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Führung durch das Messlabor des Instituts für Geodäsie der Bundeswehr-Uni und anschließend Stammtisch

17.04.2018 Bezirk Bayern-Süd Von Lisa Knopp vor 2 Jahr(en)


Termin: 10.04.2018 18:30
Ort: Neubiberg


Besuchergruppe

Nachdem das Jahr 2018 eher sportlich mit einem Stammtisch im Isar Bowling Center begann, trafen sich 15 Bezirksmitglieder am 10. April zu einem eher ruhigeren, dafür aber umso spannenderen Stammtisch in der Universität der Bundeswehr München (UniBw).

Nach einer kurzen Kontrolle am Wachposten wurden wir von drei Mitarbeitern im Institut für Geodäsie begrüßt: Prof. Otto Heunecke (Institutsleiter), Dr. Thorsten Strübing (Laborleiter) und Andreas Wehner (Wissenschaftlicher Mitarbeiter). Das Institut war ursprünglich für die Ausbildung der Geodäsie-Studierenden an der UniBW zuständig und ist daher großzügig ausgestattet. 2012 wurde der Studiengang jedoch eingestellt, so dass der Fokus des Instituts nun auf Forschung, der vermessungstechnischen Ausbildung der Bauingenieure und der Bearbeitung von Aufträgen von Büros und aus der Industrie liegt.

Aufgeteilt in zwei Gruppen, wurden wir durch die verschiedenen Laborräume geführt. Im ersten Raum konnten wir eine Kuka-Industrieroboterarm und zwei Lasertracker bestaunen - Anordnungen, mit denen vor allem Kalibrierungen vorgenommen werden. Weiter ging es in den Instrumentenraum, in dem sowohl historische als auch die aktuell genutzten Messsysteme untergebracht sind. Gerade die älteren Teilnehmer kamen hier ins Schwärmen und mehr als einmal vernahm man ein „Den hatte ich früher auch mal!“. Besonders beeindruckend sind die Vermessungskreisel: Mit dem Gyromat 2000 und 5000 ist die UniBw hier top ausgestattet. Die größte Faszination ging jedoch von einem alten, noch funktionsfähigen russischen Vermessungskreisel aus (auch wenn auf Grund sprachlicher Hürden im Moment niemand am Institut weiß, wie man diesen bedienen kann).

Die Tour führte uns weiter zum Herzstück des Labors: Den Komparatorraum mit einem 30 m langen Präzisionslängenkomparator, welcher auch auf dem Gruppenbild zu sehen ist. Der Komparator steht - ebenso wie die Messpfeiler im Labor - auf einem gesonderten Fundament, sodass Vibrationen des Gebäudes keinen Einfluss auf die Messungen haben und hochgenaue Prüfungen von Messsystemen durchgeführt werden können.

Zuletzt stellten Thorsten Strübing und Andreas Wehner noch die beiden Projekte vor, in die sie derzeit besonders viel Herzblut stecken. Während Thorsten Strübing stetig das Gleismesssystem RACER weiterentwickelt, das u.a. bereits zur Gleisüberprüfung im Gotthard-Basistunnel im Einsatz war, arbeitet Andreas Wehner an einem automatischen Absteckungssystem: Ein kleines Messfahrzeug fährt dabei automatisch zur gewünschten Position und bringt mit Hilfe eines Lasers eine permanente Markierung am Boden an.

 

Einladung:

Zu unserem nächsten Stammtisch am Dienstag, 10. April 2018 treffen wir uns um 18.30 Uhr an der Pforte der Universität der Bundeswehr München in Neubiberg. Dort gibt es auch Parkplätze, wer öffentlich anreist, steigt am besten an der Bus-Haltestelle „Universitätsstraße“ aus (https://www.unibw.de/praes/universitaet/kontakt).

In der Bundeswehr-Uni erhalten wir dann eine Führung durch das Messlabor des Instituts für Geodäsie, wo uns aktuelle Projekte und besondere Geräte vorgestellt werden (u. a. Kreisel, Lasertracker und Gleismesssystem).

Anschließend wollen wir den Abend gemeinsam in der Pizzeria „La Ciacolada“ (Prof.-Messerschmitt-Str. 1, Neubiberg) ausklingen lassen.

Bitte Anmeldung bis spätestens Dienstag, 03. April 2018, damit wir der Bundeswehr-Uni bezüglich Teilnehmerzahl Bescheid geben können.

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!