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Landesverbandstag Rheinland-Pfalz 2018

13.03.2018 Landesverband Rheinland-Pfalz Von Tilo Groß vor 191 Tagen


Termin: 10.03.2018
Ort: St. Goarshausen


Gruppenfoto

Die Jubilare für 25 und 40 Jahre VDV-Mitgliedschaft - Foto: Willibald Dores

Gäste und Mitglieder des VDV trafen sich zum „Come-Together“ im Besucherzentrum auf der Loreley zum Auftakt des Landesverbandstages 2018! Der Begrüßung durch den Landesvorsitzenden Hans Brost folgten die Grußworte von Herman-Josef Heinz, stellvertretender Leiter der Referatsgruppe Vermessung und Geobasisinformation im Ministerium des Innern und für Sport (MdI), Frank Pöhlmann vom VDV-Präsidium sowie des Bürgermeisters der Stadt St. Goarshausen und des Bürgermeisters der VG Loreley. Herr Heinz hob hervor, wie wichtig die konstruktive Mitarbeit und das Feedback der Berufsverbände seien, um praxistaugliche Regelungen und Verfahrensweisen für das amtliche Vermessungswesen erstellen zu können. Er appellierte daher an alle Kolleginnen und Kollegen sich diesem Engagement anzuschließen und die Verbände durch ihre Mitgliedschaft und aktive Mitarbeit zu stärken. Frank Pöhlmann überbrachte die Grüße des VDV-Präsidenten Wilfried Grunau, zeigte sich sehr angetan von Landschaft und Region und bestätigte, dass der Landesverband RLP auch im bundesweiten Vergleich sehr engagiert und gut positioniert sei. Er gratulierte, wie viele der Gäste und Grußwortredner an diesem Tag, dem Landesvorsitzenden Hans Brost nochmals zur Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz. Diese zeige, wie engagiert sich Hans Brost über viele Jahrzehnt für die Belange des Berufsstandes und der Gesellschaft eingesetzt habe.

Den kurzen Grußworten der beiden Bürgermeister schloss sich eine informative Führung über die renovierte Freilichtbühne und die Baustelle des Kultur- und Landschaftsparks Loreley an. Die Führung über die Bühne mit der vollständig erneuerten und weithin bekannten Zeltdach-Stahlträgerkonstruktion erfolgte durch den Stadtbürgermeister St. Goarshausen, Manfred Baumert, als „Hausherr“ der Freilichtbühne. Den Teilnehmern bot sich exklusiv die Gelegenheit, einmal aus der Perspektive großer Künstler wie Genesis oder Westernhagen, in das weite Rund dieser traditionsreichen Freilichtbühne mit ihren 16.000 Sitzplätzen zu schauen, auf der auch in diesem Sommer wieder zahlreiche Konzerte stattfinden werden. Nicht minder engagiert und informativ erläuterte im Anschluss der Bürgermeister der VG Loreley, Werner Groß die laufenden Arbeiten und das Konzept hinter dem entstehenden Kultur- und Landschaftspark Loreley. Gepaart mit spektakulären Blicken in das Rheintal bei frühlingshaftem Sonnenschein konnten sich die Teilnehmer bereits über den entstehenden Mythenpfad und den Strahlenweg auf den neu gestalteten Loreleyfelsen zu bewegen und sich über das künftige Ausstellungskonzept und das in Planung befindliche Hotel informieren. Viele sind jetzt schon gespannt, wie sich der Besuchermagnet „Loreley“ in ein bis zwei Jahren nach Abschluss aller Maßnahmen präsentieren wird. Sicher werden Einige der Einladung des Verbandsbürgermeisters folgen und noch mal den Weg ins Mittelrheintal finden – spätestens zur Buga 2031, um deren Ausrichtung sich der Zweckverband Oberes Mittelrheintal derzeit bemüht und zu der Herr Groß mit einem leichten Schmunzeln bereits jetzt herzlich einlud!

Das Stichwort Bundesgartenschau 2031 griff nach dem Mittagessen im Besucherzentrum auch noch einmal der Vorsitzende des Zweckverbands und Landrat des Rhein-Lahn-Kreises Frank Puchtler auf, der gemeinsam mit der amtierenden Loreley Theresa Lambrich die Teilnehmer des Landesverbandstages herzlich begrüßte. Frank Puchtler stellte die Region und ihre Menschen engagiert vor und betonte vor dem Hintergrund seiner eigenen Erfahrungen in der Landes- und Kommunalpolitik die Bedeutung der Geodaten und der Arbeit der Geodäten als Grundlage jedweder raumbezogenen Planung und Entscheidung. Da passte es gut, dass im anschließenden Fachteil von Dipl.-Ing. (FH) Tilo Groß vom LVermGeo Rheinland-Pfalz der Workflow und die Rahmenbedingungen zum Nachweis von öffentlich-rechtlichen Festsetzungen (ö.r.F.) und der Geofachdaten des Naturschutzes dargestellt wurden. Derzeit ist die VermKV RLP intensiv dabei, planungsrelevante Festsetzungen anderer Fachbehörden, wie z.B. Natura-2000 oder Überschwemmungsgebiete aus Web-Feature-Services in den flurstücksbezogenen Nachweis des Liegenschaftskatasters zu überführen. Denn, nur im Liegenschaftskataster können die ö.r.F. verschiedenster Fachbehörden mit rechtlich und geometrisch zutreffendem Flurstücksbezug gebündelt nachgewiesen und für die Nutzer zur Verfügung gestellt werden. Der VDV konnte auch Dr. Jörg Kurpjuhn, Vizepräsident des Landesamtes für Vermessung und Geobasisinformation, als weiteren Vertreter der Vermessungs- und Katasterverwaltung begrüßen, so dass sich für die anwesenden ÖbVI, zahlreiche Gelegenheiten zum fachlichen Austausch mit den VermKV-Vertretern ergaben.

Die Begleitpersonen unternahmen gemeinsam mit der „Loreley“ eine kleine Wanderung zum nahegelegenen Aussichtspunkt „Spitznack“ und genossen den Mittelrhein bei Kaffee, Wein und Kuchen in der dortigen Straußwirtschaft.

Währenddessen folgten die VDV-Mitglieder dem Fachvortrag und der anschließenden Mitgliederversammlung. Der bisherige Vorstand wurde entlastet. In der Teilwahl des neuen Vorstandes wurden Elmar Neuroth und Steffi Behr in ihren Funktionen als stellvertretender Landesvorsitzender und Schatzmeisterin bestätigt. Florian Thiery schied nach 2 Jahren wegen seines beruflichen Wechsels aus seiner Funktion als Hochschulreferent aus. Leider konnte bis dato noch kein/e Nachfolger/in gefunden werden, so dass die Funktion im Moment unbesetzt bleiben musste. Der neue Landesvorstand setzt sich somit wie folgt zusammen:

Vorsitzender: Hans Brost, Stellvertreter: Elmar Neuroth, Schatzmeisterin: Steffi Behr, Schriftführer: Tilo Groß, Referent für Öffentlichkeitsarbeit: Christian Mayer. Als neue Kassenprüfer wurden gewählt: Peter Kuntze und Florian Thiery. Christian Schumann bleibt als Kassenprüfer weiter im Amt bis 2020.

Auch wenn die Position des Hochschulreferenten leider vakant bleiben musste - einhelliges Fazit Aller war: Eine rundum gelungene Veranstaltung im Herzen des Unesco Welterbes Oberes Mittelrheintal!




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