zum Content

Statusbericht 2012 zur Umsetzung der Sieker Berufspolitischen Deklaration

13.02.2012 VDVinformiert vor 6 Jahr(en)


Teilnehmer des Workshops (von links) Wilfried Grunau, Michael Zurhorst, Karl-Friedrich Thöne, Christof Rek, Burkhard Kreuter, Wolfgang Heide. Foto: Thomas Reipöler

Die Verbände haben sich mit der berufspolitischen Deklaration von 2010 darauf verständigt, das Berufsfeld der Geodäsie als Ingenieurdisziplin gemeinsam zukunftsfähig weiter zu entwickeln. Dafür sind gemeinsame Aktivitäten und konkrete Schritte vereinbart worden. In einem Nachfolgeworkshop der Verbandsspitzen am 09. - 11.02.2012 in Hannover – unter Moderation von Herrn Thomas Reipöler - wurden die Ergebnisse des bisherigen Zusammenwirkens ausgewertet und das weitere Vorgehen zur Umsetzung des 7-Punkte Programms konkret verabredet.

1. Geodäsie-Akademie

Die Verbände haben sich darauf verständigt, ihre Aktivitäten zur beruflichen Weiterbildung zu bündeln sowie inhaltlich und organisatorisch aufeinander abzustimmen. Als erster wichtiger Schritt zu einer Geodäsie-Akademie ist eine gemeinsame Webseite www.geodaesie-akademie.de eingerichtet worden. Diese enthält alle Fortbildungsmaßnahmen der drei Verbände. Die Homepage wird in Kürze freigeschaltet.

Weiterhin haben sich die Verbandsspitzen auf das Ziel einer gemeinsam institutionalisierten Geodäsie-Akademie als organisatorischen Rahmen aller eigenen Aus-, Fort- und Weiterbildungsaktivitäten geeinigt. Nur so kann auf Dauer eine professionalisierte Angebotsorganisation gewährleistet werden, die inhaltliche und regionale Überschneidungen vermeidet und die Qualität der Veranstaltungen auf gleichartig hohem Niveau gewährleistet. Die Verbandsspitzen sehen darüber hinaus in einer gemeinsamen Akademie eine eindeutige Botschaft in Hinblick auf das Zusammenwachsen unter der Dachmarke Geodäsie.

In der Umsetzung dieses Zieles wird besonderer Wert darauf gelegt, dass die Verbände weiterhin eigenverantwortlich alle Möglichkeiten haben, ihre Themen in der Geodäsie-Akademie abzubilden. Örtliche Aktivitäten bleiben nach wie vor hiervon unberührt, können gleichwohl unterstützt werden.

Die Verbände werden sich zu den Grundsätzen der Geodäsie-Akademie mit ihren Gremien ins Benehmen setzen. Parallel wird eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die die rechtlichen, organisatorischen, finanziellen und personellen Anforderungen an eine Geodäsie-Akademie definiert. Für das weitere Procedere ist der VDV federführend.

2. www.arbeitsplatz-erde.de

Die Verbände betonen die vordringliche Bedeutung der Nachwuchswerbung für ihre gemeinsamen Aktivitäten. Die zentrale Nachwuchsplattform www.arbeitsplatz-erde.de ist sowohl in der Innendarstellung als auch für die Außenwirkung eine Erfolgsgeschichte der Verbändezusammenarbeit. Auf Grund der Nachfrage auch aus dem internationalen Umfeld ist eine englische Version in Kürze verfügbar.

3. Zusammenwirken mit den studentischen Organisationen

Im Sinne einer Bündelung aller Kräfte unter der Dachmarke Geodäsie appellieren die Verbände nachdrücklich an die studentischen Organisationen ARGEOS und KonVers, ihren Zusammenschluss zu forcieren und bieten Unterstützung an.

4. Laufbahnausbildung

Zur Bewältigung dringender gesellschaftlicher Aufgaben sind Geodäten unverzichtbar. Deshalb sehen es die Verbände zur Sicherung eines qualifizierten Berufsnachwuchses als unabdingbar an, die Laufbahnausbildung für den gehobenen und höheren vermessungstechnischen Verwaltungsdienst in allen Bundesländern zu gewährleisten.

5. Kommunikationsstrategie für die Dachmarke Geodäsie

Die Verbände sind im Zuge der Ausarbeitung einer Marketingstrategie für die Dachmarke Geodäsie jetzt in die Umsetzungsphase eingetreten. Hinsichtlich der Berufsbilddefinition als Teil des Leitbildprozesses sind sie mit der Nachwuchsplattform und der INTERGEO gut aufgestellt. Deshalb werden die weiteren Aktivitäten nunmehr auf konkrete Kommunikationsmaßnahmen für die Dachmarke Geodäsie fokussiert:

a. Kernbotschaft „Die Geodäten: arbeitsplatz-erde.de“

Die Verbände einigen sich auf eine Wort-/Bildmarke in der Kombination „Die Geodäten“ und „arbeitsplatz-erde.de“, die professionell ausgestaltet und gesichert werden soll.

b. Imagekampagne „Die Geodäten“

Unter Verwendung dieser Marke soll eine Imagekampagne mit ganzseitigen Anzeigen in den drei Verbandszeitschriften und weiteren zu identifizierenden fachnahen Publikationen initiiert werden. Eine inhaltliche Idee für eine solche Kampagne wurde skizziert und wird unter Federführung des BDVI in Zusammenarbeit mit einer Werbeagentur publikationsfähig ausgearbeitet.

c. Expertengremium Geodäsie

Der DVW zeichnet verantwortlich für die Ausarbeitung einer Strategie, einen Expertenpool als Ansprechpartner für Fachthemen bei namhaften Medien zu platzieren. Im Gegensatz zur klassischen Pressearbeit sollen hier keine fertigen Botschaften verteilt werden, sondern bei den Redaktionen Listen mit Themen etabliert werden, für die Geodäten als Experten bedarfsweise zur Verfügung stehen.

6. Fazit

Mit der Geodäsie-Akademie, der Kernbotschaft „Die Geodäten: arbeitsplatz-erde.de“, der Imagekampagne „Die Geodäten“ und dem Expertengremium Geodäsie haben die drei Verbände wichtige Schritte zur Umsetzung der Berufspolitischen Deklaration auf den Weg gebracht. Damit werden entscheidende Impulse für das intensive Zusammenwirken der Verbände nach innen und außen gesetzt.

Hannover, den 12.02.2012

 

Wilfried Grunau, VDV     Michael Zurhorst, BDVI     Dr. Karl-Friedrich Thöne, DVW


Dateien:
Statusbericht2012.pdf299 K