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GPS einmal anders – Grand Prix auf dem Sachsenring

03.04.2009 Bezirk Süd-West-Sachsen (Chemnitz) Von Conny Weißflog vor 11 Jahr(en)


Termin: 02.04.2009
Ort: Sachsenring


Zu einer rasanten Exkursion trafen sich 9 Mitglieder des VDV-Bezirkes Südwestsachsen und 3 Gäste am 03.04.2009 auf dem Sachsenring in Hohenstein-Ernstthal.

Bild 1

Bild 2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schon nach einigen kurzen, einleitenden Worten durften sich alle Teilnehmer wieder an das Steuer ihres Autos begeben und hinter dem Safety-Car zwei interessante und streckenweise schnelle Runden auf dem 3,7km langen Kurs des Sachsenringes drehen. Das erste Highlight dieser Exkursion begeisterte alle ausnahmslos!

Anschließend gab es viele, sehr interessante Informationen zur über 80jährigen Geschichte und der momentanen Nutzung des Sachsenringes.

Einmalig ist die Kombination aus modernem Fahrtrainingszentrum und reinrassiger Rennstrecke, die man im Verkehrssicherheitszentrum Sachsenring vorfindet. Das etwa 50ha große, hügelige Gelände bietet Trainingsstrecken mit realistischen Bedingungen. Die Boxenanlage mit 34 Einzelboxen ist großzügig gestaltet. Es gibt einen Start- und Zielturm mit VIP-Lounge, Race-Control und Seminarräumen. Im Pressezentrum finden ca. 300 Journalisten vor 95 Monitoren Platz. Die Grand Prix Strecke besitzt 18 verschiedene Trainingsparcours, von denen die meisten mit einer Bewässerung versehen sind und somit optimale Bedingungen für unterschiedliche Fahrprogramme und vielfältige Veranstaltungen bieten.

Der Sachsenring wurde1927 gegründet. Zum ersten so genannten „Badberg-Viereck-Rennen“ kamen am 26. Mai 1927 130.000 Besucher. Internationale Motorradrennen um die Großen Preise von Deutschland und Europa wurden hier in den 30er Jahren gefahren. Die Rennstrecke erwarb sich internationale Bekanntheit und bekam einen festen Platz im internationalen Rennkalender. Ihren Namen „Sachsenring“ bekam sie 1937. Erst 1949 – nach vielen Kriegsjahren – fanden wieder Rennen mit stets 250.000 Besuchern statt. Sogar die Straßenweltmeisterschaften im Radsport fanden 1961 auf dem damals 8,7km langen Kurs statt. Es folgten seit 1961 auch wieder Motorrad-WM-Läufe mit internationaler Beteiligung. Ruhiger wurde es, als ab 1973 nur noch Ostblockstaaten an den Rennen teilnehmen durften. 1995 errichtete man auf dem Gelände einer ehemaligen Ziegelei, nahe der alten Rennstrecke, das Verkehrssicherheitszentrum und es wurde wieder möglich, Rennsport zu betreiben.

Es ist einzigartig in Deutschland, dass aus einem modernen Fahrsicherheitszentrum und multifunktionalen Veranstaltungsgelände 2x jährlich eine nicht permanente Rennstrecke mit hochkarätigem Motorsport wird.

Ein weiteres Highlight war der Besuch des hochtechnisierten Pressezentrums. Viele Treppen führten uns außerdem auf den Start- und Zielturm und gestatteten uns einen guten Überblick über das gesamte Renngelände. Auch dort gab es wieder viele technische Daten und nette Anekdoten zu erfahren.

Schnelligkeit ist auch bei anstehenden Baumaßnahmen gefordert. Da das Gelände täglich ausgebucht ist, müssen diese möglichst bei Tag und Nacht durchgeführt werden. Das bedeutet auch für die Vermesser eine große Herausforderung. Die Rennstrecke muss mit höchster Genauigkeit abgesteckt und alle Bauarbeiten kontrolliert werden. Bei den gefahrenen Geschwindigkeiten hätten Unebenheiten oder andere Fehler schlimme Unfälle zur Folge.

Beim abschließenden gemütlichen Beisammensein wurde über weitere, mögliche Exkursionen und aktuelle Themen des Berufsstandes diskutiert.

 

 Conny Weißflog