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Einführung von Anwärtersonderzuschlägen für den vermessungstechnischen Vorbereitungsdienst – ein Schritt in die richtige Richtung

04.05.2019 VDVinformiert Von Harry Roth - Landesverband Baden-Württemberg vor 19 Tagen


Bild: Pixabay (CCO)

„Baden-Württemberg hat die Einführung von Anwärtersonderzuschlägen für die Vorbereitungsdienste in allen drei vermessungstechnischen Verwaltungslaufbahnen auf den Weg gebracht. Ziel ist es, Anreize für den Berufsnachwuchs zu schaffen, um den Bedarf an Nachwuchskräften in der Vermessungs- und Flurneuordnungsverwaltung zu decken. Junge Menschen haben bei uns im Land allerbeste Chancen auf eine Karriere in der Vermessungs- und Flurneuordnungsverwaltung“, dies gab der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Freitag, dem 15. März 2019 in Stuttgart in einer Pressemitteilung bekannt.

Das Finanzministerium hat eine entsprechende Verordnung zur Änderung der Anwärtersonderzuschlagsverordnung erlassen.

Der Pressemitteilung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) war ferner zu entnehmen, dass somit den Anwärterinnen und Anwärtern des höheren und gehobenen vermessungstechnischen Verwaltungsdienstes im Landesdienst sowie im gehobenen und mittleren vermessungstechnischen Verwaltungsdienst im kommunalen Bereich der Stadt- und Landkreise sowie Gemeinden ein Anwärtersonderzuschlag in Höhe von 45 Prozent des jeweiligen Anwärtergrundbetrages gewährt werde. Der Zuschlag werde rückwirkend für alle Anwärterinnen und Anwärter bezahlt, deren Ernennung nach dem 31. März 2018 liege.

Viele Interessenvertretungen und Verbände, auch der BDB, haben sich seit langem für die Einführung von Anwärtersonderzuschlägen im Vermessungswesen eingesetzt. Die dramatische Nachwuchssituation und der Bewerbermangel machte ein entsprechendes Handeln zwingend erforderlich.

Die Fachgruppe Geodäsie und Geoinformatik hatte dies zuletzt nochmal bei einem Besuch im MLR im vergangenen August zum Ausdruck gebracht und dann in einem Schreiben an das Finanzministerium im Dezember 2018 auch vehement eingefordert.

Insoweit ist es sehr erfreulich, dass das stetige Drängen Erfolg hatte. Sehr erfreulich ist auch, dass die Gewährung der Anwärtersonderzuschläge rückwirkend zum 01. April 2018 erfolgt.

Die Anwärtersonderzuschlagsverordnung ließe aber auch einen Zuschlag in Höhe von 70% des jeweiligen Grundbetrags zu. Insoweit wäre hier sicher noch etwas Luft nach oben gewesen.

Trotzdem ist die Einführung der Anwärtersonderzuschläge sicher ein (erster) Schritt in die richtige Richtung zur wirksamen Nachwuchsgewinnung und sicher auch ein Beispiel für erfolgreiche, beharrlicher Arbeit von Berufsverbänden.