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Unsere Geschichte - Deutschland seit 1945

22.11.2013 Bezirk Bergisch-Land Von Ralf Wallbaum vor 6 Jahr(en)


Termin: 22.11.2013 15:00
Ort: Haus der Geschichte, Willy-Brandt-Allee 14, 53113 Bonn


Am 22.11.2013 um 13:00 Uhr ging es mit einem Kleinbus von Solingen aus los in Richtung Bonn. Schließlich wollte die Gruppe nicht zu spät am Haus der Geschichte ankommen. Denn pünktlich um 15:00 Uhr wartete eine nette Dame auf uns, die uns die nächsten 90 Minuten durch die Ausstellung im Haus der Geschichte begleiten sollte.


Über 4000 qm Ausstellungsfläche lagen nun vor uns und fast ebenso viele Themen aus den mehr als 60 Jahren Deutsche Geschichte. Ob West, ob Ost, beides wird hier gleichermaßen betrachtet. Es wartet also eine interessante Zeitreise auf die Teilnehmer, vorbei an Originalobjekten der Geschichte und verschiedenen Stationen mit Interviews und interaktiven Modulen.


Das Museum ist unterteilt in Zeitabschnitte der einzelnen geschichtlichen Epochen. Angefangen mit den Nachkriegsjahren in den Vierzigern vor der Teilung Deutschlands in die Bundesrepublik und die DDR. Weiter geht es in die Zeit des Aufbaus von Ost und West gleichermaßen bis 1955. Die Gegensätze der politischen und sozialen Strukturen werden hier schon deutlich.


Der Kalte Krieg bis zum Ende der Amtszeit von Konrad Adenauer im Jahre 1963 umfasst der nächste Bereich der Ausstellungsfläche. Es wird hier auch auf die immer tiefer greifenden politischen und wirtschaftlichen Unterschiede eingegangen, die zur Flucht aus der DDR für einige Menschen führte. Ebenso fällt in diese Zeit der Mauerbau als Symbol der Teilung Deutschlands.


In den nächsten Jahren sind Kontinuität und Wandel gleichermaßen präsent. Die wilden 68er, der Vietnamkrieg und der erste sozialdemokratische Kanzler fällt in diese Zeit. Genauso wie die erste Annäherung an den Osten durch eben jenen Willy Brandt. In der DDR wird Erich Honecker SED-Generalsekretär für viele Jahre.


Die nächste Epoche umfasst die Jahre 1974 bis 1989. Ölkrise, Wettrüsten, Arbeitslosigkeit prägen diese Zeit. Mit Michael Gorbatschow beginnt allerdings die Zeit des Umbruchs, der zur Wende und Wiedervereinigung führen sollte.


Der letzte Teil der Ausstellung befasst sich mit den Jahren nach der Wiedervereinigung. Zusammenwachsen von West und Ost, der EU, aber auch der Terrorakte von Al-Qaida, der Krieg in Afghanistan. Aber auch die Technisierung der Menschen und die Globalisierung in Wirtschaft und Finanzen werden thematisiert.


Die 90 Minuten reichen eigentlich gar nicht, um all diese Facetten der Deutschen Geschichte seit dem 2. Weltkrieg zu erfassen. All zu umfassend ist die ganze Thematik. Aber die Führung durch die Ausstellung hat einem schon viele Aspekte sehr nahegebracht und alles wurde kurzweilig und informativ vorgetragen.


Ein weiterer Besuch lohnt sich alle mal.


Im Anschluss ging es dann zunächst auf den Bonner Weihnachtsmarkt zu einem Glühwein. Denn der bestellte Tisch im Brauhaus Bönnsch lag unmittelbar am Tag der Eröffnung des Weihnachtsmarktes gleich nebenan. Zum sacken lassen der ganzen Informationen ging es dann bei Bier und Essen in das Brauhaus hinein und ein gelungener Ausflug fand so langsam seinen Ausklang.