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Zum 1. März 2026 hat Alexandra Heidger die Leitung des Landesamts für Vermessung und…

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Studien zu den Auswirkungen des steigenden Meeresspiegels auf Küstenregionen beziehen sich häufig…

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Wie können Kommunen ihre Wärmeplanung vergleichbarer, effizienter und zukunftssicher gestalten?…

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Deutschland steht vor einer strukturellen Paradoxie: Während in einzelnen Industriezweigen Stellen…

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Nachrichten

Die Sache mit der Schwere

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Veranstaltungen im Jubiläumsjahr – Vorträge, Wanderungen und Ausstellung.

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Praxisorientierte Unterstützung für KMU der Bau- und Immobilienwirtschaft.

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Die Gegenäußerung der Bundesregierung zu der 138 Punkte umfassenden Stellungnahme des Bundesrates…

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Das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) hat einen neuen Präsidenten: Nach knapp sieben…

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Europaweit liegen die KMU in Dänemark bei der digitalen Intensität an der Spitze.

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Die interaktive Karte ist als Jahresübersicht angelegt und soll in regelmäßigen Abständen…

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Intensiver Austausch, klare Perspektiven und ein starkes Miteinander: Beim Treffen aller…

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VDV-Bezirk zu Besuch bei der Fa. Vogelsang in Herten

VDV-Bezirk zu Besuch bei der Fa. Vogelsang in Herten

Für interessierte Ingenieure und Gäste des Bezirkes öffneten sich bei der Fa. Vogelsang die Tore. Die Fa. Vogelsang produziert am Standort Herten Kunststoffrohre aus den unterschiedlichsten Werkstoffen wie PP, PVC-U und PE-HD. Damit ist sie einer der wenigen Hersteller weltweit, die in dieser Materialbandbreite Produkte anbieten. Die Kunststoffrohre werden für den Einzug von Kabel zu Steuer- und Telekommunikationszwecke verwendet. Abnehmer der Rohre sind dementsprechend die Industrie und der Tiefbau sowie Versorgungsunternehmen wir Telekommunikationsanbieter oder Stadtwerke.

Begonnen hat das Unternehmen in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts mit der Herstellung von Korrosionsschutzartikel für den Stahlrohrleitungsbau.

Der Besuch begann mit der Vorstellung der Fa. Vogelsang und deren Leistungsbild. Bei dem sich anschließenden Rundgang konnten das Labor, die Produktion sowie die Lagerhaltung besichtigt werden. Im Labor wurde gezeigt, u. a. wie Langzeitversuche an Rohrstücken die Qualität sichern sollen. In der Produktion konnten verschiedene Bandstraße in Augenschein genommen werden, die aus PE-Granulat durchgehende Rohre bis 2500 m Länge herstellen können, die gleichzeitig auf Trommel gewickelt werden. An anderer Stelle wurden die Rohre aus PVC-U als Stangenware gefertigt. Nach Prüfung der Rohre werden diese für den europaweiten Versand durch LKW vorbereitet.

Der Besuchstermin schloss ab mit einem gemütlichen Beisammensein in einem Biergarten mit Bewirtung der Vogelsang, bei dem noch weiterer Erfahrungsaustausch stattfand.

Ganz herzlich bedanken wollen wir uns noch bei Herrn Janke, Geschäftsführer, sowie bei Herrn Rohmann, Vertriebsleiter Deutschland, für deren fachkundige Führung durch ihr Unternehmen, welche keine Frage unbeantwortet ließ.

Positionspapier des VDV: Für eine starke technische Verwaltung.

Nur eine starke technische Verwaltung kann nachhaltig den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wohlstand weiter mitgestalten. Sie gewährleistet und erfüllt wichtige Arbeiten in der Daseinsvorsorge, z.B. beim Bau und bei der Unterhaltung der Infrastruktur. Die Geodäsie und Geoinformation der technischen Verwaltungen in Bund und Ländern / Kommunen sind auch in Zukunft unentbehrlich. 

