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Auf den Zentimeter genau

Mit der Georeferenzierung für den Erzgebirgstunnel liefert die HTWD eine wichtige Grundlage für die…

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Die Europäische Kommission hat am 10. Dezember ein Maßnahmenpaket zur Vereinfachung der…

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Sachsen-Anhalts Landesregierung hat am 16. Dezember eine Änderung des Vermessungs- und…

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Am 17. Dezember starteten zwei Galileo-Satelliten an Bord einer Ariane-6-Rakete vom europäischen…

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Prof. Dr. Martin Herold ist zum vierten Mal in Folge auf der Liste der ein Prozent am häufigsten…

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Vor genau 15 Jahren – im Dezember 2010 – fiel der Startschuss für eine bis heute währende…

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Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hat einen Antrag mit dem Titel „Finanzkriminalität…

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Während sich der Wohnimmobilienmarkt in Deutschland spürbar stabilisiert, bleiben Büroimmobilien und…

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In unserem E-Mail-Programm lesen, schreiben und verwalten wir all unsere E-Mails. Nicht selten…

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In einem gemeinsamen Forschungsprojekt der HafenCity Universität Hamburg (HCU) und des indonesischen…

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Wie vermisst man eine Stromautobahn? Wie digital ist Deutschlands größtes Erdkabelprojekt? Und wie…

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Der Bundesfinanzhof (BFH) hat in drei Verfahren entschieden, dass er die Vorschriften des…

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Die diesjährige AHO-Herbsttagung am 04.12.2025 stand im Fokus der aktuellen Themen rund um die…

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InfraTech 2026

Eröffnungsveranstaltung der InfraTech 2026: Der Auftakt zur bisher größten Messeausgabe

Mit rund…

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VDV-Bezirk zu Besuch bei der Fa. Vogelsang in Herten

VDV-Bezirk zu Besuch bei der Fa. Vogelsang in Herten

Für interessierte Ingenieure und Gäste des Bezirkes öffneten sich bei der Fa. Vogelsang die Tore. Die Fa. Vogelsang produziert am Standort Herten Kunststoffrohre aus den unterschiedlichsten Werkstoffen wie PP, PVC-U und PE-HD. Damit ist sie einer der wenigen Hersteller weltweit, die in dieser Materialbandbreite Produkte anbieten. Die Kunststoffrohre werden für den Einzug von Kabel zu Steuer- und Telekommunikationszwecke verwendet. Abnehmer der Rohre sind dementsprechend die Industrie und der Tiefbau sowie Versorgungsunternehmen wir Telekommunikationsanbieter oder Stadtwerke.

Begonnen hat das Unternehmen in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts mit der Herstellung von Korrosionsschutzartikel für den Stahlrohrleitungsbau.

Der Besuch begann mit der Vorstellung der Fa. Vogelsang und deren Leistungsbild. Bei dem sich anschließenden Rundgang konnten das Labor, die Produktion sowie die Lagerhaltung besichtigt werden. Im Labor wurde gezeigt, u. a. wie Langzeitversuche an Rohrstücken die Qualität sichern sollen. In der Produktion konnten verschiedene Bandstraße in Augenschein genommen werden, die aus PE-Granulat durchgehende Rohre bis 2500 m Länge herstellen können, die gleichzeitig auf Trommel gewickelt werden. An anderer Stelle wurden die Rohre aus PVC-U als Stangenware gefertigt. Nach Prüfung der Rohre werden diese für den europaweiten Versand durch LKW vorbereitet.

Der Besuchstermin schloss ab mit einem gemütlichen Beisammensein in einem Biergarten mit Bewirtung der Vogelsang, bei dem noch weiterer Erfahrungsaustausch stattfand.

Ganz herzlich bedanken wollen wir uns noch bei Herrn Janke, Geschäftsführer, sowie bei Herrn Rohmann, Vertriebsleiter Deutschland, für deren fachkundige Führung durch ihr Unternehmen, welche keine Frage unbeantwortet ließ.

Nepal nach der Flutkatastrophe: „Jetzt zählt jede Hilfe“

Stella Deetjen, Preisträgerin des GOLDENEN LOTES und dem VDV eng verbunden, ist vor Ort und hilft mit ihrem Team von Back to Life dort, wo die Not am größten ist. VDV-Ehrenpräsident Wilfried Grunau steht in engem persönlichem Austausch mit Stella Deetjen und verfolgt die dramatische Situation und ihren Vort-Ort-Einsatz unmittelbar. Eine Woche nach der verheerenden Flut wird deutlich: Die akute Rettung läuft weiter – doch zugleich beginnt eine zweite, noch lange andauernde Phase. Nepal braucht jetzt Hilfe, die unmittelbar wirkt und zugleich den Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht.

