung Prof. Dr. Martina Klärle und den Altvorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels Dieter Schormann, sowie ein Vielzahl von Gästen aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Kultur. Im Programm des Landesverbandstages stand neben der Festveranstaltung, die Mitgliederversammlung und daran anschließend ein Rundgang durch die historische Altstadt auf dem Programm.
Der Landesvorsitzende freute sich besonders, dass Ministerialrat Reinhard Klöppel vom zuständigen Ministerium und Dipl.-Ing. Gerd Köhler als Vertreter des Präsidenten des Hessischen Landesamtes für Bodenmanagement und Geoinformation gemeinsam mit dem Präsidenten der lngenieurkammer Hessen, Prof. Dr.-Ing. Udo F. Meißner, sowie den Flugleiter der ersten Marsmission „Mars-Express“ und der ersten Mondmission „Smart-1“ von der ESNESOC in Darmstadt, Michael McKay, und die Vorsitzenden des DVW Hessen und BDVI Hessen, Dipl.-Ing. Mario Friehl und Dipl.-Ing. Helmut Müller, der Einladung gefolgt sind. Für das Präsidium des VDV überbrachten Vizepräsident Dipl.-Ing. Klaus Meyer-Dietrich und Bundesgeschäftsführer Dipl.-Ing. Burkhard Kreuter die Glückwünsche des Verbandes. Begrüßen konnte Bernd Sack auch die VDVRedakteure Rolf Bull und Willibald Dores mit ihrem wissenschaftlichen Berater Prof. Dr.- lng. Manfred Weisensee, sowie den Dekan des FB 1 der FH Frankfurt, Prof. Dr.-lng. Jörg Reymendt.
Junge Menschen für Technik begeistern
In seiner Festansprache stellte VDV-Landesvorsitzender Bernd Sack die 80-seitige „Jubiläumsschrift“ vor, in der die wichtigsten Ereignisse von 1957, dem Gründungsjahr des VDV Landesverbandes Hessen, bis 2007 festgehalten sind. Er empfahl die informative und reich bebilderte chronologische Schrift als „leichte“ Lektüre zum Lesen. Deshalb verzichtete er auch auf einen umfassenden Rückblick mit dem Hinweis, nach vorne zu blicken. „In diesem Zusammenhang gilt es“, so Sack, „die jungen Menschen für die Technik zu begeistern um damit die Nachwuchsförderung zu forcieren. Wir können aber keinen hinter dem Ofen hervorlocken, wenn die Rahmenbedingungen in Deutschland keine Anreize für den lngenieurberuf bieten. Mehr als 12 Jahre ergebnislose Bearbeitung der Novellierung der HOAI treibt die Ingenieurbüros immer näher an den finanziellen Abgrund und auch der Entwurf zum Dienstrechtsneuordnungsgesetz zeigt für die Ingenieure im Öffentlichen Dienst keine überzeugenden Lösungen auf“, so der VDV-Landesvorsitzende weiter. Der VDV bietet gemeinsam mit der ZBI-Dachorganisation und der lngenieurkammer seine umfassende Mitarbeit zur Lösung anstehender Probleme an.
Grußworte und Appell an die Politik
Martin Richard, Bürgermeister der Kreisstadt Limburg, stellte die „musikalische Domstadt“ an der Lahn mit ihrer attraktiven Altstadt und den vielfältigen touristischen Möglichkeiten vor. „Die ausgewogene Wirtschaftstruktur wird heute durch das Richtfest für den Neubau des Amtes für Bodenmanagement am ICE-Bahnhof einmal mehr gefestigt“, freute sich das Stadtoberhaupt. Prof. Dr.-Ing. Udo Meißner, Präsident der Ingenieurkammer Hessen, warb für eine enge Zusammenarbeit der Bau- und Vermessungsingenieure, um auch hier dem Wandel der Anforderungen gerecht zu werden. „Sind wir in einer globalen Weltwirtschaft richtig aufgestellt“, so seine Fragestellung. Es gelte klar herauszustellen, dass mit der Berufsbezeichnung Ingenieur höhere fachliche Maßstäbe verknüpft sind – dies vor allem vor dem Hintergrund, „dass uns der Dipl.-Ing. mit Bachelor und Master weggenommen wurde“. Auch zu diesem Themenkomplex tragen die Berufsverbände und die Kammern eine besondere Verantwortung. Der VDV möge hier weiter mitwirken und mitdiskutieren, so Prof. Dr-Ing. Udo Meißner. In seinem Grußwort appelierte er an Politik und Wirtschaft, sich den berechtigten Forderungen der Ingenieure zur Novellierung der HOAI zu stellen.
Ministerialrat Reinhard Klöppel, Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, würdigte die Leistungen der Vermessungsingenieure, „die nicht nur spektakulär, sondern solide und ordnend wirken – darin liegt der Wert der Leistung“. Die beruflichen Perspektiven der Vermessungsingenieure sind derzeit besser als z. B. bei den Jusisten. „Den VDV als größten Berufsverband, erlebe ich als Mittler zwischen Politik und Gesellschaft“, so Ministerialrat Klöppel. Er wünschte dem VDV, sich weiterhin mit Weitblick zu engagieren.
