zum Content

Was Sie schon immer über Mercator und die UTM-Abbildung wissen wollten.

Termin: 04.03.2010, Ort: Hotel Willkens, Goetheallee 1, 53225 Bonn-Beuel

 

 Referent: Dipl.-Ing. Manfred Spata

 

 

„Wieviel Mercator steckt in der UTM-Abbildung?“, war das Thema von Dipl.-Ing. Manfred Spata am 4. März. Er erläuterte die Arbeiten von Mercator, der immerhin 30 Jahre an seiner Weltkarte gearbeitet hatte. Er erklärte wie sich z. B. Lambert, Gauß, Schreiber, Jordan, Böhler und Baumgart mit dem Problem der Abbildung der Erde beschäftigt hatten.

 

Den meisten Zuhörern war nicht bekannt, dass die „6°-Streifen-Gedanken“ für die Abbildung nicht neu sind. Bereits 1897 gab es einen Vorschlag, die Internationale Weltkarte 1:1.000.000 so darzustellen. 1938 hatte das Deutsche Heeresgitter 6°-Streifen und die UdSSR bezogen 1940 Karten auf das Krassowski-Ellipsoid auf dieses System. Die amerikanischen Landungstruppen verfügten im 2. Weltkrieg über Karten im Maßstab 1:25.000, die der US Army Map Service mit 6°-Streifen angefertigt hatte.

 

Im Jahr 1995 gab es den AdV-Beschluss Gauß-Krüger (gerade mal seit 80 Jahren amtlich) auf UTM umzustellen und 1999 stellte das LVA NRW die erste Karte mit UTM-Gitter vor.

Eine ausführliche Diskussion schloss sich dem Vortrag an und zeigte, dass das Thema aus dieser Sicht sehr interessant ist.

 

 

Gut lachen konnte nicht nur Manfred Spata, sondern

auch alle Zuhörer, die wieder einmal restlos begeistert waren

über die nicht nur informative sondern auch charmante Art

seines Vortrags.

 

Text: Rolf Bull , Fotos: Kurt Andrä

<-- zurück