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Sachsen-Anhalt auf dem Weg zur Digitalen Agenda

19.02.2017 Landesverband Sachsen-Anhalt Von Achim Dombert vor 3 Jahr(en)


Termin: 08.02.2017
Ort:


Auditorium (Foto: Achim Dombert)

Digitalisierung (Foto: Weissblick / fofolia.com)

Projektplan Bundesregierung (Foto: Achim Dombert)

Das war schon ein besonderer Termin für den VDV-Landesvorsitzenden. Am  08.02.2017 trafen sich über 250 Teilnehmer zur Auftaktveranstaltung: „Sachsen-Anhalt auf dem Weg zu einer digitalen Agenda“ im Maritim Hotel in Magdeburg. Die - durch das Interesse am Thema - erfreuliche hohe Teilnehmerzahl sorgte für eine Verlegung des Veranstaltungsortes von der Staatskanzlei zum Maritim Hotel. Aufgrund der mit  großer Dynamik voranschreitenden Digitalisierung der Gesellschaft die alle Bereiche des Lebens betreffen angefangen bei den Potentialen, die die Digitalisierung für die heimische Wirtschaft mit sich bringt, über ein neues Selbstverständnis der öffentlichen Verwaltung (Stichwort E-Government) bis zu Digitalisierungsaspekten auf nahezu allen gesellschaftlichen Feldern. Hat es sich die Landesregierung Sachsen-Anhalts zur Aufgabe gemacht, diesen Prozess nicht nur zu begleiten, sondern aktiv mitzugestalten. Dazu wird in diesem Jahr die Digitale Agenda Sachsen-Anhalts erstellt. In diesen Prozess möchte die Landesregierung breite Teile der Gesellschaft mit einbeziehen. Theo Struhkamp vom Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung führte durch das Programm. Der Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff begrüßte die Teilnehmer gefolgt von der Eröffnungsrede von Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt. Dr. Tobias Miethaner, Leiter der Abteilung Digitale Gesellschaft im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur referierte über “Digitale Gesellschaft – digitale Infrastrukturen“. Das Ziel 50 Mbit für alle bis Ende 2018 wurde genannt. Besonders interessant war die Darstellung einer Studie nach der der mobile Datenverbrauch bis zum Jahr 2025 um das 40fache steigen wird. Digitale Infrastrukturen heißt also nicht nur Glaserfaser-DSL sondern auch Mobiles Netz. Die Digitale Infrastruktur umfasst dann nicht nur den Anschluss von Wohn- und Gewerbegebieten, sondern in Zukunft auch Glaserfaserkabel entlang von Verkehrswegen z.B. zur Steuerung von autonomen Fahrzeugen. Marco Langhof, Vorsitzender des Verbandes der IT- und Multimediaindustrie Sachsen-Anhalt e. V. sprach über die „Digitale Agenda – Die Anforderungen der Wirtschaft“ und mahnte auch bisherige Versäumnisse der Landesregierung an. Besonders gut kam sein Vergleich mit der Festung Magdeburg an. Erst die Eisenbahn (als technische damalige Innovation) sorgte für den späteren Rückbau der Festungsmauern. Ähnlich heißt die Digitalisierung nicht nur alles ‚Analoges‘ zu digitalisieren sondern auch bereit für Veränderungen zu sein. Sowie bisherige Arbeitsabläufe kritisch zu hinterfragen. Susanne Wiedermeyer stellv. Bezirksvorsitzende Niedersachsen-Bremen-Sachsen-Anhalt und Landesbeauftragte Sachsen-Anhalt des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) sprach über „Arbeit 4.0 – der digitale Wandel in der Arbeitswelt“. Zum Ende der Veranstaltung stellte Staatssekretär Jürgen Ude den partizipativen Prozess mit dem Beitrag „Der Weg der digitalen Agenda des Landes – Fahrplan und Meilensteine“ vor. Der ambitionierte Zeitplan enthält mehrere Workshops u.a. zur Digitalen Bildung und Digitalen Verwaltung. So wird bis zum September 2017 die Digitale Agenda für Sachsen-Anhalt erstellt.

Die Vorträge dieser Veranstaltung sollen auf www.digital.sachsen-anhalt.de bereitgestellt werden. In Kürze wird auch eine Internetpräzens unter www.lsa-partnernetzwerk.de erstellt.