Wie kann Mecklenburg-Vorpommern seine Infrastruktur modernisieren, Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen und den Herausforderungen von Klimawandel, Digitalisierung und demografischem Wandel begegnen? Antworten auf diese Zukunftsfragen erwartet der Ingenieurrat Mecklenburg-Vorpommern von den politischen Parteien zur Landtagswahl 2026. Mit zehn Wahlprüfsteinen, in den neben den benannten Schwerpunkten auch Fragen des Berufsrechts sowie der Vergabepraxis behandelt werden, bringt der Zusammenschluss der Ingenieurorganisationen des Landes seine fachliche Expertise in die politische Debatte ein. Die Wahlprüfsteine wurden allen derzeit im Landtag vertretenen Parteien sowie aussichtsreichen Kandidatinnen und Kandidaten für den Einzug in den neuen Landtag zur Beantwortung übermittelt und auf der Website der Ingenieurkammer M-V veröffentlicht.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Digitalisierung der Bau- und Planungsprozesse. Der Ingenieurrat setzt sich für eine vollständig digitale Bauverwaltung und den konsequenten Einsatz der Building Information Modeling (BIM)-Methodik ein. Digitale Verfahren können Genehmigungsprozesse beschleunigen, die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten verbessern und Investitionen schneller zur Umsetzung bringen. Gleichzeitig fordert der Ingenieurrat eine mittelstandsfreundliche Vergabepraxis, Investitionen in den Erhalt der Infrastruktur, eine Stärkung der Ingenieurausbildung, die Einbeziehung der Fachkompetenz von Ingenieuren in die kommunale Wärmeplanung sowie eine größere Wertschätzung der Baukultur als wichtigen Bestandteil der Identität Mecklenburg-Vorpommerns. „Damit Mecklenburg-Vorpommern seine Zukunft erfolgreich gestalten kann, braucht es verlässliche politische Rahmenbedingungen sowie die Modernisierung von Planungs- und Entscheidungsprozessen. Mit unseren Wahlprüfsteinen möchten wir den Parteien die Möglichkeit geben, ihre Positionen zu diesen zentralen Zukunftsfragen transparent darzustellen“, erklärt Max Guse, Sprecher des Ingenieurrates Mecklenburg-Vorpommern.
Der Ingenieurrat versteht seine Wahlprüfsteine ausdrücklich als fachlichen Beitrag zur politischen Diskussion. Sie sind weder Wahlempfehlung noch Bewertung politischer Programme. „Wichtig ist uns eine praxisorientierte Sicht der Ingenieure auf zentrale Zukunftsfragen des Landes, um den Wählerinnen und Wählern eine sachliche Orientierung zu bieten“, so Max Guse.
Die angeschriebenen Parteien wurden gebeten, ihre Antworten bis zum 11. August 2026 einzureichen, mit dem Ziel, diese über die Kanäle der Mitgliedsorganisationen zu veröffentlichen und somit auch den Ingenieurinnen und Ingenieuren als Gestaltern der wirtschaftlichen, technologischen und infrastrukturellen Entwicklung unseres Landes eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die Landtagswahl 2026 bereitzustellen.
Über den Ingenieurrat Mecklenburg-Vorpommern
Im Ingenieurrat Mecklenburg-Vorpommern haben sich neun Ingenieurverbände, Ingenieurvereine und die Ingenieurkammer Mecklenburg-Vorpommern zusammengeschlossen. Gemeinsam vertreten sie die Interessen der Ingenieurorganisationen im Land und fördern den Dialog zwischen Ingenieurwesen, Politik und Öffentlichkeit. Ziel ist es, technische Expertise in politische Entscheidungsprozesse einzubringen und damit einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung Mecklenburg-Vorpommerns zu leisten. Weitere Informationen: https://www.ingenieurrat-mv.de
Wahlprüfsteine: https://www.ingenieurkammer-mv.de/wir-ueber-uns/politische-positionen/wahlpruefsteine-zur-landtagswahl-2026/
Kontakt:
Ingenieurrat Mecklenburg-Vorpommern
Max Guse, Sprecher des Ingenieurrates Mecklenburg-Vorpommern
E-Mail: sprecher@ingenieurrat-mv.de