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Nachrichten

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VDVmagazin

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VDV-Bezirk zu Besuch bei der Fa. Vogelsang in Herten

VDV-Bezirk zu Besuch bei der Fa. Vogelsang in Herten

Für interessierte Ingenieure und Gäste des Bezirkes öffneten sich bei der Fa. Vogelsang die Tore. Die Fa. Vogelsang produziert am Standort Herten Kunststoffrohre aus den unterschiedlichsten Werkstoffen wie PP, PVC-U und PE-HD. Damit ist sie einer der wenigen Hersteller weltweit, die in dieser Materialbandbreite Produkte anbieten. Die Kunststoffrohre werden für den Einzug von Kabel zu Steuer- und Telekommunikationszwecke verwendet. Abnehmer der Rohre sind dementsprechend die Industrie und der Tiefbau sowie Versorgungsunternehmen wir Telekommunikationsanbieter oder Stadtwerke.

Begonnen hat das Unternehmen in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts mit der Herstellung von Korrosionsschutzartikel für den Stahlrohrleitungsbau.

Der Besuch begann mit der Vorstellung der Fa. Vogelsang und deren Leistungsbild. Bei dem sich anschließenden Rundgang konnten das Labor, die Produktion sowie die Lagerhaltung besichtigt werden. Im Labor wurde gezeigt, u. a. wie Langzeitversuche an Rohrstücken die Qualität sichern sollen. In der Produktion konnten verschiedene Bandstraße in Augenschein genommen werden, die aus PE-Granulat durchgehende Rohre bis 2500 m Länge herstellen können, die gleichzeitig auf Trommel gewickelt werden. An anderer Stelle wurden die Rohre aus PVC-U als Stangenware gefertigt. Nach Prüfung der Rohre werden diese für den europaweiten Versand durch LKW vorbereitet.

Der Besuchstermin schloss ab mit einem gemütlichen Beisammensein in einem Biergarten mit Bewirtung der Vogelsang, bei dem noch weiterer Erfahrungsaustausch stattfand.

Ganz herzlich bedanken wollen wir uns noch bei Herrn Janke, Geschäftsführer, sowie bei Herrn Rohmann, Vertriebsleiter Deutschland, für deren fachkundige Führung durch ihr Unternehmen, welche keine Frage unbeantwortet ließ.

VDV-Bundeskongress: Neues Präsidium gewählt, langjährige Führung verabschiedet

Der Verband Deutscher Vermessungsingenieure (VDV) hat auf seinem Bundeskongress in Göttingen eine neue Verbandsspitze gewählt und zugleich zwei prägende Persönlichkeiten der deutschen Geodäsie verabschiedet. Nach mehr als drei Jahrzehnten ehrenamtlicher Tätigkeit übergeben Wilfried Grunau und Burkhard Kreuter ihre Ämter an eine neue Generation. Beide haben das deutsche Ingenieur- und Vermessungswesen nachhaltig geprägt – weit über die Geodäsie hinaus.

Das gesamte Präsidium des VDV wurde neu gewählt. Neuer Präsident des Verbandes ist Markus Schäfer. Das Amt des ehrenamtlichen Geschäftsführers übernimmt künftig Rainer Kießling. Zum neuen Schatzmeister wurde Ralf Gromadzki gewählt, Schriftführer ist nun Daniel Buchholz. Damit folgt ein vollständig neu aufgestelltes Präsidium auf die bisherigen Amtsinhaber Wilfried Grunau (Präsident), Burkhard Kreuter (Geschäftsführer), Michael Kilian (Schatzmeister) und Ullrich Wille (Schriftführer).

