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Der VDV im digitalen Wandel

01.02.2017 VDVinformiert Von Wilfried Grunau vor 174 Tagen


Die Digitale Transformation wurde inzwischen von allen möglichen Experten ausgiebig betrachtet, analysiert und kommentiert. Zwischenzeitlich wissen wir damit jetzt auch, dass der digitale Wandel sich nicht nur auf technische Systeme erstreckt, sondern in besonderem Maße auch digitale Kompetenzen („Skills“) und neuartige Arbeitsweisen erfordert. Was aber bedeutet die Digitalisierung für einen Berufsverband wie den VDV? Der Einsatz moderner Sozialer Medien, wie E-Mail, Facebook, Twitter und Co. kann es nicht allein sein, wenngleich sie für die Kommunikation des Verbandes mit den (potenziellen) Mitgliedern sehr bedeutsam sind. Nein, es betrifft sicherlich auch die organisatorischen Prozesse im Verband. Digitalisierung bedeutet damit offensichtlich eine Anpassung, beziehungsweise sogar einen durchgreifenden Wandel der Verbandskultur.

 

Und hier lohnt sich ein detaillierter Blick hinter die Kulissen des Verbandes, zeigt sich doch, dass der VDV bei der Integration digitaler Technologien und Arbeitsweisen ausnehmend gut aufgestellt ist: Die Kommunikation der Mitglieder zum Verband wie auch der Verbandsgremien untereinander kann ausnahmslos auf nahezu jedem digitalen Weg rund um die Uhr („24/7“) erfolgen. Die nur beispielhaft obengenannten Social Media sind damit durchaus sehr wichtige „Touchpoints“ des Verbandes – aber eben nicht die einzigen: der richtige Mix macht’s. Darüber hinaus sind die VDV-Geschäftsstelle, die Mitgliederzentrale, das VDV-Finanzwesen und das VDVmagazin in ihren Prozessen intern wie extern durchgängig digital organisiert und erlauben den Verantwortlichen jederzeit einen hochaktuellen Einblick in alle Vorgänge. Sämtliche Belege wie auch der gesamte Schriftverkehr werden – soweit notwendig – eingescannt und digital vorgehalten; und selbstverständlich trägt das Verfahren auch den gesetzlichen Vorgaben, wie z.B. der Aufbewahrungspflicht von Belegen, Rechnung. Im Sinne einer besseren Verbandskultur dient dieses System zusätzlich dazu, interne Kenntnisse zu teilen und gleichzeitig mehr Kontrolle sowie Transparenz über die Informationen zu liefern. Größter Wert wird dabei selbstverständlich auf den Datenschutz gelegt. Wichtig in diesem Kontext ist natürlich eine umfassende digitale Kompetenz bei den verantwortlichen Akteuren.

 

Digitale Prozesse und das gelebte Selbstbild eines modernen VDV verlangen technische und organisatorische Entwicklungen genauso wie einen intensiven Blick auf die Mitglieder. Wir müssen heute mehr denn je deutlich stärker auf digitale Interaktion setzen. Die Frage, mit der wir uns täglich auseinandersetzen, ist einfach gestellt: Welche Veränderungen, welche Trends und Megatrends, prägen unsere Gegenwart und welche Rückschlüsse lassen sich daraus für die Zukunft des VDV im Speziellen und der Geodäsie im Allgemeinen schließen? Auch wenn unsere Einschätzungen und Interpretationen nie absolut perfekt sein werden, so sind diese Fragen im Sinne eines lebendigen Verbandes doch notwendig. Innovation ist meines Erachtens damit nicht nur etwas technologisches, sondern betrifft – in unserem Fall – immer auch die gesamte Bandbreite aller Prozesse in und um den VDV. Hierzu zähle ich beispielsweise auch die Möglichkeit für Verbandsmitglieder, sich unabhängig von Wohnort und Familiensituation aktiv am Verbandsleben zu beteiligen, bis hin zu mehr digitaler Partizipation, Vernetzung und Dialog. Mein Aufruf an dieser Stelle: Bringen Sie sich ein, nutzen Sie das Netzwerk und die Konnektivität des VDV!

 

Zusammenfassend kann ich feststellen, dass die Digitalisierung beim VDV längst Einzug gehalten hat und „State of the Art“ ist. Der VDV hat die Chancen der digitalen Disruption positiv genutzt und wirkt in diesem Kontext wie ein digitaler Botschafter: Er durchdenkt und optimiert seine Prozesse immer wieder, bereitet sie auf, verkürzt sie, baut sie um und verknüpft sie dann mit den Menschen, d.h. seinen Mitgliedern, seinen Funktionären ebenso wie externen Kontakten. Und genau das ist es, was den VDV – bei aller Digitalisierung – auch immer wieder von anderen Organisationen unterscheidet: Offenheit, menschliche Wärme und Vertrautheit. Und das ist auch gut so!

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein erfolgreiches Jahr.

Ihr
Wilfried Grunau
Präsident des VDV