Der Bundesvorstand des VDV - Verband Deutscher Vermessungsingenieure hat sich in seiner Herbstsitzung am 21./22. November mit der Thematik befasst und nachstehendes Positionspapier beschlossen:

Argumente für ein starkes amtliches Vermessungs- und Geoinformationswesen inkl. Flurbereinigungsverwaltung und Raumordnung / Landesentwicklung im gesamten öffentlichen Dienst der Bundesrepublik Deutschland:

  1. Wir liefern die Basis
    Geodaten und Geoinformationen bilden die wesentliche Grundlage aller Rauminformationen und sind der zentrale Baustein zur Lösung gesellschaftlicher Anforderungen. Nur ein starkes staatliches Vermessungs- und Geoinformationswesen kann mit seiner Geokompetenz den Digitalisierungsprozess zur Bereitstellung der Geodaten von der Grundlagenvermessung über die Geobasisdaten der Landesverwaltungen bis hin zu einzelnen Fachdaten geodatenhaltender Stellen erfolgreich umsetzen.
  2. Eigentumssicherung
    Wissenschaftlich bewiesen ist ein in über hundert Jahren hart erarbeiteter Wohlstand unserer Industriegesellschaft u.a. in der Verbindung amtliches Liegenschaftskataster und Grundbuch. Diese öffentlichen Register inkl. ihrer Daten sind unverzichtbarer Bestandteile der Eigentumssicherung.
  3. Topographische Karten und digitale Modelle
    80 % aller Entscheidungen fußen auf Rauminformationsgrundlagen. Das amtliche Landesrahmenkartenwerk inkl. der digitalen Höhen- und Landschaftsmodelle der Vermessungs- und Geoinformationsverwaltungen der Länder liefert die Basis u.a. für politische Entscheidungsprozesse, z.B. Bauleitplanung der Kommunen, Landesentwicklung, nationale und europäische Raumplanung.
  4. Luftbildsammlungen
    Luftbilder und digitale Orthophotos werden seit Jahrzehnten durch die Vermessungs- und Geoinformationsverwaltungen der Länder über photogrammetrische und radartechnische Verfahren zur Erfassung der Erdoberfläche aus der Vogelperspektive flächendeckend erzeugt. Diese Daten sind für automatisierte Auswerteverfahren von Massendaten geeignet, um die o.g. Modelle der Geobasisdaten zu erstellen und fortzuführen. Selbstverständlich sind diese regelmäßig aktualisierten Daten auch für die Öffentlichkeit ohne große Einschränkungen verfügbar sowie für Nutzer im aktuellen OPEN-Data Prozess auch noch zunehmend kostenneutral beziehbar.
  5. Wertermittlung / Gutachterausschüsse
    Gutachterausschüsse erstellen Verkehrsgutachten, führen Kaufpreissammlungen, legen Bodenrichtwerte (BRW) fest und erstellen Grundstücksmarktberichte. Diese durch eine homogene Datengrundlage mit hoher regionalen Markttransparenz erhobene und entwickelten Daten geben Käufer und Verkäufer nötige Richtwerte und bilden eine wesentliche Grundlage bei Investitionsentscheidungsprozessen.
  6. Umsetzung von nationalen Infrastrukturprojekten
    Landentwicklung und nationale Raumplanung entwickeln neue Zentren und unterstützen andere Träger bei der Umsetzung von Großbauprojekten. Durch entsprechende Unternehmensflurbereinigungen, z.B. beim Neubau von  ICE-Neubaustrecken, überregionalen Straßenverkehrsprojekte oder wasserwirtschaftlichen Projekten werden Enteignungen vermieden. Die Flurbereinigung sorgt dabei für einen gerechten Ausgleich zwischen dem benötigten Flächenbedarf für das Projekt und dem Anspruch der Betroffenen auf ihr jeweiliges Eigentum (Eigentumssicherung).
  7. Entwicklung des ländlichen Raumes
    Die Verwaltung, die für Flurbereinigungsverfahren zuständig ist, trägt gemäß ihrem Auftrag mit Geodaten und Geoinformationen ganz wesentlich zur Entwicklung des ländlichen Raumes bei. In Neuordnungsverfahren werden erhebliche Fördermittel eingesetzt, um Landnutzungskonflikte zwischen den verschiedenen Interessen an den Raum aufzulösen. Das kommt nicht nur der ländlichen Bevölkerung sondern auch der Wirtschaft zugute. Mit der zunehmenden Sensibilisierung für Natur und Klima werden derartige Projekte unterstützt und gefördert sowie die Landschaften erhalten aber auch der ländliche Raum nachhaltig entwickeln.
  8. Herstellung gleichartiger Lebensverhältnisse
    Im Rahmen von Strukturförderung und Dorfentwicklung werden ausgezeichnete Instrumente zur Förderung und Unterstützung der Dörfer und damit des ländlichen Raumes verwendet. Im Hinblick auf die Schaffung gleicher Lebensverhältnisse wird so zur Minimierung der in vielen Regionen erkennbaren Stadtflucht beigetragen.

