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VDV unterwegs - Besichtigung der Hochschule OWL

01.03.2011 Bezirk Bielefeld vor 9 Jahr(en)


Termin: 01.03.2011 19:00
Ort: Hochschule OWL, Emilienstraße 45, 32756 Detmold


Teilnehmer der Besichtigung vor dem Materialprüfstand

 

Am 01.03.2011 besichtigten Kollegen und Kolleginnen des VDV-Bezirks Bielefeld die Hochschule OWL am Standort Detmold. Die Hochschule OWL unterhält Lehrgebäude in Detmold, Lemgo, Höxter und neuerdings auch in Warburg. Sie bietet rund 5.200 Studenten die Möglichkeit in verschiedenen Fachrichtungen den Bachelor- und Master-Abschluss zu erlangen. Schwerpunkt der Besichtigung stellten die Fachbereiche Architektur und Bauingenieurwesen dar.

Bereits der Treffpunkt auf dem neu gestalteten Campusgelände in Detmold vermittelte einen imposanten Eindruck. Hier wurde ein ehemaliges Kasernengelände der britischen Streitkräfte umfangreich zu einem modernen Hochschulstandort ausgebaut. Historische Gebäude wurden kernsaniert und durch architektonisch ansprechende Neubauten ergänzt. So ist es gelungen, den Studierenden moderne Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen.

Frau Kuhlmann von der Hochschulverwaltung erläuterte zunächst die Entwicklungen und Tendenzen, die die Hochschule in den nächsten Jahren prägen werden. Hier ist zum einen ein starker Anstieg der Erstsemester zu erwarten. Im Jahre 2011 wird in Niedersachsen und im Jahr 2012 in NRW, bedingt durch die Einführung von G8, ein doppelter Jahrgang die Gymnasien verlassen. Auch ist eine zunehmende Nachfrage nach dualen Studiengängen zu verzeichnen. Viele Betriebe haben erkannt, dass es in der nahen Zukunft schwierig werden wird gut qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen. Aus diesem Grund ergeben sich Kooperationen und die Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Wirtschaft wird zunehmend intensiver.

Herr Dipl.-Ing. Schubert als Fachlehrer erläuterte die technischen Möglichkeiten und das Raumkonzept in den Fachbereichen Architektur und Bauingenieurwesen. Bedingt durch die Einführung der Bachelor-Studiengänge und einem Stellenabbau im Bereich Bauingenieurwesen, ist die Vermittlung von vermessungstechnischem Fachwissen stark zurückgegangen. Ziel ist es hier, ein Grundwissen zu vermitteln, damit der spätere Bauingenieur beurteilen kann, welche vermessungstechnischen Leistungen für ein bestimmtes Projekt notwendig sind. Die Durchführung komplexer Aufgaben wird hier sicherlich entsprechenden Vermessungsbüros vorbehalten bleiben. Den Abschluss der Besichtigung bildete der Besuch der Werkhalle für Materialübungen und –prüfungen. Hier werden z. B. für den Stahlbetonbau, auch in Zusammenarbeit mit externen Auftraggebern, Biege- und Bruchtests durchgeführt.