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VDV-Position zur Vergütung von Angebotsanfragen

14.10.2020 VDVinformiert vor 15 Tagen


Anlässlich des INTERGEO digital hat der VDV im Rahmen einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung zum Thema "Ausschreibungspraxis"ein Youtube-Video vorgestellt um plakativ auf die Thematik aufmerksam zu machen.

Es ist gängige Praxis, dass bei einer Ausschreibung mehrere Anbieter eingeladen werden, ein kostenfrei erstelltes Angebot abzugeben. Mindestens drei Anbieter werden gefragt, oft auch mehr. Bei fünf angefragten Büros erstellen bei nur einer Beauftragung somit 80% der Anbieter ihr Angebot im wahrsten Sinne des Wortes umsonst.

Gegenwärtig werden im Bereich des Vermessungswesens Angebote, bei denen vor der Preisfindung vom (eventuellen) Auftragnehmer eine umfassende Leistungsbeschreibung selbst zu erarbeiten ist, gratis erstellt. Diese Angebote sind nicht nur umfangreich, sondern bedürfen auch der Einarbeitung in wechselnde Ausschreibungsbedingungen. Die Erstellung eines solchen Angebotes kostet somit teure Arbeitszeit.

In vielen Branchen ist es seit langem üblich für Kostenangebote Vergütungen zu verlangen, die im Falle einer Beauftragung verrechnet werden. Nicht nur bei Handwerksbetrieben ist dies seit langem geübte Praxis.

Der VDV setzt sich daher dafür ein, dass individuell angeforderte Angebote mit selbst zu erstellenden Leistungsbeschreibungen vergütet werden müssen. Nur so kann die dafür aufgewendete Zeit wirtschaftlich dargestellt und anerkannt werden.

Ein entsprechendes Positionspapier wurde vom Bundesvorstand bereits verabschiedet. Nun gilt es, das Thema in die Politik und Gesellschaft zu transportieren. Ziel ist es, mehr Wertschätzung für die Arbeit der Vermessungsingenieur*innen zu erreichen und die Leistungen entsprechend zu honorieren. Das Video kann unter https://youtu.be/9JSOJ7QgKPQ auf dem Youtube-Kanal des VDV eingesehen werden.