Es ist eine Verbindung, die dem VDV besonders wichtig ist: Stella Deetjen, die 2018 mit dem GOLDENEN LOT für ihr außergewöhnliches humanitäres Engagement ausgezeichnet wurde, ist seit Jahrzehnten eng mit Nepal verbunden. Auch zum VDV besteht eine besondere Verbindung, die über die Verleihung des GOLDENEN LOTES hinausgeht. VDV-Ehrenpräsident Wilfried Grunau steht weiterhin in engem Austausch mit ihr und ihrem Engagement für die Menschen in Nepal. Gerade jetzt, in dieser dramatischen Situation, wird diese persönliche Verbindung besonders wertvoll.

Mit ihrer Organisation Back to Life arbeitet Deetjen seit vielen Jahren mit Menschen in abgelegenen Regionen Nepals. Nun ist sie erneut vor Ort – mitten in einer Katastrophe, deren Ausmaß sich erst nach und nach erkennen lässt. Am 26. August 2026 traf eine gewaltige Flutwelle die Region im Himalaya. Eine Kettenreaktion aus Eis-, Fels- und Geröllabbruch, Flussaufstau und einer extrem schnellen Flutwelle verwüstete Gebiete entlang der Flüsse Bhotekoshi und Trishuli. Besonders betroffen sind die Distrikte Rasuwa, Nuwakot, Dhading und Chitwan. Straßen, Brücken, Häuser, Stromleitungen, Wasserversorgungen und wichtige Einrichtungen wurden zerstört. Die aktuellen Berichte machen deutlich, wie dramatisch die Lage weiterhin ist. Die Zahl der Todesopfer und Vermissten verändert sich laufend, während Such- und Bergungsarbeiten in schwer zugänglichen Regionen fortgesetzt werden. Auch heute, eine Woche nach der Katastrophe, kämpfen Familien noch um Gewissheit über das Schicksal ihrer Angehörigen.

Stella Deetjen: „Ich fühle den Schmerz mit ihnen“

Für Stella Deetjen ist Nepal kein Einsatzgebiet unter vielen. Seit rund 30 Jahren ist sie eng mit dem Land verbunden. Sie kennt die Menschen, die Dörfer und die Wege. Viele der Orte, die heute von den Fluten zerstört wurden, hat sie selbst besucht und gemeinsam mit den Menschen dort Projekte aufgebaut. Noch wenige Tage vor der Katastrophe war sie in den Projektgebieten unterwegs. Dann änderte sich alles.

Auch das Team von Back to Life erlebte bange Stunden. Zwei Patenkinder konnten erst nach rund 30 Stunden erreicht werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Schützlinge und Familien mussten gefunden und kontaktiert werden. Einige Kolleginnen und Kollegen stammen selbst aus den betroffenen Distrikten. Heute steht Deetjen gemeinsam mit ihrem Team in engem Kontakt mit den lokalen Behörden, den Gemeinden und den Menschen vor Ort. Gerade diese gewachsenen Beziehungen sind jetzt von unschätzbarem Wert.

Back to Life verfügt über rund 120 nepalesische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie kennen Sprache, Kultur, Regionen und die örtlichen Bedingungen. Sie wissen, welche Wege noch passierbar sind, wo Hilfe gebraucht wird und welche Maßnahmen unter den schwierigen Bedingungen tatsächlich funktionieren. Deetjens Grundsatz ist dabei klar: Menschen nicht nur helfen, sondern sie dabei unterstützen, sich selbst wieder zu helfen.

Die größte Herausforderung: Die Menschen überhaupt erreichen

Eine Woche nach der Flut ist vielerorts die Infrastruktur zusammengebrochen. In den engen Himalaya-Tälern führt häufig nur eine einzige Straße oder Brücke in eine Gemeinde. Wird diese Verbindung zerstört, kann ein Dorf innerhalb kürzester Zeit von der Außenwelt abgeschnitten sein. In Nuwakot dauerte eine Strecke von nur zehn Kilometern nach der Flut fünf Stunden – über Waldpfade, Schlamm und zerstörte Wege. Besonders schwierig ist die Situation dort, wo auch die örtliche Verwaltung selbst getroffen wurde. Gemeindeämter wurden zerstört, Unterlagen gingen verloren, Strom und Kommunikation funktionieren teilweise nicht. Damit fehlen wichtige Informationen darüber, wer Hilfe benötigt und welche Wege überhaupt noch zugänglich sind. Auch die Rettungskräfte arbeiten unter extremen Bedingungen. Instabile Berghänge, Gerölllawinen und neu entstandene Seen im Hochgebirge bergen weiterhin Gefahren. Die erste Flutwelle ist vorbei – die Gefahr ist es noch nicht.

