zum Content

Besichtigung der Falknerei Bergisch Land

01.09.2012 Bezirk Wuppertal vor 7 Jahr(en)


Termin: 01.09.2012 15:00
Ort: Falknerei Bergisch Land, Grüne 1, 42855 Remscheid


Die Teilnehmergruppe mit einem Greifvogel

Orientierung und „Flugrouten“ ohne GPS:

Besichtigung der Falknerei "Bergisch Land" am 01.09.2012

 

Zu einem geselligen Nachmittag ganz ohne Vermessung (bis auf die Anfahrt per GPS) hat der VDV Bezirk Wuppertal seine Mitglieder eingeladen. Der Nachmittag sollte mit einer Flugvorführung / -show mit den Greifvögeln beginnen und mit einem geselligen Grillbuffet im anliegenden Biergarten ausklingen.

 

Der 1. Vorsitzende hat am 13.08.12 mit dem Falkner Herrn Schossow die Flugschau mit anschließendem Grillbuffet gebucht. Was keiner ahnen konnte: In der gleichen Nacht brannte das Lokal der Falknerei "Zur Grüne" nach durchgeführten Dachdeckerarbeiten vollkommen nieder. Die 31 Greifvögel rettete der Eigentümer eigenhändig, den Großbrand musste er aber tatenlos mit anschauen.

 

Nach kurzen Überlegungen und Infos aus der Tagespresse war uns klar: Wir besichtigen jetzt erst recht die Falknerei, da jede (finanzielle) Unterstützung dringend gebraucht wird.

 

 

Wir trafen uns daher am Samstagnachmittag, um die unterschiedlichen Greifvögel (u.a.: Weißkopfseeadler, Uhu, Adlerbussard, Afrikanischer Kappengeier, Mäusebussard, Waldohreule, Rotmilan, Gerlanner Falke) einerseits in den Volieren, als auch in den Außenstallungen zu bestaunen. Ca. 100 m von den Volieren entfernt liegt am Ende der „Einflugschneise“ der Schauplatzplatz mit genügend Sitzgelegenheiten. Hier begann auch die Einweisung in die Falknerei mit der anschließenden Flugvorführung:

 

Von den heute noch gebräuchlichen Jagdarten hat die Beizjagd die längste Tradition, sie geht zurück bis in das 2. Jahrtausend v. Chr. In Europa erlangte die Beizjagd erst im 4. Jahrhundert n. Chr. an Bedeutung. Später war sie Symbol für Macht, Herrschaft und Reichtum. Im Jahr 1923 wurde in Leipzig der Deutsche Falkenorden (DFO) gegründet, heute der älteste und zweitgrößte Falknerverband der Welt.

 

Doch, was ist eigentlich die Falknerei?

Falknerei - oder im engeren Sinne des Wortes „Beizjagd“ - ist per Definition die Jagd mit einem abgetragenen Greifvogel auf freilebendes Wild.

 

Die Falknerei ist heute eine der am stärksten kontrollierten und reglementierten Tierhaltungen in Deutschland. Die Beizjagd ist, unter modernen Gesichtspunkten betrachtet, eine besonders ökologische Jagdart. Sie ist selektiv, lautlos und rückstandsfrei und - falls die Jagd nicht erfolgreich verläuft - entkommt das Wild stets unverletzt.

 

Sie ist auch ungefährlich für Mensch und Natur, und deshalb häufig an Orten erwünscht, wo normalerweise die Jagd ruht, wie zum Beispiel auf Friedhöfen, in städtischen Parkanlagen oder auf Flugplätzen.

 

Mit der Ausübung der Beizjagd verbunden ist die Greifvogelhaltung. In der Falknerei Bergisch Land sind ca. 30 Greifvögel in Volieren und Stallungen untergebracht. Als ein Gewinn wird der Zuchterfolg eines Seeadlers (Wappentier der Bundesrepublik Deutschland) in der Falknerei angesehen. Mit ca. 8 Greifvögeln wurde uns in der Flugschau hauptsächlich das Atzen (Nahrung reichen) vorgeführt. Die Fauststücke wurden immer wieder erneuert, so dass die Greifvögel permanent den Schauplatz über den Köpfen der Besucher hinweg überfliegen konnten. Egal in welcher Größe die Greifvögel ihren Jagdinstinkt demonstrierten, imposant war es allemal.

 

Zum Ende der Flugschau hatten wir die Möglichkeit den Greifvögeln noch näher zu kommen, doch hier war Vorsicht geboten. Mit ihren scharfen Krallen oder dem heftigen Biss ihres starken Schnabels können die Greifvögel sehr gefährlich werden.

 

Nach der Gruppenaufnahme mit einem Greifvogel begaben wir uns zu der gebuchten Lokalität in Wuppertal-Ronsdorf, um den Nachmittag gesellig ausklingen zu lassen.