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Bericht zur Besichtigung der Zeche Zollverein in Essen am 10.9.2011

 

Keine deutsche Region hat in den letzten Jahrzehnten in solch einer Größenordnung ihr Aussehen verändert wie das Ruhrgebiet. Dutzende von Zechen und Stahlwerken sind verschwunden. Doch nicht alle Industrieanlagen wurden abgerissen. So ist z. B. die Zeche Zollverein in Essen, die nach der Stilllegung 1986 unter Denkmalschutz gestellt wurde, 2001 von der UNESCO zum Erbe der Menschheit ernannt worden. Da ein Teil der Kollegen in Essen studiert haben, war eine gewisse Beziehung zu dieser Region vorhanden.

 

Es gab nicht viele Samstage in diesem Sommer, die ohne Regen daher kamen. Wir hatten einen solchen Glückstag erwischt und bei strahlenden Sonnenschein konnten wir einen herrlichen Tag in Essen erleben. Traditionell waren auch Kölner VDV-Kollegen mitgekommen, so dass zwei Dutzend Teilnehmer dabei waren. 

 

 

 

Bonner und Kölner VDV-Kollegen am Fuße des Förderturms der Zeche Zolverein

 

Es begann mit der industriehistorischen Führung über das Welterbe Zollverein mit dem Thema "Über Kohle und Kumpel". In zwei Stunden wurde der Kohleabbau in Wort, Bild und Film, sowie hautnah beim Rundgang durch die Gebäude erläutert. Heute ist es kaum vorstellbar, wie laut und dreckig die Arbeitsplätze auch über Tage waren. Die gezeigten Arbeitsbedingungen waren nicht unbedingt erstrebenswert und mancher Außendienstler fand, dass er in seiner Tätigkeit doch um vieles besser dran ist.

 

 

 

 Strahlender Sonnnenschein und ein herrlicher Ausblick von der Besucherplattform

 

Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Kokerei ging es dann zur Führung durch das Ruhr Museum, ein Regionalmuseum neuen Stils, das die Geschichte der Kohle bis zum heutigen Strukturwandel unfasst.

 

 

Die drei Ausstellungsebenen sind dabei den Kategorien Gegenwart, Gedächtnis und Geschichte zugeordnet. Es wird vom Knochenfund aus der Eiszeit bis zum Streikaufruf in Rheinhausen ein großes Gebiet abgearbeitet. Sogar ein hochglanzpolierter (englischer) Theodolit wird ausgestellt, wobei ein Hängetheodolit oder ein Nivellieristrument (Bergsenkungsmessungen) bestimmt passender wäre. Abgeschlossen wird die Ausstellung mit einer umfangreichen Fotosammlung der letzten 10 Jahre aus der Region.

 

 

 

Lichterfaszination im Treppenhaus des Ruhr Museums

 

Den schönen Spätnachmittag ausnutzend, fand sich die Hälfte der Gruppe noch zum gemütlichen Ausklang im Biergarten ein. Besonderer Dank gilt unserem 1. Vorsitzenden Kurt Andrä, der den Tag hervorragend vorbereitet hatte.

 

 

Text: Rolf Bull, Fotos: Kurt Andrä