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Trauer um Norbert Burger

17.05.2012 VDVinformiert vor 6 Jahr(en)


Der ehemalige Kölner Oberbürgermeister Norbert Burger ist tot. Er starb am 16. Mai im Alter von 79 Jahren an den Folgen einer schweren Krankheit. Der populäre SPD-Politiker war 19 Jahre Oberbürgermeister der viertgrößten deutschen Stadt und darüber hinaus von 1993 bis 1995 Präsident des Deutschen Städtetages.

Bedeutende Entwicklungen in Köln sind mit seiner Amtszeit untrennbar verbunden: Das Dom/Rhein-Projekt, der Museumskomplex mit der Philharmonie und die Tieferlegung der Rheinuferstraße rückten die Kölner Altstadt als Herz Kölns unmittelbar an den Rhein. Der wirtschaftliche Umbau, verbunden mit der Aufgabe von großen Kölner Industriebetrieben, erforderte von ihm ein umsichtiges Stadtmanagement. Ein neuer wirtschaftlicher Schwerpunkt, die Medienwirtschaft, sorgte unter der Regie von Norbert Burger für Aufschwung. Der Mediapark, die Ansiedlung von RTL, der Bau von Studios, etc. zeugen vom erfolgreichen Wandel. Gemeinsam mit dem Kölner Stadtrat setzte Burger die ersten Gespräche über die heute längst realisierte städtebauliche Entwicklung links und rechts des Rheinufers in Gang. Einher damit ging der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur: Köln bekam eine Anbindung an das internationale Hochgeschwindigkeitsnetz der Bahn, der Regionalverkehr und das S-Bahn-Netz wurden kontinuierlich ausgebaut. Im Aufsichtsrat des Köln-Bonner Flughafens und der Kölnmesse begleitete Burger die Entwicklung dieser beiden bedeutenden wirtschaftlichen Infrastruktureinrichtungen.

Für seine umfangreichen Verdienste um das Gemeinwohl erhielt er viele Ehrungen, darunter das große Bundesverdienstkreuz mit Stern und das Kommandeurkreuz im Leopoldsorden des Belgischen Königs. Der VDV würdigte seine Verdienste 1994 mit der Verleihung des GOLDENEN LOTES. 1999 wurde Norbert Burger zum Ehrenbürger Kölns ernannt.

Trotz seiner schweren Erkrankung ließ er es sich auch in den letzten Jahren nicht nehmen, regelmäßig an den Verleihungen des Goldenen Lotes teilzunehmen, zuletzt am 11. November des vergangenen Jahres. Er wird uns unvergessen bleiben. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Claudia und seinen Angehörigen.

Wilfried Grunau, Präsident des VDV