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Besuch an der Schule „Technikum Geologiczno Geodezyjno Drogowe w Warszawie“

25.04.2018 VDVinformiert Von Florian Dietze-Römkens vor 180 Tagen


im Zimmer der Direktorin

Dorota Stachon (Deutschlehrerin, Technikum Geologiczno Geodezyjno Drogowe w Warszawie), Małgorzata Augustowska (Direktorin Technikum Geologiczno Geodezyjno Drogowe w Warszawie), Florian Dietze-Römkens (Referent für internationale Angelegenheiten im VDV und Vizepräsident der European Group of Surveyors -EGoS-), prof. dr. hab. inż. Andrzej Pachuta (Wydział Geodezji i Karto-grafii Politechnika Warszawska - Fakultät für Geodäsie und Kartographie an der Technischen Universität Warschau), mgr inz. Łukasz Żak (Instytut Geodezji i Kartografii - Institut für Geodäsie und Kartografie)

mit den Schülern des Technikums

(Technikum für Geologie, Geodäsie und Straßenbau in Warschau)

Das Technikum ist eine Bildungseinrichtung, dessen Bildungsgänge zum Erwerb einer Berufsqualifikation auf Niveau eines polnischen Technikerabschlusses führen und das mit einer Berufsschule in Deutschland verglichen werden können. Diese Schule hat mit der Gründung im 1916 als Schule für Vermessungstechniker bereits eine über hundertjährige Tradition und hat seitdem verschiedene Wandlungen erlebt und überlebt. Heute besuchen etwa 500 Schüler im Alter von 16 bis 21 Jahren diese Schule und erlernen Berufe aus verschiedenen Bereichen wie z. B. der Vermessung, Geologie, Straßenbau und Verkehrsplanung, Technik erneuerbarer Energien und anderen. Es gibt Kontakte zu Universitäten sowie Behörden und privaten Firmen, bei denen die Schüler das erforderliche Schulpraktikum absolvieren können. Zuvor gab es bereits Kontakte zu einem Gymnasium in Nordrhein-Westfalen, doch diese Zusammenarbeit wurde nicht mehr weitergeführt.

Am Freitag, 23. März 2018, gab es eine Informationsveranstaltung des Referenten für internationale Angelegenheiten des VDV, Dipl.-Ing. Florian Dietze-Römkens, bei der die Schüler einen Überblick über den Aufbau der Berufsausbildung in Deutschland erhielten und ihnen ihr Verlauf in der Berufsschule und dem Ausbildungsbetrieb erläutert wurden. In einer Fragestunde interessierten sich die Schüler vor allem für die Situation auf dem Arbeitsmarkt und den Berufsfeldern, auf denen sich nach der Ausbildung als Vermessungstechniker eine Tätigkeit finden ließe. Schüler aus einer Deutschklasse, in der Deutsch als zweite Fremdsprache unterrichtet wird und das somit nicht zum Pflichtprogramm gehört, haben dabei ihre Fragen teilweise auf Deutsch gestellt. Einen Schwerpunkt der Berufswünsche bildete der Bereich der erneuerbaren Energien, der in weiten Teilen auf eine funktionierende Geodateninfrastruktur angewiesen ist.

Zu den Möglichkeiten und Aussichten, in Warschau an der Universität zu studieren, gab Herr Prof. Andrzej Pachuta einige Hinweise, denn Fachleute werden zurzeit in Polen wie auch in Deutschland dringend gesucht. Im Rahmen  der Niederlassungsfreiheit für Bürger der EU und wegen des Fachkräftemangels ist es aussichtsreich, in einem anderen Land der EU eine Tätigkeit aufzunehmen, wobei Kenntnisse der deutschen Sprache angestrebt werden sollten.

Abschließende stellte Herr Dietze-Römkens in Aussicht, zwischen dem Technikum in Warschau und der Berufsschule in Berlin einen Kontakt herzustellen, so dass in naher Zukunft ein Erfahrungsaustausch bei gegenseitigen Besuchen möglich sein wird. In Kürze wird es dazu weitere Gespräche in Berlin geben.