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ALKIS und ETRS89

21.01.2009 Landesverband Nordrhein-Westfalen vor 11 Jahr(en)


Termin: 31.03.2009 08:30
Ort: Fordsaal des Super C – Gebäudes der RWTH Aachen, Templergraben 57, 52062 Aachen


Erstes gemeinsames Seminar des VDV und DVW in NRW

ALKIS-Logo

Das Super-C-Gebäude der TH Aachen

Gespannte Zuhörer im Ford-Saal

Befahrung des Braunkohletagebaus Inden

 

Zu einer ersten gemeinsamen Fortbildungsveranstaltung haben am 31.03.2009 der VDV Landesverband NRW und der DVW-Landesverein NRW ihre Mitglieder nach Aachen geladen. Die mit 200 Teilnehmern vollbesetzte und in wenigen Tagen ausgebuchte Veranstaltung war ein voller Erfolg. Im „Super C“ – dem innovativen Gebäude der Hochschule Aachen – konnten neben Vertretern der Politik und Verwaltung besonders auch die Fachleute der Wirtschaft begrüßt werden, denen eine breite Vortragspalette zu den Themenbereichen ALKIS und ETRS89/UTM geboten wurde.

 

Nach  kurzen Einführungen durch die Landesvorsitzenden Karsten Muth (VDV) und Dr. Jens Riecken (DVW) sowie dem örtlichen Organisator Hans-Martin Steins, betonte Jürgen Kremers aus dem Innenministerium NRW, die Bedeutung des Umstiegs nach ALKIS und des Lagebezugssystemwechsels nach ETRS89/UTM. In spritziger Art und Weise schilderte er die Entwicklung von Landesvermessung, Liegenschaftskataster und Geoinformation, den Abbau von Standards oder die Auswirkung der Verwaltungsstrukturreform.

 

Prof. Dr. Wilhelm Benning brachte dem Auditorium dann die praktischen Erfahrungen eines Systementwicklers näher. Er hob besonders die neuen Anforderungen und die technischen Änderungen im Umgang mit den Daten hervor. Die durch die Transformation der Katasterdaten nach ETRS89/UTM gestörten geometrischen Bedingungen könnten durch Homogenisierung teilweise beibehalten werden.

 

Da der Kreis Lippe im Herbst 2008 als erste  kommunalisierte Katasterbehörde in Deutschland die Einführung von ALKIS bekannt geben konnte und seitdem erste Erfahrungen im praktischen Einsatz gesammelt hat, brachte der Amtsleiter des Katasteramtes Lippe, Herr Stefan Ostrau, den Zuhörern die neue Arbeitsweise und Änderungen im Prozessablauf näher. „Nur weniges bleibt gleich“ ist eine verkürzte Zusammenfassung seiner Ausführungen, in denen er auch die neuen Möglichkeiten im Bereich des Geodatenmanagements herausstellte.

 

Pointiert berichtete anschließend Herr Ingo Tiemann, Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur aus Dortmund über die Arbeit im neuen Lagebezugssystem ETRS89/UTM. Da in Dortmund als erster Stadt Deutschlands im Januar 2008 der Lagebezugssystemwechsel vollzogen wurde, konnte Herr Tiemann bereits einige Erfahrungen sammeln und riet den Teilnehmern, die nun mit dem System arbeiten „müssen“, sich der aktuellen Situation anzupassen, was allerdings nur mit neuen Büroregeln, aktueller Messtechnik und neuester Software zu bewerkstelligen sei. Zu bedauern sei allerdings die Aufgabe der „Marke“ Gauß-Krüger.

 

Aus der Sicht eines überregional arbeitenden Unternehmens berichtete Herr Jens Roschke von PLEdoc. Die Anforderungen eines Trassenbetreibers , die mit unterschiedlichem Datenmaterial und unterschiedlichen Qualitäten sowie verschiedenen Umstellungszeiten der einzelnen Katasterbehörden umzugehen haben, wurden beeindruckend wiedergegeben. Die Konsequenzen aus den Umstellungen nach ALKIS und der Einführung von ETRS89/UTM waren nicht jedem so präsent und Herr Roschke stellte die Anforderungen der Großkunden an die Daten des Liegenschaftskatasters deutlich heraus.

  

Als Abschluss konnte den Teilnehmern  eine hochinteressante Führung durch den Tagebau „Inden“ unter besonderer Berücksichtigung vermessungstechnischer Belange geboten werden. Viele der Teilnehmer zeigten sich  beeindruckt von den Dimensionen des Tagebaus und der vermessungstechnischen Leistung, die für die Gewinnung der Braunkohle geleistet werden, um die zur Verfügung stehenden rund 700 Mio. Tonnen Kohle zu gewinnen.

 

Fachvortrag 1

Fachvortrag 2

Fachvortrag 3

Fachvortrag 4