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VDV-Bezirk zu Besuch bei der Fa. Vogelsang in Herten

VDV-Bezirk zu Besuch bei der Fa. Vogelsang in Herten

Für interessierte Ingenieure und Gäste des Bezirkes öffneten sich bei der Fa. Vogelsang die Tore. Die Fa. Vogelsang produziert am Standort Herten Kunststoffrohre aus den unterschiedlichsten Werkstoffen wie PP, PVC-U und PE-HD. Damit ist sie einer der wenigen Hersteller weltweit, die in dieser Materialbandbreite Produkte anbieten. Die Kunststoffrohre werden für den Einzug von Kabel zu Steuer- und Telekommunikationszwecke verwendet. Abnehmer der Rohre sind dementsprechend die Industrie und der Tiefbau sowie Versorgungsunternehmen wir Telekommunikationsanbieter oder Stadtwerke.

Begonnen hat das Unternehmen in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts mit der Herstellung von Korrosionsschutzartikel für den Stahlrohrleitungsbau.

Der Besuch begann mit der Vorstellung der Fa. Vogelsang und deren Leistungsbild. Bei dem sich anschließenden Rundgang konnten das Labor, die Produktion sowie die Lagerhaltung besichtigt werden. Im Labor wurde gezeigt, u. a. wie Langzeitversuche an Rohrstücken die Qualität sichern sollen. In der Produktion konnten verschiedene Bandstraße in Augenschein genommen werden, die aus PE-Granulat durchgehende Rohre bis 2500 m Länge herstellen können, die gleichzeitig auf Trommel gewickelt werden. An anderer Stelle wurden die Rohre aus PVC-U als Stangenware gefertigt. Nach Prüfung der Rohre werden diese für den europaweiten Versand durch LKW vorbereitet.

Der Besuchstermin schloss ab mit einem gemütlichen Beisammensein in einem Biergarten mit Bewirtung der Vogelsang, bei dem noch weiterer Erfahrungsaustausch stattfand.

Ganz herzlich bedanken wollen wir uns noch bei Herrn Janke, Geschäftsführer, sowie bei Herrn Rohmann, Vertriebsleiter Deutschland, für deren fachkundige Führung durch ihr Unternehmen, welche keine Frage unbeantwortet ließ.

Der Vermessungsingenieur 1/2005

  • * Grußwort - "Mit Schwung ins neue Jahr"
  • * INTERGEO 2004 - Der Messebericht
  • * Zum Einsatz von Low-Cost GPS Empfängern - Verwendung kostengünstiger GNSS-Technologie bei kleinräumigen Vermessungen
  • * Baufachlichen Richtlinien Vermessung (BFR-V) - Autodesk Lösungen
  • * Achtung: Nullmeridian! - Historische Bezugsmeridiane
  • * Himmelsscheibe von Nebra - Ergänzende Anmerkungen zur Veröffentlichung in Ausgabe 5/2004

Fachteil

 

Wilfried Grunau

Grußwort 2005: Mit Schwung ins neue Jahr

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ginge es allein nach der Zahl der wirtschafts- und sozialpolitischen Reformvorschläge, bräuchte sich man sich um die Zukunft des Standortes Deutschland keine Sorgen mehr zu machen. Denn kaum ein Tag vergeht, an dem nicht ein neuer Plan zum Umbau des deutschen Steuer-, Arbeitsmarkt- und Sozialsystems präsentiert wird. Und vielfach wird sogar argumentiert, dass es längst nicht mehr um die richtige Erkenntnis, sondern lediglich noch um das Problem der best- und schnellstmöglichen Umsetzung geht.

Tatsächlich zeigt sich bei näherem Hinsehen jedoch, dass hierzulande nicht nur das Tempo, sondern auch die Zielrichtung der notwendigen wirtschafts- und sozialpolitischen Reformen nach wie vor heftig umstritten ist. Wachstum kann allein auf fruchtbarem Boden stattfinden. Dies gilt nicht nur in der Natur, sondern auch in der Wirtschaft. Es dürfte unbestritten sein, dass Deutschland eine exponierte geografische Lage aufweist, die alle Möglichkeiten bietet, sich nicht nur im eigenen Lande, sondern auch in Regionen aller Himmelsrichtungen frei und positiv zu entwickeln.

Mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen, materieller wie auch geistiger Art, müssen wir alle gemeinsam versuchen den Wirtschaftsmotor wieder in Fahrt zu bringen. Hierbei ist es wenig hilfreich, immer wieder zu beklagen, dass wir den Anschluss auf viele Gebieten verpasst hätten. So bescheinigt uns beispielsweise die OECD, dass unser Bildungssystem altmodisch, unterfinanziert und uneffizient ist. Wenn dem so ist, müssen wir eben alle Hebel in Bewegung setzen, diesen Misstand zu überwinden, selbst wenn Jahre darüber vergehen, bis Erfolge sichtbar werden. Um eine Erkenntnis kommen wir hierbei nicht herum, dass nämlich der Faktor Mensch mit seiner Qualifikation uns seinem Leistungswillen über die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen entscheidet.

