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Besichtigung "Kornbrennerei Schmittmann" und Ehrungen

05.11.2009 Bezirk Düsseldorf Von Gerhard Vaupel vor 10 Jahr(en)


Termin: 05.11.2009 16:30-22:30
Ort: Düsseldorf


Station an der Brennvorrichtung. Foto: Vaupel

Jubilare Nitsche, Säcker und Steinhoff. Foto: Vaupel

 

 

 

 

Besuch der Edelschnapsbrennerei Schmittmann und Mitgliederehrungen im Brauhaus Joh. Albrecht

Der linksrheinische Düsseldorfer Ortsteil Niederkassel ist im alten Kern mit seinen beschaulichen Fachwerkhäusern noch ländlich geprägt und zeugt von altem bäuerlichen Wirtschaften. Seit dem Jahre 1818 vergärt hier, als eines der ältesten Unternehmen Düsseldorfs, die Familie Schmittmann (mit den Töchtern von Kurt Schmittmann bereits in der siebten Generation) Getreide, um aus verschiedenen Destillationsstufen den edlen Alkohol zu gewinnen.

Das und die Ehrungen der Jubilare durch den Landesvorsitzenden Karsten Muth waren für den Vorstand Grund genug, die Kolleginnen und Kollegen des Bezirks für Donnerstag, den 5. November zu einer Führung in die Schnapsbrennerei und danach zu einem gemütlichen Beisammensein im angrenzenden Brauhaus Joh. Albrecht einzuladen.

 

Wo reife Früchte hochprozentig punkten

In seiner Führung gab Betriebsleiter Herr Franke eine detaillierte und anschauliche Beschreibung vom Ansetzen der Maische bis zum klaren Edelbrand. Mehrfachdestillation im Kolonnenverfahren ergibt zum einen reinen Alkohol für den technischen und medizinischen Einsatz, zum anderen erzielt die Familien-GmbH 60 Prozent des Umsatzes mit der Herstellung und dem Verkauf von traditionellen Spirituosen. Dazu wird der Alkohol auf Trinkstärke herabgesetzt, zum Beispiel zu einem 40-prozentigen Edelkorn. Ins Glas eingeschenkt mit einem Schuss Magenbitter entsteht so das Düsseldorfer Traditionsgetränk ‚Samtkragen’. Die Kunst, einen hochwertigen Brand herzustellen, besteht in der Wahl des richtigen Ausgangsstoffs, einer korrekten Gärung, einer guten Brennvorrichtung und dem Vorgang des Brennens selber. Die handwerklichen Finessen verlangen Erfahrung und Fingerspitzengefühl vom Brand bis zur Lagerung in Eichenfässern. Frische, fruchttypische Aromen mit wohldosiertem Alkohol zu verweben und klar, rein, dabei wohlschmeckend und bekömmlich in die Flasche zu bannen, beherrschen nur die besten Schnapsbrenner. Das Ergebnis der Anstrengungen wurde im Shop ausführlich verkostet und als äußerst lecker empfunden. Übrigens, die Trinktemperatur bei der sich die Fruchtaromen voll entfalten liegt ideal bei 15 bis 18 Grad Celsius.

 

Mit Leib und Seele dabei 

Nachher im Brauhaus Joh. Albrecht bekamen wir in Form eines kleinen Banketts ‚Brauhausspezialitäten’ auf Platten angerichtet und ein würziges Bier dazu. Die Feier im ‚Gründerzimmer’ zeigte sich als würdiger Rahmen für die Ehrungen. ‚Die vielen Jahre der Verbundenheit unserer Jubilare zum VDV beeindrucken jedes Mal wieder und ich freue mich darüber, dass die Einladungen von den zu Ehrenden gerne angenommen wurden. Die Kollegen Ludger Raspel (40) und Peter Hilger (25) können wegen eines Geschäftstermins bzw. eines Geburtstags in der Familie nicht kommen, möchten aber alle recht herzlich grüßen’, betonte der Bezirksvorsitzende Gerhard Vaupel in seinen Dankesworten. So konnte der Landesvorsitzende die Jubilare Joachim Nitsche für die 25-jährige Mitgliedschaft (Silbernen Verbandsnadel) und Wolf-Dieter Säcker und Günter Steinhoff für die 40-jährige Mitgliedschaft (Silbernen Verbandsnadel mit Kranz) mit der Übergabe der Urkunden für ihre treue Verbundenheit zu unserem Berufsverband ehren. Die  Anwesenden verbanden Ihren Dank und die Glückwünsche an die Jubilare mit einem herzlichen Applaus.

Nach all’ diesen Genüssen für Leib und Seele und mit einem Fläschchen Hochprozentigem in der Tasche verließen nicht wenige von uns das Lokal mit einem Lächeln.