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Mit dem Erlebnisaufzug zur Burg Altena

10.09.2013 Bezirk Hagen Von Frank Teichmann vor 6 Jahr(en)


Termin: 26.07.2013
Ort: Burg Altena


Bild 1: Auf dem Weg zur Baustelle des Erlebnisaufzuges (Foto D. Walther)

Bild 2: Die Baustelle des Erlebnisaufzug vor der Burg (Foto D. Walther)

 

Burg Altena über der alten Drahtzieherstadt gilt als eine der schönsten Höhenburgen Deutschland. Diese hat jedes Jahr um die 10.000 Besucher. Leider hat die Stadt Altena am Fuße der Burg nur sehr wenig davon. So überlegte man sich im Rahmen des Förderprojektes „Regionale 2013“, wie die Innenstadt an der Lenne belebt werden könnte. Mit einem Erlebnisaufzug durch den Fels in den Klusenberg soll die Burg ans Lenneufer geholt werden.

 

Der Stadtplaner Dipl.-Ing. Roland Balkenhol (Stadt Altena) informierte die 16 VDV Kolleginnen und Kollegen am 26.07.2013 im Informationszentrum in einem sehr bildlichen Vortrag bestens über alles Wissenswerte rund um das Projekt. Verschiedene Aufzugs- bzw. Trassenvarianten wurden im Zuge der Planung geprüft, bis man sich für einen Aufzug durch den Berg hin zur Burg entschied. Es sollte aber kein normaler Aufzug werden. Das Konzept sieht einen Erlebnisaufzug vor, bei dem der Besucher durch mehrere „Tore“ zur Burg geleitet werden soll. Mit Hilfe von Projektionen und Lichtanimationen werden verschiedene Sagen mit den unterschiedlichsten Figuren aus der Region erzählt. Eigens hierfür wurde sogar ein Drehbuch geschrieben. Auch die Aufzugsfahrt wird durch eine Videoanimation für den Besucher zum echten Erlebnis.

 

Ausgangspunkt der Bauarbeiten war ein ehemaliger Luftschutzstollen aus dem 2. Weltkrieg. Dieser Stollen wurde durch gezielte Sprengungen aufgeweitet und so 90 m in den Berg getrieben. Für den Bau des ca. 80 m tiefen Schachts wurde das sogenannte Raise-boring-Verfahren („Aufwärtsbohren“) angewendet. Hierbei wird von oben aus eine Pilotbohrung bis zur unteren Ebene durchgeführt. Anschließend wird der Bohrlochräumer auf der unteren Ebene angebracht und nach oben gezogen. Das Bohrgut muss nicht oben aus dem Bohrloch ausgespült werden. Es fällt nach unten und kann bequem abtransportiert werden. Weiterhin entsteht eine glatte Bohrlochwandung, die oft keinen Bohrlochausbau benötigt. Die vermessungstechnische Begleitung erfolgt durch ÖbVI Thomas aus Iserlohn.

 

Im Anschluss an den Vortrag hatten wir die Möglichkeit uns den aktuellen Stand des Baugeschehens vor Ort anzusehen. Stollen und Aufzugsschacht sind soweit fertig, dass in einigen Wochen schon mit dem Innenausbau begonnen werden kann.

 

Die offizielle Eröffnung ist für Ostern 2014 geplant, worauf alle Anwesenden sehr gespannt sind und einen Besuch einplanen sollten.