Was jetzt dringend gebraucht wird

In der unmittelbaren Nothilfe geht es um ganz elementare Dinge. Besonders kritisch ist die Wasserversorgung. Quellen und Leitungen wurden beschädigt oder verunreinigt. Back to Life kann hier auf langjährige Erfahrungen zurückgreifen und zerstörte Systeme reparieren, Quellen sichern und provisorische sowie dauerhafte Trinkwasserversorgung aufbauen. Auch Kinder brauchen schnell wieder Normalität. Schulen sind nicht nur Orte des Lernens, sondern geben Kindern nach einer Katastrophe Struktur und Sicherheit. Benötigt werden Schulkleidung, Lernmaterialien, Hygieneausstattung, provisorische Lernorte und langfristig die Wiederherstellung zerstörter Schulen. Eine besondere Aufmerksamkeit gilt zudem werdenden und stillenden Müttern und ihren Kindern. Wenn Gesundheitsstationen nicht erreichbar sind und Transportwege ausfallen, wird eine Schwangerschaft oder Geburt schnell zu einer lebensbedrohlichen Situation.

Und was kommt danach?

Die vielleicht wichtigste Botschaft von Stella Deetjen lautet: Mit dem Rückgang des Wassers ist die Katastrophe nicht vorbei. Nach den ersten Tagen der Rettung beginnt eine zweite Phase – der Wiederaufbau. Wasserversorgung muss wieder funktionieren. Schulen müssen öffnen. Gesundheitsstationen müssen erreichbar werden. Stromversorgung muss wiederhergestellt werden. Und die Menschen müssen wieder die Möglichkeit bekommen, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Felder liegen unter Schlamm und Geröll. Nutztiere wurden mitgerissen, Ernten und Saatgut sind verloren. Viele Familien müssen praktisch bei null anfangen.

Dabei wird eine Frage besonders wichtig: Wo können die betroffenen Menschen künftig sicher leben? Nicht überall wird eine Rückkehr an den bisherigen Wohnort sinnvoll oder möglich sein. Manche Familien haben ihre Wurzeln in höher gelegenen Dörfern, wo Häuser, Land oder familiäre Netzwerke erhalten geblieben sind. Andere werden möglicherweise an einem neuen, sichereren Ort eine Zukunft aufbauen müssen. Wiederaufbau bedeutet deshalb mehr als neue Häuser und Straßen. Es geht um sichere Lebensräume, Einkommen, Bildung, Gesundheit und die Perspektive für eine ganze Generation.

Aus Erfahrung wissen, was langfristige Hilfe bedeutet

Stella Deetjen und Back to Life haben nach früheren Katastrophen in Nepal erlebt, wie lang dieser Weg sein kann. Nach dem Erdbeben von 2015 leistete die Organisation zunächst Soforthilfe mit Trinkwasser, Medikamenten, Lebensmitteln und medizinischer Versorgung. Später wurden 13 Schulen wieder aufgebaut – allein im heute erneut betroffenen Distrikt Nuwakot entstanden acht erdbebensichere Schulgebäude. Auch nach einem verheerenden Brand im Bergdorf Kimri zeigte sich, wie wichtig langfristiges Engagement ist. Nachdem 19 Häuser zerstört worden waren, wurden gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft alle Häuser wieder aufgebaut und mit Solarsystemen und Sanitäranlagen ausgestattet. Diese Erfahrungen prägen auch die aktuelle Hilfe.

Back to Life will sich in den kommenden Monaten insbesondere auf sichere Trinkwasserversorgung, medizinische Hilfe, Kinder und Schulen, Mutter-Kind-Gesundheit, Energieversorgung, Einkommensförderung und psychosoziale Unterstützung konzentrieren.

Der VDV steht an der Seite von Stella Deetjen

Für den VDV ist das Engagement von Stella Deetjen weit mehr als eine Nachricht über eine Hilfsorganisation. Sie ist eine Preisträgerin des GOLDENEN LOTES, und ihre Arbeit steht beispielhaft für das, was mit dieser Auszeichnung verbunden ist: außergewöhnliches persönliches Engagement, Verantwortung und der Wille, Menschen langfristig eine Perspektive zu geben. VDV-Ehrenpräsident Wilfried Grunau: “Gerade deshalb möchten wir im VDV auf ihren aktuellen Einsatz aufmerksam machen. Die Menschen in Nepal brauchen jetzt schnelle Hilfe. Sie brauchen aber ebenso Menschen, Organisationen und Partner, die auch dann noch an ihrer Seite stehen, wenn die Bilder der Katastrophe aus den Nachrichten verschwunden sind."

Stella Deetjen und ihr Team von Back to Life sind vor Ort. Sie kennen die Menschen, die Regionen und die Herausforderungen. Sie arbeiten eng mit den lokalen Behörden und Gemeinden zusammen und wollen die Hilfe dort einsetzen, wo sie am dringendsten gebraucht wird.

Der Weg zurück wird lang. Aber er hat begonnen. Und jetzt zählt jede Hilfe. Spenden können Sie hier: https://www.back-to-life.org/spenden/