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Besichtigung der Elbphilharmonie 21. und 27.09.14

21.09.2014 Landesverband Hamburg/Schleswig-Holstein Von Herbert Steenbock vor 5 Jahr(en)


Termin: 21.09.2014 11:00-13:00
Ort: Hamburg


Die Teilnehmer am 21.09.2014 (Foto: Monika Scheper)

Die Teilnehmer am 27.09.2014 (Foto: Herbert Steenbock)

Ein Teil der Gruppe vom 27.09.2014 (Foto: Herbert Steenbock)

 

Die Außenansicht

 

Auf 1700 Stahlbetonpfählen, 15m tief in den Elbschlick gerammt,  ruht das umstrittenste Bauwerk Hamburgs, die Elbphilharmonie in der neuen Hafen City. 200.000 Tonnen ruhen auf diesen Pfählen. Bis jetzt wurde eine Setzung von nur 8mm gemessen.

 

Diese Informationen und noch viel mehr erhielten die Teilnehmer an der Besichtigung dieser Baustelle am 21.09. und 27.09. 2014, die der Landesverband Hamburg/Schleswig-Holstein organisiert hatte.  Das Interesse der Mitglieder war so groß, dass trotz zweier Termine nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden konnten. Wir bedauern dies.

 

Beeindruckend der große Konzertsaal: in Form eines Weinberges ausgeführt, sitzen die Zuhörer hangartig aufsteigend; auch hinter dem Orchester. Dieses Prinzip ist z. B. in der Berliner Philharmonie realisiert. Um allen Zuhörern einen uneingeschränkten Musikgenuss zu gewährleisten, wurde einer der renommiertesten Akustiker, der Japaner Yasuhisa Toyota, beauftragt. 12000 Gipsfaserplatten, jede unterschiedlich geformt und mit einer anderen aufgerauten Oberfläche versehen, werden an der Decke befestigt.

 

Zusätzlich setzte er durch, dass der Konzertsaal zweischalig ausgeführt wurde. Der Konzertsaal ruht auf Federelementen, physikalisch vom umgebenden Bauwerk getrennt, so dass keine Geräusche und Vibrationen vom nahen Hafen in den Saal dringen können. Diese akustischen Maßnahmen  trugen nicht unwesentlich zur Kostensteigerung bei.

 

Allerdings funktioniert dieses Prinzip nur bei klassischen Konzerten ohne elektronische Verstärkung. Bei elektronisch verstärkter Musik müssen noch zusätzlich Wände aufgestellt werden.

 

Neben den bautechnischen Informationen beeindruckte die Aussicht auf den Hamburger Hafen die Teilnehmer. Nach der Fertigstellung im Jahr 2016 wird eine sogenannte Plaza im 12. Obergeschoß für die Öffentlichkeit kostenfrei zugänglich sein.

 

Leider wird sich keiner von uns wahrscheinlich eine der 45 Eigentumswohnungen leisten können. Man spricht von einem Quadratmeterpreis um die 17.000 € (in Worten: siebzehntausend).

Bleibt das Trostpflaster, dass die Preise für die Konzerte wahrscheinlich  nur marginal steigen werden. Auch von außen gesehen wirkt das Gebäude bereits wie Musik: die Glasfassade aus 1100 Elementen. Jedes dieser Elemente ist anders gewölbt und vermittelt den Eindruck von Noten.

 

Eine beeindruckende Führung, die bei einem Kännchen Tee im angrenzen Messmer Tee Momentum ihren Abschluss fand.