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Geodäsieverbände melden sich zur Grundsteuerreform zu Wort

09.10.2018 VDVinformiert Von IGG vor 11 Tagen


Positionspapier der InteressenGemeinschaft Geodäsie / Voraussetzungen für ein Bewertungsmodell mit überschaubarem Aufwand herstellbar

In einem umfassenden Positionspapier der InteressenGemeinschaft Geodäsie haben sich die Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement e.V. (DVW), der Bund der öffentlich bestellten Vermessungsingenieure e.V. (BDVI) und der Verband Deutscher Vermessungsingenieure e.V. (VDV) zu der durch den Ersten Senat des Bundesverfassungsgerichts aufgegebenen Neuregelungen des Bewertungsgesetzes zur Einheitsbewertung von Grundvermögen geäußert.

Die Verbände sind sich einig: Die Voraussetzungen sowohl zur Entwicklung notwendiger Datenbanken und Grundstücksbewertungsmodelle sind mit überschaubarem Aufwand und bis Ende 2024 realisierbar.

Die Verbände schlagen kein bestimmtes Modell vor. Sie fordern, die fachliche Expertise der Geodäten zu nutzen. Für die Koordinierung der Aufgaben werden das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) und die Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder (AdV) vorgeschlagen.

Bezogen auf den Einbezug der erforderlichen Wertkomponente für die Ermittlung der Bemessungsgrundlagen zur Erhebung der Grundsteuer sind sich die Geodätenverbände sicher:

Die von den Gutachterausschüssen seit Jahren ermittelnden Bodenrichtwerte, das ab 2019 zur Verfügung stehende „3D-Gebäudemodell“ und die vorliegenden Informationen der Kommunen zum Planungsrecht können bundesweit vereinheitlicht werden und stellen eine gute Grundlage zur verfassungskonformen Erhebung der Grundsteuer dar.