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Klausurtagung der InteressenGemeinschaft Geodäsie (IGG)

26.01.2019 VDVinformiert Von IGG vor 142 Tagen


Die Teilnehmer der IGG-Klausurtagung (v.l.): Burkhard Kreuter (VDV), Hans Ulrich Esch (BDVI), Hansjörg Kutterer (DVW), Christian Hesse (DVW), Michael Zurhorst (BDVI), Wilfried Grunau (VDV)

Die Teilnehmer der IGG-Klausurtagung (v.l.): Burkhard Kreuter (VDV), Hans Ulrich Esch (BDVI), Hansjörg Kutterer (DVW), Christian Hesse (DVW), Michael Zurhorst (BDVI), Wilfried Grunau (VDV)

Die Präsidenten der Mitgliedsverbände der InteressenGemeinschaft Geodäsie (IGG) haben sich zur inzwischen 10. Jahresklausurtagung  am 25./26. Januar 2019 in Papenburg getroffen. Allseitig wurde die bisherige Zusammenarbeit als Erfolg für die gemeinschaftliche Ausrichtung der geodätischen Profession gewertet. Die Positionspapiere zur Grundsteuerreform, zur Digitalisierung oder zur Beibehaltung des technischen Referendariats stehen als Beispiel dafür.

Die Nachwuchsgewinnung wird als die größte Herausforderung gesehen, der man sich zwingend gemeinschaftlich stellen muss. Aber auch für die Wahrnehmung der Geodäsie in der Gesellschaft stellt die Verbandszusammenarbeit einen unschätzbaren Mehrwert dar.

Im Einzelnen positioniert sich die IGG wie folgt:

  1. Das Nachwuchsproblem stellt auf allen Ebenen eine ernsthafte Bedrohung für eine nachhaltige geodätische Kompetenz dar. Insofern ist und bleibt die Nachwuchsgewinnung eine gemeinschaftliche Aufgabe. Speziell ergreift die IGG folgende Maßnahmen und stellt dafür Finanzmittel bereit:
    • Das modernisierte zentrale Internetportal www.arbeitsplatz-erde.de wird in Kürze frei geschaltet. Es wird um ein Stellenportal für Auszubildende und Angebote für Praktika ergänzt.
    • Es wird geprüft, wie mit professioneller Hilfe die Reichweite in sozialen Netzwerken hinsichtlich Nachwuchsgewinnung gesteigert werden kann.
    • Es soll ein Wettbewerb für die Erstellung von Videoclips zur Nachwuchswerbung, beispielsweise bei Studierenden, ausgeschrieben werden.
    • Der von der DGK initiierte „Tag der Geodäsie“ wird nachdrücklich unterstützt. Die Mitglieder der IGG-Verbände werden zu verstärkter Beteiligung aufgerufen. In Hinblick auf die Organisation wird sich die IGG mit der DGK abstimmen.
  2. Die IGG sieht Fortschritte in der öffentlichen Verfügbarkeit von Geodaten. Allerdings wird noch ein enormes Verbesserungspotential gesehen. In Sachen Open Data und Nutzungsbedingungen liegen die Argumente seit Jahren auf dem Tisch. Die IGG sieht eine große Gefahr für die Wahrnehmung geodätischer Kompetenz in der Gesellschaft, wenn es nicht zeitnah zu einer Auflösung der Konflikte kommt. Die IGG wird diesbezüglich auf die verschiedenen Gremien zugehen. Föderalismus ist auch Aufforderung zur Einigung!
  3. Die IGG wird auf Basis des gesammelten Fachwissens in den Verbänden zum Building Information Modeling (BIM) Positionen zur Einbringung geodätischer Kompetenz in den BIM-Prozess erarbeiten.
  4. Die GEODÄSIE-AKADEMIE als gemeinschaftliche Plattform mit einheitlichem Preisniveau für alle Verbändemitglieder und einer übersichtlichen Zusammenstellung aller Fort- und Weiterbildungsangebote wird als Mehrwert gesehen. Die IGG wird diese deshalb als Label führen, sieht aber keinen zusätzlichen Vorteil in einer gemeinsamen Gesellschaft. Die enge Zusammenarbeit wird fortgeführt. Die fachliche Zuständigkeit für die Ausrichtung von Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen verbleibt bei den jeweiligen Vereinen.