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Was Sie schon immer über Mercator und die UTM-Abbildung wissen wollten, Referent: Dipl.-Ing. Manfred Spata

04.03.2010 Bezirk Bonn Von Kurt Andrä vor 10 Jahr(en)


Termin: 04.03.2010 20:00
Ort: Hotel Willkens, Goetheallee 1, 53225 Bonn-Beuel


 Beginn: 20.00 Uhr

 

Was Sie schon immer über Mercator und die UTM-Abbildung wissen wollten

 

Referent: Dipl.-Ing. Manfred Spata

 

Gerardus Mercator erarbeitete im Verlaufe seines langjährigen kartographischen Schaffens zu allen Fragen der Kartographie (Regionalkarte, Europakarte, Weltkarte, Atlas) eigenständige Lösungen. Seine Weltkarte gründete erstmals auf einer winkeltreuen Zylinderabbildung.

 

Er zählt deshalb zu Recht zu den größten Kartographen der Neuzeit. Heute bleibt Mercator allen Menschen in der ganzen Welt, nicht nur Geodäten und Kartographen, durch die US-amerikanische Namensgebung „Universal Transverse Mercator Projection“ (UTM-Abbildung) dauerhaft in Erinnerung.

 

Im Zuge des satellitentechnischen „Global Positioning System“ (GPS) im "World Geodetic System 1984" (WGS84) und des neuen, europaweit einheitlichen "European Terrestrial Reference System 1989" (ETRS89) eroberte die UTM-Abbildung eine global dominierende Stellung sowohl im militärischen als auch im zivilen Vermessungswesen.

 

So löst seit 1995 die UTM-Abbildung in der deutschen Landesvermessung und im Liegenschaftskataster die Gauß-Krüger-Abbildung ab. Jede Nutzung einer UTM-Koordinate erinnert heute, bewusst oder unbewusst, an Mercators grundlegende Idee einer winkeltreuen zylindrischen Abbildung der Erdkugel auf eine Kartenebene, an die Mercator-Abildung.