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VDV-Bezirk zu Besuch bei der Fa. Vogelsang in Herten

VDV-Bezirk zu Besuch bei der Fa. Vogelsang in Herten

Für interessierte Ingenieure und Gäste des Bezirkes öffneten sich bei der Fa. Vogelsang die Tore. Die Fa. Vogelsang produziert am Standort Herten Kunststoffrohre aus den unterschiedlichsten Werkstoffen wie PP, PVC-U und PE-HD. Damit ist sie einer der wenigen Hersteller weltweit, die in dieser Materialbandbreite Produkte anbieten. Die Kunststoffrohre werden für den Einzug von Kabel zu Steuer- und Telekommunikationszwecke verwendet. Abnehmer der Rohre sind dementsprechend die Industrie und der Tiefbau sowie Versorgungsunternehmen wir Telekommunikationsanbieter oder Stadtwerke.

Begonnen hat das Unternehmen in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts mit der Herstellung von Korrosionsschutzartikel für den Stahlrohrleitungsbau.

Der Besuch begann mit der Vorstellung der Fa. Vogelsang und deren Leistungsbild. Bei dem sich anschließenden Rundgang konnten das Labor, die Produktion sowie die Lagerhaltung besichtigt werden. Im Labor wurde gezeigt, u. a. wie Langzeitversuche an Rohrstücken die Qualität sichern sollen. In der Produktion konnten verschiedene Bandstraße in Augenschein genommen werden, die aus PE-Granulat durchgehende Rohre bis 2500 m Länge herstellen können, die gleichzeitig auf Trommel gewickelt werden. An anderer Stelle wurden die Rohre aus PVC-U als Stangenware gefertigt. Nach Prüfung der Rohre werden diese für den europaweiten Versand durch LKW vorbereitet.

Der Besuchstermin schloss ab mit einem gemütlichen Beisammensein in einem Biergarten mit Bewirtung der Vogelsang, bei dem noch weiterer Erfahrungsaustausch stattfand.

Ganz herzlich bedanken wollen wir uns noch bei Herrn Janke, Geschäftsführer, sowie bei Herrn Rohmann, Vertriebsleiter Deutschland, für deren fachkundige Führung durch ihr Unternehmen, welche keine Frage unbeantwortet ließ.

VDV-Bundeskongress in Göttingen

Der diesjährige VDV-Bundeskongress findet vom 07. bis zum 10. Mai 2026 in Göttingen statt. Über mehrere Tage hinweg kommen Fachleute aus Geodäsie, Geoinformatik und angrenzenden Disziplinen zusammen, um aktuelle Entwicklungen zu diskutieren, sich fachlich auszutauschen und den Blick auf die Zukunft des Berufsstandes zu richten.

Auftakt mit öffentlichem Gauß-Vortrag und vielseitigem FachprogrammÖffentlicher Auftakt mit historischem Bezug

Den offiziellen Auftakt bildet am Freitagvormittag (08. Mai) die Eröffnungsveranstaltung mit einem öffentlichen Festvortrag:

  • Thema: „Carl Friedrich Gauß und die Königlich Hannoversche Landesvermessung“
  • Referent: Dipl.-Ing. André Sieland (Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen)
  • Termin: Freitag, 08. Mai 2026, 10:00–12:00 Uhr
  • Ort: Parkhotel Ropeter, Kasseler Landstraße 45, Göttingen
  • Eintritt: frei (formlose Anmeldung unter info(at)VDV-online.de erbeten)

Der Vortrag stellt die historische Landesvermessung in den Kontext moderner geodätischer Methoden und verdeutlicht die bis heute nachwirkende Bedeutung der Arbeiten von Carl Friedrich Gauß.

Fachprogramm: Von Messtechnik bis KI-Anwendungen

Das fachliche Programm am Samstag greift zentrale Themen der aktuellen Entwicklung auf. Zwei Fachvorträge stehen exemplarisch für die Bandbreite des Berufsfeldes:

  • Fertigungsmesstechnik als Berufsfeld für Geodäten
  • Zustandserfassung und -bewertung von Infrastrukturen – von hochauflösender Datenerfassung über hybride Referenzierung bis hin zu KI-gestützten Auswertungen in der Cloud

Begleitet wird das Fachprogramm von einer Fachfirmenausstellung, die Einblicke in neue Technologien, Produkte und Dienstleistungen bietet.

Austausch, Verband und Einblicke in Wissenschaft und Praxis

Neben dem fachlichen Teil prägen verbandliche Veranstaltungen das Kongressgeschehen, darunter die Bundesmitgliederversammlung des VDV sowie die Sitzung des Bundesvorstands.

Ergänzt wird der Kongress durch ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Einblicken in Wissenschaft, Geschichte und Praxis. Dazu zählen unter anderem:

  • Führungen zum Wirken von Gauß in Göttingen (Sternwarte, Grabstätte und Wohnorte)
  • Besuche wissenschaftlicher Einrichtungen wie dem Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung
  • Einblicke in industrielle Anwendungen, etwa im Rahmen einer Werksführung
  • Stadt- und Themenführungen zur Wissenschaftsgeschichte, Universitätsgeschichte und lokalen Besonderheiten

Auch für den informellen Austausch ist Raum vorgesehen – vom gemeinsamen Auftakt („Come together“) bis zur Abendveranstaltung am Samstag.

Geodäsie als Grundlage moderner Anwendungen

Der Bundeskongress macht zugleich deutlich, wie breit und zukunftsorientiert das Berufsfeld heute aufgestellt ist. Geodätinnen und Geodäten arbeiten an den Grundlagen zahlreicher Schlüsseltechnologien – von präziser Industrieproduktion über Infrastrukturmonitoring bis hin zu datengetriebenen Anwendungen und digitalen Zwillingen. „Geodäsie ist ein hochmodernes und vielseitiges Arbeitsfeld“, betont VDV-Präsident Wilfried Grunau. „Unsere Arbeit liefert die Datenbasis für viele Innovationen – von der präzisen Fertigung bis hin zur intelligenten Auswertung großer Datenmengen.“ Mit dem Bundeskongress in Göttingen unterstreicht der VDV die Rolle der Geodäsie als unverzichtbare Disziplin in einer zunehmend vernetzten, digitalen und technologiegetriebenen Welt.