Verdienste von Wilfried Grunau und Burkhard Kreuter

Wilfried Grunau (*28. Mai 1958 in Aurich) hat die Geodäsie in Deutschland nicht nur durch seine langjährige Präsidentschaft im VDV geprägt, sondern auch über den Verband hinaus wichtige Impulse gesetzt. Er ist zudem seit 2014 Präsident des Zentralverbands der Ingenieurvereine (ZBI) und war mehrere Amtsperioden zugleich Präsident der European Group of Surveyors (EGoS), beides Spitzenverbände im deutschen bzw. europäischen Ingenieurwesen. In diesen Rollen hat Grunau die europäische Zusammenarbeit im Vermessungswesen gefördert, Innovationen vorangetrieben und die Position der deutschen Geodäten international gestärkt. Unter seiner Führung wurden zahlreiche berufspolitische Initiativen umgesetzt, Fachstandards gesichert und die Sichtbarkeit des Berufsstandes entscheidend erhöht. Für sein außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement wurde er vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Bundesverdienstkreuz. Die Bundesmitgliederversammlung ernannte Grunau nun zum Ehrenpräsidenten.

Burkhard Kreuter (*23. Mai 1955 in Wuppertal) hat den VDV als ehrenamtlicher Geschäftsführer über drei Jahrzehnte hinweg mit großer fachlicher Kompetenz und strategischem Weitblick geleitet. Darüber hinaus ist Kreuter seit vielen Jahren Vorstandsmitglied der Ingenieurkammer Bau NRW, wo er die Interessen des gesamten Ingenieurwesens vertritt und die Vernetzung von Fachdisziplinen stärkt. Kreuter hat die organisatorische Stabilität des VDV gesichert, die berufspolitische Arbeit vorangetrieben und insbesondere die Schnittstellen zwischen Ingenieurwesen und Geodäsie nachhaltig gestaltet. Für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit wurde er mit der Verdienstmedaille des Bundesverdienstordens geehrt und nun zum Ehrenmitglied des VDV ernannt.

Ebenfalls zum Ehrenmitglied des Verbandes ernannt wurde der langjährige Schatzmeister Michael Kilian, der dieses Amt 23 Jahre lang innehatte und die finanziellen Geschicke des Verbandes verantwortete.

Dank und Würdigung

Der VDV würdigt das außergewöhnliche Engagement seiner langjährigen Führungspersönlichkeiten ausdrücklich. Grunau, Kreuter und Kilian haben über Jahrzehnte hinweg die deutsche Geodäsie, die berufspolitische Interessenvertretung der Vermessungsingenieure sowie die fachliche Weiterentwicklung des Berufsstandes entscheidend geprägt und den Verband über Jahrzehnte stabil, innovativ und verantwortungsvoll geführt. Ihr Wirken reicht weit über den Verband hinaus: Sie haben die Vernetzung auf europäischer Ebene gestärkt, die berufspolitische Stellung von Geodäten und Ingenieuren ausgebaut und Maßstäbe für fachliche Exzellenz gesetzt. Mit ihrer strategischen Weitsicht und ihrem konsequenten Eintreten für Qualität, Rechtssicherheit und Transparenz haben sie die Grundlage für zukünftige Entwicklungen im Vermessungswesen gelegt.

Neues Präsidium übernimmt Verantwortung

Mit Markus Schäfer als Präsident und Rainer Kießling als ehrenamtlichem Geschäftsführer übernimmt nun eine neue Führungsgeneration Verantwortung im VDV. Gemeinsam mit Schatzmeister Ralf Gromadzki und Schriftführer Daniel Buchholz wird das Präsidium die erfolgreiche Arbeit des Verbandes fortführen und neue Impulse setzen.

Ausblick

Mit dem Generationenwechsel an der Verbandsspitze beginnt eine neue Phase für den Verband Deutscher Vermessungsingenieure. Der VDV blickt mit Zuversicht auf kommende Herausforderungen – insbesondere in den Bereichen berufspolitische Interessenvertretung, Nachwuchsförderung und Weiterbildung – und baut dabei auf die solide Grundlage, die die bisherigen Amtsinhaber über viele Jahre geschaffen haben.