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Liebe Jung(gebliebene) Geodäten!

21.03.2011 Landesverband Thüringen Von Katrin Dünnebeil vor 9 Jahr(en)


Termin: 30.04.2011 10:00
Ort: Bahnhof Rennsteig (bei Schmiedefeld)


Start der Junggeodätenwanderung

Logbucheintrag vor unserem ersten Geocache

Erste gemeinsame Junggeodätenwanderung des DVW und VDV

 

Der Landesverein Thüringen e. V. des DVW und der Landesverband Thüringen des VDV e. V. haben alle Junggeodäten sowie junggebliebene und interessierte Gäste zu einer gemeinsamen Wanderung am 30.04.2011 in den Thüringer Wald eingeladen.

Ziel war in erster Linie das persönliche Kennenlernen bei einer gemeinsamen Wanderung entlang des berühmten Rennsteiges und dabei nebenher den Spaß am Geocaching (moderne Schnitzeljagd mittels GPS) zu entdecken.

Start und Ziel unserer Rundwanderung auf dem südlichen Teil des Doktor-Wald-Wanderweges war der Bahnhof Rennsteig (bei Schmiedefeld am Rennsteig). Bei herrlichem Wetter trafen sich, auch dank der Veröffentlichung vorab in der lokalen Presse, 17 Erwachsene, 4 Kinder und 1 Hund. Da gleich in der Nähe des Traditionsbahnhofes Rennsteig unser erstes Geocaching-Ziel versteckt war, gab es zu Beginn durch unseren erfahrensten Geocacher Andre Schilling eine kurze Einführung zum Thema Geocaching.

„Geocaching lässt sich am besten als eine Art moderner Schatzsuche und Schnitzeljagd beschreiben. Kurz und generalisiert gefasst: Es gibt Leute, die verstecken irgendwo Dosen voller kleiner netter Dinge sowie einem Notizbüchlein, dem Logbuch. Und veröffentlichen das Versteck in Form von Koordinaten im Internet.

Dies lesen andere, merken sich die Koordinaten und nutzen ihr GPS-Gerät, um diese Schätze zu finden. Dann wird eine Kleinigkeit aus dem Inhalt der Dose ausgetauscht, der Besuch geloggt und die Dose wieder an derselben Stelle versteckt - für den nächsten ...“(Quelle: http://www.geocaching.de)

Geocaching stammt ursprünglich aus den USA, ist aber mittlerweile weltweit verbreitet. Im größten Register unter http://www.geocaching.com sind derzeit etwa 1,4 Mio. aktive Caches eingetragen. Davon befinden sich knapp 200.000 in Deutschland und täglich wächst die Zahl.

Alle Teilnehmer erhielten vor dem Start neben einer Karte mit eingetragener Wanderroute und den Koordinaten der zu findenden Caches ein Merkblatt zum „Naturverträglichen Geocaching“, da unsere geplante Route auch durch Teile des Biosphärenreservates Vessertal – Thüringer Wald führte.

Nachdem die ersten Koordinaten in die GPS-Empfänger bzw. GPS-tauglichen Mobiltelefone eingetippt waren, konnte es richtig losgehen. Vor allem unsere jüngsten Teilnehmer Kira, Vincent und Marvin waren sehr aufgeregt, als sie das erste Versteck dank Satelliten-Navigation gefunden hatten.

Eine erste kurze Rast haben wir auf dem Wanderweg in Richtung Allzu nah an einer Wegekreuzung eingelegt. Dort bereiteten wir unseren ersten eigenen Geocache vor. Neben dem üblichen Logbuch verstauten wir zahlreiche Tauschgegenstände des DVW und VDV. Die vor Ort bestimmten Koordinaten wurden auf der Internetplattform eingestellt und schon kurz nach der Freischaltung unseres Caches „Kleine Hohe Warte“ hat ein Geocacher unser „Versteck“ gefunden und den Cache mit dem üblichen Kürzel FTF (First to Find) geloggt. Mittlerweile gibt es über 20 Eintragungen zum Fund unseres Geocaches und durchaus mit positiven Kommentaren.

Dann begaben wir uns wieder auf die Suche nach dem nächsten Versteck. Dabei handelte es sich um einen sogenannten Micro-Cache. Dieser hat nur die Größe einer Filmdose mit entsprechend kleinem Mini-LOG-Buch und bereitete uns daher auch einige Mühen, bis wir ihn dann doch entdeckten.

Unser Weg führte uns dann direkt auf dem Rennsteig entlang in Richtung Schmiedefeld. Am „Grillplatz Schwarzwasser“ versteckten wir einen weiteren Cache. Auch dieser wurde schnell entdeckt und auf die Anzahl und die Kommentare der „Finder“ im Internet-Logbuch können die Junggeodäten schon ein bisschen stolz sein.

In Schmiedefeld selber gab es noch zwei Caches zu suchen und zu finden. Besonders gut hatte allen das Versteck an der „Richard-Möller-Schanzenanlage“ gefallen. Dort gab es auch noch einmal etliche interessante Tauschobjekte, v. a. für unseren Geodäten-Nachwuchs.

Am Ziel unserer Wanderung kehrten wir dann noch in der Gaststätte „Gleis 1“ am Bahnhof Rennsteig ein, um die interessante Wanderung mit spielerhaftem Bezug zur Geodäsie ausklingen zu lassen. Vielleicht wurde bei dem einen oder anderen das Interesse für ein neues Hobby geweckt. In jedem Fall waren sich alle einig, dass das die erste, aber nicht die letzte Junggeodätenwanderung war. In Thüringen gibt es noch so viele schöne Ecken und dass die Thüringer Geodäten zusammenhalten müssen, das wissen wir schon lange und daher klappt die regionale Kooperation in der Praxis schon jetzt so gut, wie es die Bremer Erklärung in der Theorie auf Papier festgehalten hat.