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VDVmagazin 2/2006

* Die "villa rustica" in Blankenheim

* Städtebauliche Entwicklung mit GEOvision3

* 3D-Laserscanner - Hightech für die Vermessung

* Die Groma der Agrimensoren

* Baulagenetze

* Techniken der 3D-Visualisierung

 

Wichtiger Hinweis zum Heft 2-2006

In der neuesten Ausgabe wurde der Artikel von Andreas Eckstein, "Techniken der 3D-Visualisierung - Ausführung und Analyse", abgedruckt.
Leider wurde die Seite 119 farblich nicht sauber gedruckt, so dass wichtige Aussagen nicht erkennbar sind.
Wir bieten interessierten Leserinnen und Lesern diese Seite als Download (750 KB) an, um den Artikel mit den Bildern auf den aktuellen Stand zu bringen.

 

Fachteil

David Hansen; Peter Mesenburg und Sven Möllenbruck

Die "villa rustica" in Blankenheim
Rekonstruktion und Visualisierung

Als die Römer etwa im Jahre 50 v. Chr. in die Eifel kamen, legten sie an ihren Nachschub- und Heerstraßen nicht nur größere Siedlungen (Kastelle) an, sondern auch zahlreiche Gutshöfe, die gleichzeitig als Raststätten dienten. So soll auch an der Stelle der heutigen Grafenburg, die im 12. Jahrhundert oberhalb von Blankenheim errich¬tet wurde, eine römische Befestigung gestan¬den haben. Blankenheim war zur damaligen Zeit offensichtlich ein wichtiger Stützpunkt, denn Köln und Trier waren jeweils keine 100 km entfernt und mit römischen Heerstraßen verbunden.

Blankenheim ist seit 1983 ein staatlich anerkanntes Erholungsgebiet. Touristische Anlaufpunkte sind die Quelle der Ahr, der Tiergartentunnel und die alte Grafenburg. Eine weitere Sehenswürdigkeit könnte die römische "villa rustica" in Blankenheim werden. In der Erforschung römischer Gutshöfe setzte die Villa in Blankenheim neue Maßstäbe. Sie wurde immer wieder zum Vergleich mit anderen Fund¬orten herangezo¬gen und diente auch als Vorlage für entsprechende Rekonstruktionen.

Peter Heinz

Städtebauliche Entwicklung mit GEOvision3

In einem hoch entwickelten europäischen Land wie der Bundesrepublik Deutschland ist die Entwicklung der Städte und Kommunen per Bundesgesetz einheitlich geregelt. Diese gesetzlichen Bestimmungen sind im Baugesetzbuch und den entsprechenden Verordnungen und Richtlinien formuliert.

Dieses umfangreiche Regelwerk erfordert von den beteiligten Stadt- und Landschaftsplanern ein hohes Maß an Umsicht und Fachwissen. Gerade die bundeseinheitliche Zeichenvorschrift ist sehr umfangreich und detailliert. Bei der täglichen Arbeit kann eine geeignete Softwarelösung durchaus unterstützen.

Im Anforderungskatalog einer derartigen Software stehen die Einhaltung der nötigen Zeichenvorschriften und die Möglichkeit, automatisiert Bilanzierungen durchführen zu können, an oberster Stelle. Zudem müssen dabei bestehende Datenbestände aus den unterschiedlichsten Quellen weiter verwendet werden können.

Um all diese Kriterien zu erfüllen, ist eine Insellösung wenig hilfreich.