Eine funktionierende technische Verwaltung zur Erzeugung, Fortführung und Führung von standardisierten Geodaten ist aus nachfolgenden Gründen unverzichtbar:

  • Anerkennung von Geoinformation als kritische Infrastruktur
    Geodaten und deren Erzeugung, Fortschreibung und Verwaltung sowohl von Basis- als auch von Fachdaten sind für Politik, Verwaltung sowie für die Gesellschaft und damit die Bürger in Deutschland unverzichtbar. Sie sind daher als kritische Infrastruktur anzuerkennen und mit entsprechenden Programmen der Politik und Wirtschaft zu unterstützen und zu fördern.
  • Unterstützung von Klimaschutz und Energiewende durch Geodaten und Geoinformation
    Eine abgeschlossene Digitalisierung mit standardisierten Geodaten inkl. Einsatz modernster Techniken, wie digitale Zwillinge und KI, dient der schnelleren und effizienteren Umsetzung im Klimaschutz und kann entscheidend bei der zwingend notwendigen Energiewende helfen.
  • Gewährleistung der nationalen Sicherheit
    Mit den Geodaten und Geoinformationen werden wichtige Dienste zur nationalen Sicherheit gewährleistet, wie z.B, Landesverteidigung bzw. Schutz bestehender Infrastrukturen sowie deren Erneuerung und Ausbau.

Bei der Erstellung und Fortführung der Geobasisdaten der Vermessungs- und Geoinformationsverwaltungen von Bund und Länder / Kommunen steht die Integrität neuer Techniken, z.B. Einsatz digitaler Zwilling und KI, des zunehmend neben dem weiter voranschreitenden Digitalisierungsprozess im Vordergrund.

Fazit

Die technische Verwaltung in der Geodäsie und Geoinformation ist eine unverzichtbare Säule für Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Justiz und Wissenschaft. Ausreichende personelle und finanzielle Ressourcen sind notwendig, um zukünftige Herausforderungen zu bewältigen. Dazu bedarf es einer ausreichenden Steuerung und Förderung der technischen Verwaltung durch die Politik.

Um wirtschaftliche Akzente für eine gesunde Entwicklung mit regionalen Schwerpunkten zu erzielen, sind die technischen Verwaltungen der Vermessungs- und Geoinformationsverwaltung der Länder / Kommunen inkl. Flurbereinigungsverwaltung sowie der Landesentwicklung / Raumplanung eine unverzichtbare Säule für Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Justiz und Wissenschaft in ganz Deutschland. Diese Verwaltungen erledigen Arbeiten auf hohem Niveau und benötigen dazu ausreichende personelle und finanzielle Ressourcen, um mit qualifizierten Fachkräften den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden.