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Ausstellungsbesuch und Jubilarfeier

12.03.2011 Bezirk Duisburg Von Albert Nagel vor 9 Jahr(en)


Bild 1: Blick auf das Werbeplakat „Leben ist, magische Orte zu entdecken“

Bild 2: Gästeführer Andreas Pagé erklärt in der Runde der VDV'ler Details zum ehemaligen Gasometerbetrieb

Bild 3: v. l. Der Landesvorsitzende Karsten Muth ehrt die VDV-Mitglieder Herr Dipl.-Ing. Michael Steinke und Herr Dipl.-Ing. Walter Hausmanns zusammen mit dem Bezirksvorsitzenden Adalbert Nagel für ihre langjährige Verbandszugehörigkeit

Zum Eröffnungstag der Ausstellung „Magische Orte - Natur- und Kulturmonumente der Welt“ lud der Vorstand unter seinem Vorsitzenden Dipl.-Ing. (FH) Adalbert Nagel seine Mitglieder und deren Partner zum Ausstellungsort Gasometer Oberhausen am 08. April 2011 ein. In angemessener Weise sollten  dann auch die VDV-Jubilare im Hotel Kaisergarten, ebenfalls in Oberhausen, für ihre langjährige Zugehörigkeit zum VDV geehrt werden.

 

Ausstellungsbesuch

 

Der vorläufig letzten Darbietung der Gasometer Oberhausen GmbH in der Ausstellungsreihe über die Schönheit und Erhabenheit der Erde folgten 17 Bezirksmitglieder und Gäste, die von dem Gästeführer Andreas Pagé quasi im Schnellgang durch die „magischen Orte“ dieser Welt geführt wurden. Aber gemach, so viel Zeit muss sein. Auf dem Weg zwischen Kassenhäuschen und dem dominanten Gasometer werden wir an einem beeindruckenden, großformatigen Werbeplakat vorbei geführt. „Leben ist, magische Orte zu entdecken“, so lautet der Titel des Plakates. Darunter abgebildet die Hagia Sophia, die über 800 Jahre lang im heutigen Istanbul die Krönungskirche des Byzantinischen Reiches war und lange als das achte Weltwunder galt (Bild 1). Und wie bei allen Führungen in der „Tonne“, also im Gasometer, üblich, erläutert Herr Pagé die technisch relevanten Fakten des selbigen draußen im Kreise der VDV‘ler (Bild 2).

 

Im stählernen „Oberhausener Kulturtempel“ angekommen, wird auf unseren Wunsch hin das frühere industrielle Umfeld des Gasometers an Hand von großflächigen und gut ausgeleuchteten Panoramaaufnahmen erklärt.

Was landläufig als „Weltkulturerbe“ bezeichnet wird, ist in der Tat aber als Welterbe von Natur und Kultur zu verstehen, so klärt uns Herr Pagé gleich zu Beginn der Führung „Magische Orte“ auf. Im Gasometer werden rund 180 großformatige Fotografien sowie Skulpturen namhafter Künstler aus der ganzen Welt präsentiert. Ein aus Gipsmörtel gefertigter 43 m hoher und 6 to schwerer „Baum des Lebens“ symbolisiert die Schönheit und Fruchtbarkeit des Lebensraumes Erde. Gleichermaßen soll er auch die Verletzbarkeit der Natur versinnbildlichen.

Verweilt man einige Zeit auf den Stufen unterhalb des Gasometer-Fahrstuhls, so erkennt man an der Intensität der Beleuchtung den Rhythmus des Tagesablaufes im tropischen Regenwald. Eine Herausforderung auch für die Hobbyfotografen, dieses einmalige Gebilde im Hoch- oder Querformat im Bilde festzuhalten. Die Bäume des Regenwaldes haben ein Alter zwischen 750 und 2000 Jahre. Von unserem Gästeführer erfuhren wir auch, dass die Energie aller Wellen der Ozeane und Weltmeere, könnte man sie auffangen, das 100fache des Weltenergiebedarfs beträgt und vor dem Bild des Gran Canyon stehend, dass die Erdplattenbewegung eine Größenordnung von 2,5 cm pro Jahr einnimmt. Ein Zeichen dafür, welche geballte Kraft in der Natur vorherrscht.

 