Auch unser Berufsstand unterliegt derzeit vielen Veränderungen. Der VDV hat deshalb in der letzten Zeit seine Interessenvertretung für die in Vermessung und Geoinformation tätigen Kolleginnen und Kollegen weiter intensiviert. Unsere Kontakte zu Politik und Verwaltung, Wirtschaft und Hochschulen sind exzellent. Der VDV ist ein gefragter Gesprächspartner.

Ich denke, dass wir deshalb durchaus gelassen an die Herausforderungen des vor uns liegenden Jahres herangehen können. Die Leistungsfähigkeit und insbesondere Leistungsbereitschaft aller im VDV aktiven Kolleginnen und Kollegen stimmt mich in dieser Auffassung optimistisch und lässt mich auch weiterhin auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit hoffen. Wir sind auf dem richtigen Weg!

Ich wünsche Ihnen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2005!

Wilfried Grunau, Präsident des VDV



Rolf Bull, Volker Gauss, Marc Hähner, Klaus-Jürgen Patzke und Heinz-Dieter Roesler

INTERGEO 2004
Der Messebericht

Für ihr zehnjähriges Jubiläum feierte die INTERGEO in Stuttgart. Die frühere "Fachausstellung des Deutschen Geodätentages" firmiert seit 10 Jahren unter diesem Namen. Bei der Planung war man davon ausgegangen, dass die "Neue Messe Stuttgart" 2004 zur Verfügung stehen würde. Dem war leider nicht so und die 16.500 Messebesucher und 470 Aussteller konnten deswegen über die Hallensituation nicht ganz glücklich sein. Unter dem Motto "Für mobile Menschen" war die internationale Branche angetreten um auf über 9.800 m² den Besuchern einen umfassenden Überblick zu Standards, Trends und Innovationen aus Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement zu geben und das war bestens gelungen. Für diesen Messebericht haben fünf Kollegen viele Informationen zusammengetragen um einen möglichst umfassenden Bericht zu erstellen. Durch den starken Besucherandrang war es leider nicht immer möglich, "überall fündig zu werden".
Arne Pickut und Manfred Bauer

Zum Einsatz von Low-Cost GPS Empfängern
Verwendung kostengünstiger GNSS-Technologie bei kleinräumigen Vermessungen

In allen Teilen Deutschlands besteht die Möglichkeit innerhalb von 2 Minuten und weniger den eigenen Standort im geodätischen Bezugssystem ETRS89 zentimetergenau zu bestimmen. Man benötigt dazu einen GNSS-Zwei-Frequenzempfänger und mit der Fähigkeit zum Empfang von GNSS-Korrekturdaten und zur Echtzeitauswertung [1]. Diese Aussage bedarf einer Einschränkung: Möglich ist dies nur in einer Umgebung, in der die Satelliten- und Korrektursignale störungsfrei empfangen werden. Für viele in der Vermessungspraxis aufzumessende Punkte liegen diese Voraussetzungen nicht vor. Daher ist die Satellitenvermessung zwar weit verbreitet und auch unverzichtbar. Ein großer Teil der vermessungstechnischen Arbeiten wird jedoch auch in absehbarer Zukunft mit dem elektronischen Tachymeter durchgeführt werden müssen.
Michael Schönstein

Baufachlichen Richtlinien Vermessung (BFR-V)
Autodesk Lösungen

Mit der Schaffung einer einheitliche Grundlage für die Bearbeitung von Planungs- und Fortführungsaufgaben durch die Staatliche Bauverwaltung, sind die Lage, Größe und Topologie von Objekten bundeseigener und landeseigener Liegenschaften in einem Objektkatalog nach den Baufachlichen Richtlinien für die Vermessung (BFR Verm 99) geregelt. Im Jahre 1995 wurden zum ersten Mal die Richtlinien für den Objektartenkatalog, den Objektabbildungskatalog und den Signaturenkatalog festgelegt. Zudem wurde ein Handbuch zum digitalen Liegenschaftsmodell veröffentlicht. Seit geraumer Zeit gibt es nun auch durch die Umsetzung der BFR-Vermessung 99 die Notwendigkeit für Vermessungsingenieure, sich mit diesem Thema auseinander zusetzen. Diese Büros, die nun mit auf Autodesk basierten Applikationen arbeiten, können heute auf erfolgreiche und effektive Lösungen setzen, die diesen Objektkatalog berücksichtigen.
Helmut Minow

Achtung: Nullmeridian!
Historische Bezugsmeridiane

Bereits im Altertum waren von den Griechen Gradnetze zu Orientierungszwecken auf der Erdoberfläche geschaffen worden. So zeichnete z.B. Dikaiarchos (aus Messene auf Sizilien) um 300 v.Chr. ein Kartennetz mit Längen- und Breitengraden. Die Begriffe „Länge“ und „Breite“ waren den Griechen schon früh geläufig. Die Länge (mekos) wurde an einer zum Äquator parallelen Linie und die Breite (platos) an einem Meridian gemessen. Dabei verstand man die Länge als eine ost-westliche, die Breite als eine süd-nördliche Ausdehnung. Um 120 n.Chr. bestimmte Marinos von Tyros die Lage ver¬schiedener Gebiete nach Breite und Länge.
Armin Wirsching

Himmelsscheibe von Nebra
Ergänzende Anmerkungen zur Veröffentlichung in Ausgabe 5/2004

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