Interview mit Dr.-Ing. M. Sc. Bernd-Dietmar Becker

3D-Laserscanner - Hightech für die Vermessung

Der neue Scanner LS 880 zielt insbesondere auf große Objekte, die größer als der Mensch sind, ab. Er erzielt eine Reichweite von bis zu 70 m und eine Genauigkeit von +/-3mm bei 10 m. Der Scanner betrachtet natürliche Oberflächen ohne Reflektoren, so dass der Mensch die Oberflächen zur Aufnahme nicht berühren muss. Der LS 880 hat eine sehr hohe Geschwindigkeit von 120.000 Punkten/sec und kann extreme Auflösungen von bis zu 7.600.000 Punkten erreichen. Damit kann er weiträumiger erfassen und schneller sehen als die bisherigen Produkte von FARO, ist dabei aber weniger genau. Er zielt auf den schnell wachsenden Markt des maßhaltigen digitalen 3D-Imaging. Zusammengefasst kann man sagen, dass der neue Laser Scanner LS 880 die Produktpalette von FARO in hervorragendem Maße ergänzt.

Georg Opdenberg

Die Groma der Agrimensoren
Messinstrument oder Kultgerät?

Seit der Antike wird in der Literatur die Groma als das Instrument der römischen Landmesser für die Absteckung von rechten Winkeln angegeben. Jedoch beschreibt schon Heron von Alexandria, ein griechischer Mathematiker und Mechaniker der 2. Hälfte des 1. Jhd. n. Chr., deren Mängel und Fehlerquellen. Es stellt sich die Frage, warum sie trotz dieser Mängel, und trotz möglicher Alternativen, unverändert weiter benutzt wurde, solange das römische Reich bestand.

Norbert Fuhrmann

Baulagenetze
Netze für Bestandsaufnahmen und Absteckungen von Bauvorhaben

Ein Lagenetz als vermessungstechnische Grundlage und baubegleitende Maßnahme richtet sich grundsätzlich nach der Art der Aufgaben und den Zwängen, die sich aus der Örtlichkeit ergeben. Die Aufgabenstellungen reichen von der Bestandserfassung, Absteckungs- und Bauwerksüberwachungsvermessungen bis hin zu den Deformationsmessungen. Netze für Tunnelbauten haben ganz andere Kriterien als die für Staumauern - nur um einmal die Extreme herauszugreifen. In diesem Beitrag werden nur Netze für Hochbauten im mittleren Größenbereich betrachtet; er soll zugleich einen Erfahrungsextrakt darstellen.

Bei Bauprojekten ist es häufig, dass in zeitlich aufeinander folgenden Bauabschnitten oder aber an verschiedenen, örtlich weit entfernt liegenden Stellen zugleich gearbeitet wird. Die Konzeption und Realisierung eines Grundlagenetzes und eine spätere Einpassung der Achsen müssen aber im Ganzen gesehen und angegangen werden. Gleichzeitig ist das Netz so anzulegen, dass problemlos Netzerweiterungen erfolgen können.

Andreas Eckstein

Techniken der 3D-Visualisierung
Ausführung und Analyse

In der Vergangenheit wurden hauptsächlich analoge Bilder, Karten, Pläne, ... genutzt, um sich oder Anderen einen Eindruck von Objekten oder Planungen zu verschaffen. Die Computertechnologie bietet nun viele Möglichkeiten der Visualisierung. Planungen werden im CAD statt auf dem Zeichenbrett vorangetrieben. Ansichten, Perspektiven und auch Bilder der Neuplanung sind oftmals in kurzer Zeit aus den Planungsdaten generiert.

Um nun eine virtuelle Realität (engl. Virtual Reality, VR) zu erreichen, bzw. dieser Näher zu kommen, benötigt man die dritte Dimension. Durch diese werden z.B. Planungen, die zuvor auf 2D-Plänen in Ihrem Ausmaß nur zu erahnen waren, plastisch dargestellt. Begehungen, Befliegungen, Animationen (z.B. von Umgebungseinflüssen - Sonne) usw. sind dann entsprechend möglich. Visualisierungen sind ein gutes Werkzeug, um beispielsweise Planungen zu präsentieren oder zu vermarkten. Sie stärken das Vorstellungsvermögen in der Weise, dass Entscheidungsfindungen beschleunigt bzw. beeinflusst und sogar Fehlplanungen vermieden werden. Bei Bürgerbeteiligungen wird einer breiten Masse ein klarer Eindruck verschafft.