Michael McKay, ESA/ESOC Darmstadt, spannte einen Bogen 50 Jahre Entwicklungen in Deutschland, in Europa, in der Weltraumforschung zu Perspektiven für die Zukunft, z. B. Klimaforschung. Er berichtete hochinteressant über die neuesten Entwicklungen der Missionen und Forschungen zu den Porjekten Mond, Mars, Venus, Titan, Saturn. Michael McKay, Flugleiter der ersten Marsmission Mars-Express und der ersten Mondmission „Smart 1“, ist seit 2004 Preisträger des GOLDENEN LOTES, dass der VDV alljährlich in der KölnMesse verleiht. Er wünschte dem VDV Hessen viel Erfolg für die nächsten 50 Jahre: „Wir sind eine Mannschaft. Durch Ihre Zeitschrift sind Sie sehr kompetent. Wir arbeiten zusammen für unsere gemeinsamen Ziele“.
Helmut Peuser (CDU), direkt gewählter Landtagsabgeordneter, lobte die Vermessungsingenieure, „die stets die Probleme für alle befriedigend zu lösen wüssten“. Michael Borsche (FDP) befand als Rechtsanwalt, dass „Juristen ohne Vermessungsingenieure auf verlorenem Posten“ arbeiten.
Leseförderung auf eine besondere Art
„Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels – Leseförderung auf eine besondere Art“, thematisierte in lockerer Art mit Annektoden versehen der Altvorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Dieter Schormann. Der Kulturnetzwerker und Altphilologe begeisterte die Zuhörer mit seinem leidenschaftlichen Plädoyer für das „Buch als Kultur- und Wirtschaftsgut, auch als Fundus für den wichtigsten Rohstoff – das Wissen“. Mit Erstauen nahm das Auditorium zur Kenntnis, das es in Deutschland fast 25 % Analphabeten gibt und im Durchschnitt je Haushalt nur fünf Bücher stehen. Schormanns Streifzug durch alle Kontinente wurde anschließend mit viel Applaus bedacht und sein Aufruf unterstützt, das möglichst viele Bürger sich zur Verfügung stellen sollten, als Vorleser schon in die Kindergärten und Grundschulen zu gehen, damit dem Lesen in unserer Gesellschaft ein höherer Stellenwert zugemessen wird. Interessant und zuweilen amüsant seine Anmerkungen zu den Vorbereitungen der alljährlich stattfindenden Buchmesse.
Dieter Schormann ist 1996 in den Vorstand des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels gewählt worden. 15 Jahre war er im Stiftungsrat des Friedenspreises, davon fünf Jahre als Stiftungspräsident. Seit 1969 ist der Buchhändler, Antiquar und Verleger Geschäftsführer der Ferberschen Universitätsbuchhandlung in Gießen, seit 1975 Inhaber der Buchhandlung mit 80 Mitarbeitern.
Nachhaltige Dorfentwicklung
„DORF KOMM+ Dörfer beleben – Flächensparen“, so das Thema des zweiten Festvortrages, dem sich sehr engagiert Prof. Dr. Martina Klärle, FH Frankfurt, widmete. Nachhaltige Dorfentwicklung und den Trend der Abwanderung aus dem ländlichen Raum zu stoppen sei ihr „sehr ans Herz gewachsen“, so die Referentin. Sie forderte zum Thema „Dorf KOMM+“ die Kommunen auf, endlich mit der Zersiedlung der Landschaft durch immer wieder neue Baulandumlegungen aufzuhören und sich intensiv mit der Sanierung der Ortskerne zu befassen, um diese wieder attraktiv und lebenswert zu machen und dem Verfall durch Leerstände entgegen zu wirken. Die Fläche von 150 Sportplätzen würde täglich in der Bundesrepublik „verbraucht“ – vor allem als Wohnbauflächen. „Wenn das so weiter geht, sind wir in 80 Jahren komplett besiedelt, warnte Dr. Martina Klärle. Die Innenentwicklung der Dörfer müsse der Regelfall werden, die Außenentwicklung die Ausnahme. Hier sei z. B. die wissenschaftliche Zusammenführung von 18 Ortsentwicklungkonzepten im Bereich Hohenlohe-Tauber „DORF KOMM+“ (Baden-Württemberg) eine gute Orientierung und Leitfaden zur Dorfentwicklung für die Bürgermeister. Bei der Bestandserhebung leistet die Vermessung mit modernen Erfassungs- und Analysemöglichkeiten einen wichtigen Beitrag, um Entwicklungspotenziale im Innenortbereich aufzuspüren. „Gestalten wir und leben wir so, dass wir unsere Dörfer unseren Kindern guten Gewissens übergeben dürfen“, appellierte abschließend die Referentin eindringlich.
Dr. Martina Klärle hat seit 2007 die Professur für Landmanagement im Studiengang Geoinformatik und Kommunaltechnik, sowie Lehre und Forschung in der Bauleit-, Raum- und Umweltplanung inne. Gleichzeitig ist Dr. Klärle Studiengangleiterin. Sie ist Inhaberin des gleichnamigen „Ingenieurbüros Prof. Dr. Klärle“ in Weikersheim.
Mit einem Altstadt-Rundgang und einem Besuch im Dom der seit 1827 bestehenden Bischofsresidenz Limburg endete die Veranstaltung. Ein ausführlicher Bericht zur Mitgliederversammlung, in der Friedhelm Roth zum Ehrenvorsitzenden und Bernd VoIz zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurden, erfolgt in der nächsten Ausgabe des VDVmagazin.
Horst H. Helmig / Red.
















