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James Cook und die Entdeckung der Südsee

20.02.2010 Bezirk Wuppertal vor 10 Jahr(en)


Termin: 20.02.2010 14:00
Ort: Kunst- und Ausstellungshalle BRD, Bonn


James Cook - Vom Kohlenschipper zum Entdecker

 

In der heutigen Zeit liegt die Erkundung dieser Welt nur einen „Mausklick“ entfernt, auf Servern speichern wir eine Vielzahl von Informationen. Neben Satellitenaufnahmen und Luftbildern wird in naher Zukunft dieses Netz noch weiter verdichtet. Aber alles hatte einmal einen Anfang, auch die Entdeckung unserer Welt !

 

Anfang Februar besuchten 13 Teilnehmer des VDV – Bezirks Wuppertal die Ausstellung „James Cook und die Entdeckung der Südsee“ auf der Bonner Kunstmeile. Niemand hat die Karten dieser Welt so sehr verändert wie der Entdecker James Cook (1728-1779). Auf seinen großen Reisen durchkreuzte er alle Ozeane, entdeckt Länder und kartographiert deren Küsten. Damit vervollständigte er unser neuzeitliches Bild von der Erde und widerlegte die Vorstellung von einem mythischen Südkontinent.

 

Besucht wurde die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland. Während einer Führung konnten die Teilnehmer einen kleinen Einblick in das Leben von James Cook erlangen. Eine spannende Ausstellungsarchitektur ermöglichte es den Besuchern, die verschiedenen Expeditionen Cooks entlang der jeweiligen Routen nachzuvollziehen. Es mussten nur die entsprechenden Linien am Boden verfolgt werden. Anhand von 550 Exponaten erzählt die Ausstellung von Cooks Reisen und seinem internationalen Wissenschaftlerteam, das im Zeitalter der europäischen Aufklärung neue Erkenntnisse in mehreren Disziplinen wie Navigation, Astronomie, Naturgeschichte, Philosophie und Kunst beitragen konnte. Neben kostbaren Holzskulpturen, Federornamente, Schmuckstücke aus Perlmutt, Muscheln oder Beeren, die er aus den entdeckten Ländern (u. a. Neuseeland, Tahiti, Hawaii, Nordamerika) mitbrachte, wurden prachtvolle Gemälde und Zeichnungen, Schiffsmodelle, Seekarten und Navigationsinstrumente gezeigt.

 

Erst mit 17 Jahren heuerte James Cook auf einen Kohlenschiff an. Er war kaum gebildet, doch ungemein wissbegierig. Mathematik und Navigation brachte er sich selbst bei. Abends, bei Kerzenlicht, studiert er alte Seekarten und prägte sich die Sternenbilder ein. Cook arbeitet sich hoch, träumte von unbekannten Völkern und Ländern, die auf dem Südkontinent verborgen sind. Nur ein großer weißer Fleck zeigte sich auf der Südhalbkugel. Niemand hatte sich bis dahin vorgewagt. Das wollte er ändern.

 

Nach Abschluss der Bezirksveranstaltung wurden die Ereignisse in geselliger Runde noch einmal diskutiert. Zum Schluss waren sich alle Teilnehmer einig: Kaum einer von uns kann sich heute noch vorstellen wie es ist, in das „Nichts“ aufzubrechen. Und dennoch sind Karten und Informationen über Gebiete auch heute noch von unschätzbarem Wert. Früher war es die Karte über neue Länder, heute sind es Karten über Ölfelder oder andere Energievorkommen. Die Welt wird sich weiter ändern, doch die Karte wird bleiben.

 

 Jens Oberbossel