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Nachwuchs und Bildung im Fokus

28.01.2018 VDVinformiert Von IGG vor 265 Tagen


Gemeinsame Positionierung der maßgeblichen Geodäsieverbände in Deutschland.

Die IGG-Vertreter bei ihrem Treffen in Hamburg (v.l.): Wilfried Grunau (VDV), Burkhard Kreuter (VDV), Christof Rek (DVW), Michael Zurhorst (BDVI), Hans Ulrich Esch (BDVI), Hansjörg Kutterer (DVW)

Die IGG-Vertreter bei ihrem Treffen in Hamburg (v.l.): Wilfried Grunau (VDV), Burkhard Kreuter (VDV), Christof Rek (DVW), Michael Zurhorst (BDVI), Hans Ulrich Esch (BDVI), Hansjörg Kutterer (DVW)

Die Präsidenten der Mitgliedsverbände der InteressenGemeinschaft Geodäsie (IGG) haben sich zur Abstimmung gemeinsamer Aktivitäten am 26./27. Januar 2018 in Hamburg getroffen. Die Notwendigkeit der gemeinsamen Positionierung der maßgeblichen Geodäsieverbände in Deutschland wird als zwingend betrachtet.

Im Einzelnen positioniert sich die IGG wie folgt:

  1. Das Nachwuchsproblem in den geodätischen Berufen ist zunehmend dramatisch. Unter Berücksichtigung der Altersstruktur in den geodätischen Berufen wird heute der Nachwuchsbedarf in allen Bereichen nicht annähernd gedeckt. Dies fordert weitergehende und intensivierte Anstrengungen bei der Nachwuchsgewinnung im Zusammenwirken mit Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Speziell sieht die IGG folgende Punkte:

    • Die AdV als größter Arbeitgebervertreter für Geodäten in Deutschland wird gebeten, die Nachwuchsgewinnung engagiert zu begleiten.
    • Der von der DGK initiierte „Tag der Geodäsie“ wird unterstützt  und sollte ausgebaut werden:

      • Enge Einbindung der Arbeitgeber
      • Bundesweite Durchführung an einem einheitlichen Datum
      • Festlegung eines Mottos mit mindestens einem Jahr Vorlauf
      • Schaffung einer Internetseite, die alle Veranstaltungen dazu adressiert

    • Für die Ausbildung muss ein bundeseinheitlicher deutscher Qualifikationsrahmen (DQR) entwickelt werden, der auf geodätische Expertise abhebt.
    • Das technische Referendariat wird als unabdingbare Voraussetzung für die Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben im Vermessungswesen angesehen. Der Abschaffung der Laufbahnprüfungen in Thüringen muss entschieden entgegen gewirkt werden.
    • Im Zuge der Fortsetzung der Imagekampagne wird die IGG ein Papier entwickeln, das die Vorreiterrolle der Geodäten in Sachen Digitalisierung der Arbeitswelt thematisiert.
    • Die Internetpräsenz www.arbeitsplatz-erde.de wird modernisiert und um ein Stellenportal für Auszubildende und Angebote für Praktika ergänzt. Dafür stellt die IGG entsprechende Finanzmittel bereit.

  2. Die IGG ist sich darüber einig, die GEODÄSIE-AKADEMIE als Label weiter zu führen. Die fachliche Zuständigkeit für die Ausrichtung von Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen soll bei den jeweiligen Vereinen bleiben. Durch Verlagerung der technischen und organisatorischen Abwicklung von Veranstaltungen auf einen Dienstleister soll das Ehrenamt signifikant entlastet werden. Die Umsetzung soll in 2018 erfolgen.
  3. Die IGG wird auf Basis des gesammelten Fachwissens in den Verbänden zum Building Information Modeling (BIM) zwei Positionspapiere mit den Schwerpunkten „Geodäten als BIM-Manager“ und „Geodätische Expertise im BIM-Prozess“ entwickeln.
  4. Die IGG wird sich nach dem zu erwartenden Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Grundsteuer aktiv in den politischen Prozess einbringen.