zum Content

Höhlenexkursion in das Geisloch bei Oberfellendorf

02.12.2015 Landesverband Bayern Von Kurt Wagner vor 4 Jahr(en)


Termin: 19.09.2015
Ort: Oberfellendorf


Bild 1: Die Höhlenforscher nach der Erkundung der Geislochhöhle - Foto: Frank Pöhlmann

Bild 2: Prächtige Tropfsteinformationen der Geislochhöhle in der fränkischen Schweiz - Foto: Andreas Wolf

Der Landesverband Bayern erkundet Tropfsteinhöhle in der Fränkischen Schweiz

 

Am 19. September 2015 konnten Mitglieder des Landesverbandes Bayern die Geislochhöhle bei Oberfellendorf in der Fränkischen Schweiz erkunden. Ausgerüstet mit Helmen, Stirnlampen und Overalls erlebten Sie hautnah eine beeindruckende Welt im Untergrund. 

 

Durch die Initiative des Landesvorsitzenden Frank Pöhlmann wurde eine Begehung der im Privatbesitz befindlichen, nicht öffentlich zugänglichen Tropfsteinhöhle ermöglicht.

 

In einem Waldstück oberhalb von Oberfellendorf liegt versteckt der bodengleiche Einstieg. Um unberechtigten den Zugang zu verhindern, ist der Einstieg mehrfach mit Schlössern und Metallabdeckungen gesichert. Die Begehung der Höhle durch die VDV-Gruppe war die erste im Jahr 2015.

 

Nach dem Abstieg über eine Stahlleiter erfolgte ein abenteuerlicher Zugang zur eigentlichen Tropfsteinhöhle. Über zwei mehrere Meter lange, schmale Kriechgänge, die nur auf dem Bauch liegend durchrobbt werden konnten, wurde eine Vorhalle erreicht. Von dort ging es in die eigentliche Höhle mit ihren atemberaubenden Tropfsteinformationen.

 

Beeindruckend waren die raumhohen, zum Teil mehrere Meter starken Stalagmiten und Stalagnaten, hunderte von der Decke hängende Stalktiten. Aber auch die riesige Knochen von Höhlenbären und die winzigen Höhlenflohkrebse fanden Ihre Bewunderer.

 

Da in der Höhle weder befestigte Wege noch künstliche Beleuchtungen vorhanden sind, konnten sich die Teilnehmer gut vorstellen, wie sich Höhlenforscher auf Ihren Erkundungstouren durch die Unterwelt fühlen. Da auch der Vermessungsingenieur und Höhlenforscher Andreas Wolf zu den Teilnehmern gehörte (u. a. bekannt als technischer Leiter der Bergungsaktion in der Riesending-Schachthöhle), fühlten sich die restlichen Beteiligten doch relativ sicher.

 

Die weiteren Teilnehmer und Begleitpersonen der Exkursion, der Zugang war auf 15 Personen begrenzt, führten eine nicht minder beeindruckende Wanderung um den Luftkurort Streitberg durch.

 

Nachdem alle wieder unversehrt aus der Höhle an die Oberfläche zurück gekommen waren, spendierte der Landesvorsitzende Frank Pöhlmann zur Erfrischung den „Höhlenbefahrer“ und Wanderern ein kühles Bad Windsheimer Bier.

 

Im Anschluss wurden die Erlebnisse im Gasthaus Sponsel in Oberfellendorf bei einem fränkisch-kulinarischem Abendessen nochmals ausgetauscht und weitere Pläne für ebenso erlebnisreiche Exkursionen geschmiedet.