Nun doch zum Schnelldurchgang, denn der nächste Führungstermin ist bereits gebucht. Bewundernd, staunend, andächtig, ja aber auch ein wenig verängstigt steht der Betrachter vor den vielen Bildern und Darstellungen, vor den Werken die gleichermaßen aus der Natur heraus vor Millionen von Jahren und von Menschenhand vor tausenden von Jahren und in der Neuzeit geschaffen wurden. Die wissenschaftlich untermauerten Erläuterungen zu den Bildern kann der „geführte Gruppenmensch“ nur knapp überfliegen. So soll es auch bei der Aufzählung einiger markanter Schöpfungsakte bleiben, die gleichrangig von Natur und Mensch nebeneinander zu betrachten sind: die bereits erwähnte Hagia Sophia (der Eindruck unter der Kuppel ist wirklich magisch, man muss es erlebt haben), monströse Fragmente, das höchste Haus der Welt in Dubai mit 828 m: Burdsch Chalifa, ein millionen Jahre alter verkieselter Baumstamm, Riesen-Kristalle, Ureinwohner Australiens, Deutschlands ältestes Vulkangebiet, die „Eifel“, in der der Vulkanismus vor 500 000 Jahren begann und der letzte Ausbruch vor 11 000 Jahren registriert wurde, die Freiheitsstatue in New York, die Pyramiden von Gizeh in Ägypten, die als hl. Berge gelten und durch Menschenhand erstellt wurden, der Grand Canyon in den USA, eine gigantische Schlucht von ca. 1000 m Tiefe, Heiligtum Borobudur in Indonesien „Tempel auf dem Berg“, errichtet im 8. Jh.- die monumentale Terrassenpyramide, die sich auf einem 113 m langen Sockel erhebt, besteht aus 1,6 Mio Steinquadern -, The Wave: faszinierende Sandsteinformation, die im Naturschutzgebiet des US-Bundesstaates Arizona liegt: 170 Mio Jahre alte versteinerte Dünen, fantastisch auch der Wasserfall „Pongour“ in Da Lat in Vietnam, der Symbol ist für die Vereinigung von Beständigem und Fließendem. Die Nofretetebüste aus Berlin (Nachbildung), das Original steht auf der Museumsinsel, das Christus-Mosaik aus Istanbul, auch das Taj Mahal in Indien gilt als magischer Ort, der Pergamon Altar (zu sehen auch auf der Museumsinsel in Berlin), Berge und Flusslandschaften, Wüsten und Tropfsteinhöhlen, echte Kristalle, der Kölner Dom und der Felsendom in Jerusalem als einige der 900 schützenswerten Objekte der Unesco-Welterbe-Liste, die seit 1972 existiert, zu erwähnen sind noch der Leuchtturm von Alexandria (überholt durch den Eiffelturm in Paris) und last but not least das Chrysler Building, das seinerzeit in Größe und Ausstattung vom Empire State Building überholt wurde. Diese in den 1930er Jahren entstandenen Monumente fristen jetzt ein Zwergendasein gegenüber dem „Koloss von Dubai“.

 

Nachdem wir unserem Gästeführer nach gut einer Stunde ein herzliches Dankeschön für die Fülle von Informationen übermittelt hatten, kam für uns die Phase der Erholung. Jeder konnte in aller Seelenruhe noch einmal „seinen“ magischen Ort besichtigen, da wir reichlich Zeit zwischen beiden Veranstaltungen mitgebracht hatten. Entweder traf man sich noch einige Male in der Tonne oder auf der Tonne. Das Dach erreicht man, wenn die Warteschlange nicht allzu lang ist, in wenigen Minuten. Mit Blick aus dem Fahrstuhl zum „Baum des Lebens“ hatten wir wieder mal eine fantastische Aussicht bei Sonne pur auf das „magische Gasometer-Umfeld“, auf einen Teil der Stadt Oberhausen aus 117 m Höhe über Grund.

 

Jubilarfeier

 

So trafen wir uns dann ganz entspannt und mit magischen Kräften aufgeladen um Punkt 18 Uhr in den Restaurationsbetrieben Schloss Oberhausen, dem Kaisergarten. 13 Kollegen und 1 Dame unterhielten sich in geselliger Runde überraschenderweise im größten Saal des Restaurants bei diagonaler Tischaufstellung und ohne klassischem Programmablauf. Einfach kaiserlich im ganzen Umfeld. Der Bez.-Vorsitzende ließ es sich jedoch nicht nehmen, Herrn Dipl.-Ing. Ulrich Siekmann vom Landesvorstand NRW und Herrn Dipl.-Ing. Karsten Muth, Landesvorsitzender NRW, zu bitten, aus ihren Fachbereichen kurz zu berichten. Beiden für ihre Informationen noch mal ein herzliches Dankeschön. Der zweite Höhepunkt des Tages sollte dann die Ehrung der Jubilare sein. Leider gaben uns von 7 Jubilaren nur 2 die Ehre. Das waren die Herren Dipl.-Ing. Michael Steinke  und Dipl.-Ing. Walter Hausmanns. Beide mit 25-jähriger Mitgliedschaft (Bild 3). Die Urkunden mit Verbandsnadel wurden von Karsten Muth und Adalbert Nagel überreicht. Die verhinderten Herren Dipl.-Ing. Jörg Berchter (25), Bodo Fechtelhoff (40), Werner Folda (40), Hartmut Wentzel (25) und Jürgen Kraft (40) erhalten Ihre Urkunde mit Verbandnadel auf dem Postwege bzw. durch persönliche Übergabe.
Allen einen
herzlichen Glückwunsch für ihre Treue zum Verband Deutscher Vermessungsingenieure und für ihre aktive jahrelange Verbandsarbeit.

 

Der Abend wurde mit einem kaiserlichen Essen und einem kühlen Getränk beendet. Man verabschiedete sich mit der Erkenntnis wieder mal einiges dazu gelernt zu haben.