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18. Geokinematischer Tag

15.06.2017 sonstige Termine Von Dr. Thomas Martienßen und Matthias Kaden vor 2 Jahr(en)


Termin: 11.05.2017 09:00 - 12.05.2017 13:25
Ort: Freiberg


Abbildung 1: Einweihung Geo-Referenzpunkt - 11.05.2017 auf dem Schlossplatz in Freiberg / Sachsen

Abbildung 1: Einweihung Geo-Referenzpunkt

Abbildung 2: Tafel zu Friedrich Robert Helmert an seinem Geburtshaus Nonnengasse 17 in Freiberg / Sachsen

Abbildung 3: Traditionell und Festlich im Konzert- und Ballhaus „Tivoli“

Abbildung 4: Modern und Sportlich zum „Lauf in den Morgen“

 

Im Rahmen des 18. Geokinematischen Tag, den das Institut für Markscheidewesen und Geodäsie der TU Bergakademie Freiberg jährlich ausrichtet, wurde auf dem Schlossplatz in Freiberg ein Geo-Referenzpunkt feierlich mit Hilfe des Sponsor VDV Landesverband Sachsen eingeweiht (Abbildung 1).

Neben zahlreichen Vorträgen rund um das Monitoring und das Markscheidewesen, wurde die diesjährige Tagung durch das Jubiläum (100. Todestag) des in Freiberg geborenen großen Geodäten Friedrich Robert Helmert (Geboren 31. Juli 1843 in Freiberg / Sachsen, Verstorben 15. Juni 1917 in Potsdam) wesentlich mitbestimmt. Er gilt als Begründer der mathematischen und physikalischen Theorien der modernen Geodäsie und war der erste, der die Grundlagen zu den Methoden der Geoid-Bestimmung erarbeitete. So wurde am Freitag der erste Tagungsblock als Helmert-Kolloquium gestaltet, in dem was Wirken und der Werdegang von Helmert durch die Vortragenden eingehend beleuchtet und sein Einfluss auf die Geodäsie herausgestellt wurde. Ein gemeinsamer Stadtrundgang durch Freiberg, organisiert durch den DVW Sachsen, vorbei an der Gedenktafel zu Helmert (Abbildung 2) an seinem Geburtshaus in der Nonnengasse 17, rundete das Helmert-Kolloquium ab.

Der 18. Geokinematische Tag verband zudem eindrucksvoll das Traditionelle und Historische, was an der ältesten Montan-Universität der Welt überhaupt nicht verwundert, mit dem Modernen und Außerordentlichen.

So gab das altehrwürdige Konzert- und Ballhaus „Tivoli“ den grandiosen feierlichen Rahmen für die abendliche Festveranstaltung. Neben kulinarischen Höhepunkten war ein Kulturprogramm zu erleben, was weit mehr bot, als der Titel „Bergbier im Tivoli“ vermuten ließ. Nach lauschiger Musik grandios gekleideter Damen trat in zünftigen Uniformen eines Bergmannchors der Freiberger Bergmusikkorps auf. Mit dem Steigerlied: „Glück auf der Steiger Kommt“ sprangen alle Anwesenden von den Sitzen, um gemeinsam und überraschend textsicher mitzusingen (Abbildung 3).

Das Moderne, Neue oder Ungewohnte war ebenfalls der Einladung zu entnehmen. So lud Prof. Dr.-Ing. Jörg Benndorf als neu berufener, junger Institutsleiter bereits für 7:15!!! Uhr zum Start für den „Lauf in den Morgen“ an den Brunnen des Obermarktes ein. Ziel war, wie sollte es anders sein, ein Vermessungspunkt, das Kulturdenkmal „Tintenfässel“, errichtet 1863. Einerseits handelt es sich um die Überreste einer früheren Sternwarte, andererseits markiert er einen der sogenannten Nagelschen Messpunkte, die im Rahmen der Königlich-Sächsischen Triangulirung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts angelegt wurden.

Insgesamt bleibt festzuhalten, zwei nachhaltig inspirierend wirkende Kongresstage mit hochinteressanten Vorträgen, einem Fest-Kolloquium, der Einweihung eines Kontrollpunktes für Navigationsgeräte, eines Rahmenprogramms von Stadtrundgang über Laufveranstaltung bis zu einer festlichen, kulinarischen, musikalischen und bergmännischen Abendveranstaltung bleiben allen Teilnehmern mit Sicherheit in angenehmer Erinnerung.