zum Content

Goldenes Lot 2001 für Prof. Dr. habil. Dagmar Schipanski

Zur Verleihung des Goldenen Lotes 2001 am 20. Oktober waren über 60 Gäste in den Festsaal Allegro der KölnMesse gekommen. Mit Prof. Dr. habil. Dagmar Schipanski wurde erstmals eine Frau mit dem drei Kilogramm schweren Lot ausgezeichnet. Prof. Dr. Ing. Manfred Bonatz, Lot-Preisträger des Vorjahres, war sehr erfreut, für eine so hochrangige Wissenschaftlerin und derzeitige Thüringer Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst die Laudatio halten zu dürfen.

 

Dagmar Schipanski war nicht in der SED und so begann ihre eigentliche Karriere erst vor etwas über zehn Jahren mit der Wiedervereinigung. Die vielen beeindruckenden beruflichen und gesellschaftspolitischen Tätigkeiten von Prof. Dagmar Schipanski skizzierte der Laudator schwerpunktmäßig. Als Wissenschaftler war Dr. Bonatz davon angetan, wie sich die designierte Preisträgerin in den damaligen sozialistisch Staaten DDR und UdSSR, trotz der begrenzten technischen und gesellschaftlich Möglichkeiten, ihrer wissenschaftlich Forschung mit großem Erfolg widmen konnte. Ihre Verantwortung gegenüber den Mitmenschen lässt sie dabei aber auch nicht außer Acht. Sie wirkt in vielen wissenschaftlichen und gesellschaftspolitisch tätigen Gremien mit. So ist sie seit 1999 Präsidentin der deutschen Krebshilfe. Auch international ist Prof. Schipanski hoch angesehen. 1998 wurde sie in die UNESCO-Weltkommission für Ethik in Wissenschaft u Technologie berufen, der nur 18 Wissenschaftler aus allen Teilen der Welt angehören.

 

Bei der Überreichung des Goldenen Lotes wies Wolfgang Kramer darauf hin, dass er, wie die Auszuzeichnende ebenfalls aus Thüringen stamme. Was war da nahe liegender als im Text in der Urkunde den Thüringer Martin Luther zu zitieren.

 

Dr. Dagmar Schipanski nahm sichtlich gerührt die Auszeichnung an und dankte dem VDV-Bezirk Köln für diese Verleihung. In ihrer Dankesrede spannte sie einen weiten Bogen zwischen Wissenschaft, Gesellschaft, Politik und unserer Verantwortung gegenüber den Mitmenschen in diesem Netzwerk. Sie nutzte auch die Gelegenheit, Thüringen als innovatives Bundesland vorzustellen. Nach 12 Schuljahren kann in Thüringen bereits die Reifeprüfung abgelegt werden. Die Fachhochschulen und Universitäten sind mittlerweile darauf ausgelegt, die Absolventen mit einem Lebensalter ab 23 Jahren bereits dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen. Ziel sei es auch, die Möglichkeit zu schaffen, dass deutsche Wissenschaftler auch wieder für ihre Forschungen in Deutschland den Nobelpreis erhalten können.