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GDI-DE, Vortrag von und mit Dipl.-Ing. Rainer Nuss

04.02.2014 Bezirk Bielefeld Von Stefan Reinsch vor 6 Jahr(en)


Termin: 04.02.2014 19:00
Ort: Vermessungsbüro Massong, Mühlenstr. 31, 33607 Bielefeld


Die Teilnehmer im Vortragsraum

Im Rahmen eines Vortrages berichtete am 04.02.2014 Herr Rainer Nuß über das GDI-DE, ein Kooperationsprojekt von Bund, Ländern und Kommunen. In den Räumlichkeiten des Vermessungsbüros Massong fanden sich rund 30 Kollegen und Kolleginnen des VDV-Bezirks Bielefeld ein. Dieser große Teilnehmerkreis zeigt, dass die Bereitstellung von Geodaten einen insgesamt immer größeren Raum einnimmt und an Bedeutung gewinnt. Herr Rainer Nuß war im Rahmen einer Abordnung für ca. 1 Jahr Mitarbeiter der Koordinierungsstelle der GDI-DE. Er erläuterte, neben seiner persönlichen Motivation zu dieser Tätigkeit, zunächst die allgemeine Organisationsstruktur der GDI-DE. Mit Beschluss vom 28.10.2004 wurde das Lenkungsgremium GDI-DE gebildet. Das Lenkungsgremium soll ein Konzept für den Aufbau einer Geodateninfrastruktur Deutschland unter Berücksichtigung einer europäischen Geodateninfrastruktur ( INSPIRE ) definieren. Es setzt sich aus Vertretern von Bund, Ländern und Kommunen zusammen. Die fachlich technische Ebene wird von der Geschäfts- und Koordinierungsstelle GDI wahrgenommen. Hier wird keine Datengewinnung, -haltung oder –bereitstellung vorgenommen, sondern es handelt sich um Koordinierungs- und Beratungsaufgaben in Verbindung mit den verschiedensten Ansprechpartnern. Ein wesentliches Produkt des Lenkungsgremiums und der Koordinierungsstelle ist das Konzept zur fach- und ebenenübergreifenden Bereitstellung von Geodaten im Rahmen des E-Government in Deutschland „Architektur der Geodateninfrastruktur Deutschland 1.0“. Aufgrund der großen Anzahl von Beteiligten, kann der Aufbau der Geoinfrastruktur in Deutschland nur durch eine Vielzahl sich ergänzender Vorhaben umgesetzt werden. Eine Fortentwicklung gestaltet sich, bedingt durch die Dreiteilung Bund, Länder, Kommunen, bisweilen zäh.

 

Bund und Länder verfügen im Vergleich zu den Kommunen über relativ wenig Geodaten. Die Umsetzung der Länder- und Bundesdaten in die entsprechenden Datenstrukturen ist bereits weit fortgeschritten. Anders sieht es im Bereich der Kommunen aus. Hier liegen unzählige Themen in unterschiedlichsten Datenformaten vor. Damit diese vorhandenen Daten in die Strukturen und Datenformate der GDI-DE umgesetzt werden, benötigt es große Ressourcen an Personal und Kapital. Im Bereich der Kommunen fehlt hier bisweilen auch der Wille, die notwendigen Mittel, bereitzustellen, vor allem vor dem Hintergrund der schlechten Kassenlage vieler Kommunen.

 

In der anschließenden Diskussion zeigte sich, dass die Umsetzung zwar in vielen Kommunen bereits begonnen wurde, jedoch noch ein weiter Weg vor den Beteiligten liegt, bis die Aussage „Alles ist nur noch eine URL (Internetadresse)“ Wahrheit geworden ist.

 

Unter http://www.geoportal.de findet man umfangreiche Informationen zu dem Thema Geodaten und GDI-DE.